VonFabian Raddatzschließen
Goldschakale werden immer häufiger in Niedersachsen gesichtet. Experten sind unsicher, ob sie eine Bedrohung für Mensch und Tier darstellen.
Hannover – In Niedersachsen wurden in letzter Zeit vermehrt Goldschakale gesichtet. Laut der Landesjägerschaft handelt es sich dabei bisher nur um vereinzelte Fälle, wie der Experte Raoul Reding erklärte. Es stellt sich die Frage, ob diese Tiere eine Bedrohung für Menschen oder andere Tiere darstellen könnten.
Die genaue Anzahl der Tiere ist ungewiss, da sie oft versteckt leben und leicht mit Wölfen und Füchsen verwechselt werden können, so Reding. Die Schakale werden zudem nicht systematisch beobachtet, sondern nur erfasst, wenn sie der Bevölkerung auffallen. Seit 2015 war dies 18 Mal der Fall, zuletzt Ende Januar in der Grafschaft Bentheim. Sichtungen gab es in vielen Teilen des Bundeslandes, wie zum Beispiel im Solling oder bei Bad Bentheim, Cuxhaven und Hannover. Auch in anderen Bundesländern wie Hessen und Sachsen-Anhalt wurde die Art kürzlich nachgewiesen. Der einzige dokumentierte Fall eines neugeborenen Tieres in Niedersachsen war 2022 in Uelzen.
Nach Wolf: Neues Raubtier in Niedersachsen gesichtet – Gefahr für Mensch?
Reding schätzt die Gefahr für den Menschen als gering ein. Allerdings könnten sie eine Bedrohung für Nutztiere wie Schafe darstellen. Obwohl es in Deutschland noch nicht viel Erfahrung mit dieser Tierart gibt, vermutet Reding, dass Schakale eine viel geringere Gefahr darstellen als Wölfe. Wolfsschutzzäune sollten daher auch gegen Goldschakale wirksam sein. Abgesehen von der Fellfarbe und dem kurzen Schwanz haben die Tiere mehr Ähnlichkeiten mit Füchsen als mit Wölfen.
Der erste Goldschakal in Deutschland wurde 1997 in Brandenburg nachgewiesen. Ursprünglich stammen sie aus Südost-Europa und haben sich mittlerweile bis nach Skandinavien ausgebreitet. Sie sind etwas größer und kompakter als Füchse und haben eine wolfstypische Färbung. Sie leben in der Regel als Paare und beanspruchen feste Territorien von etwa drei Quadratkilometern. Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus Insekten, Nagetieren, Vögeln und Amphibien.
Die Tiere könnten eine Bedrohung für andere Wildtierarten darstellen, die bereits durch die lokale Kulturlandschaft gefährdet sind. Für Rebhühner und Kiebitze würde mit dem Goldschakal ein weiterer Fressfeind hinzukommen, so Reding. Da die Schakale ihr Essverhalten stark anpassen können, könnten sie praktisch überall vorkommen. Die Jagd auf die Art ist derzeit jedoch nicht erlaubt. Seit Mai 2022 gilt eine ganzjährige Schonzeit für Goldschakale.
Hinweis: Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.
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