5,2 Millionen Tonnen mehr

Alarmierende Zahlen: Moore in Niedersachsen setzen viel mehr CO₂ frei als bislang angenommen

+
Die Moore in Niedersachsen sind klimaschädlicher als bisher gedacht. Viele von ihnen wurden Jahrhunderte lang entwässert und daher heute ein Problem.
  • schließen

Die Moore Niedersachsens sind eine größere Quelle von Treibhausgasen als bisher angenommen. Eine Neuberechnung des Landesamtes bringt erstaunliche Ergebnisse.

Hannover – Die Moore in Niedersachsen geben mehr klimaschädliche Gase ab als bisher angenommen. Das zeigt eine Neuberechnung des Landesamtes, die am Donnerstag, 7. März, veröffentlicht wurde. Die Entwässerung vieler Moore über Jahrzehnte hinweg ist der Hauptgrund für die Emission dieser Treibhausgase, während nasse Moore Kohlenstoff speichern, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Im Zuge der Wiedervernässung der Moore planen Forscher unter anderem Futter für Hunde und Katzen – bestehend aus holzhaltiger Biomasse.

Die jährlich von Mooren freigesetzten Treibhausgase entsprechen 15,8 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO₂), so das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Diese Gase, darunter Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas, machen 17,7 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Niedersachsens aus. Frühere Schätzungen gingen von einem um 5,2 Millionen Tonnen niedrigeren Wert aus. Zusätzlich fallen beim Torfabbau in Mooren Emissionen im Wert von 2,2 bis 2,3 Millionen Tonnen CO₂ an.

Niedersachsen bundesweit das Land mit den meisten Mooren

Die letzte Berechnung dieser Art wurde 2015 durchgeführt. Für die aktuelle Untersuchung wurden mehr Flächen berücksichtigt als in den vorherigen Berechnungen. Zudem wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse einbezogen, die auch ohne zusätzliche Flächen zu einem höheren Ergebnis geführt hätten. Die Werte basieren laut LBEG auf Schätzungen, die auf bundesweiten Messprogrammen beruhen.

Niedersachsen ist laut LBEG das Bundesland mit den meisten Mooren. Es gibt Moore und weitere kohlenstoffreiche Böden auf über 6000 Quadratkilometern. Dort ist Kohlenstoff gespeichert, der sich über Jahrtausende hinweg abgelagert hat. Zum Jahreswechsel hatte das Niedersachsen-Hochwasser im Großen Moor bei Sassenburg seinen Teil zur Wiedervernässung des Gebiets dort beigetragen.

Hinweis: Der Redakteur Marvin Köhnken hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Kommentare