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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für Donnerstag, 7. März, ab 2 Uhr zu einem weiteren Streik über 35 Stunden aufgerufen. Auch bei der Nordwestbahn könnte es zu Behinderungen kommen.
Wildeshausen – Der kommende Streik in Fern- und Nahverkehr trifft die Deutsche Bahn und ihr Netz. Das kann dementsprechend auch Auswirkungen auf den Betrieb im gesamten Netz der Nordwestbahn (NWB) haben. Das teilte das Unternehmen mit. Da auch Infrastrukturanbieter und -betreiber der Deutschen Bahn zum Streik aufgerufen sind, könne es vereinzelt zu Einschränkungen in Form von (Teil-)Ausfällen und Verspätungen kommen.
Bahn-Streik in Niedersachsen könnte zu Teilausfällen bei der NWB führen
Die Nordwestbahn rät ihren Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt über die bekannten digitalen Auskunftsmedien zu informieren. Aktuelle Informationen zu den Zugverbindungen finden Fahrgäste unter den “Akutmeldungen” auf der Website der Nordwestbahn.
Trotz des erwarteten Bahn-Chaos in Niedersachsen und dem „Wellenstreik“, wird die Nordwestbahn wird nicht bestreikt, weil sich die GDL und das Eisenbahnunternehmen Transdev, zu dem die Nordwestbahn gehört, Anfang Februar auf einen Tarifvertrag geeinigt hatten. Unter anderem wird die Arbeitszeit verkürzt. Transdev sprach trotz der Einigung von unverhältnismäßigen Forderungen.
Der Tarifvertrag beinhaltet eine schrittweise Herabsenkung der Arbeitszeit für Schichtarbeitende von 38 auf 35 Stunden ab Anfang nächsten Jahres. Die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn soll dann 2028 erreicht werden. Zudem sollen die Löhne zum 1. März und zum 1. Dezember dieses Jahres um jeweils 210 Euro erhöht werden. Zu den bereits gezahlten 1.100 Euro Inflationsprämie gibt es zusätzlich 1.900 Euro. Auch die Vergütungen für Auszubildende sollen erhöht werden.
Transdev ist das zweitgrößte Eisenbahnunternehmen in Deutschland nach der Deutschen Bahn. Der Tarifabschluss gilt für die GDL-Mitglieder bei der NordWestBahn, Transdev Hannover, Transdev Mitteldeutschland, Transdev Regio Ost, Transdev Rhein-Ruhr und Trans Regio.