VonCarolin Gehrmannschließen
Naturerlebnis und Komfort – das verspricht ein Campingplatz in Niedersachsen. Hier soll eine neue Camping-Generation auf ihre Kosten kommen. Bald wird das Angebot sogar erweitert.
Südheide/Clausthal-Zellerfeld – Urlaub in Niedersachsen ist beliebt. 2024 zeichnet sich bereits ein deutliches Hoch bei den Übernachtungszahlen ab. Vor allem Camping ist dabei so angesagt wie nie: 2023 wurden 5,7 Millionen Camping-Übernachtungen in Niedersachsen verzeichnet – ein neuer Rekord.
Camper, die das besondere Erlebnis suchen, können in Niedersachsen ebenfalls auf ihre Kosten kommen – einige der besten Plätze befinden sich hier. Und 2023 kam noch einer hinzu, der ganz auf die Bedürfnisse einer neuen Generation von Campern ausgerichtet ist. Sagt Benjamin Ruth, Geschäftsführer von Wildwood Camping, der einen neuartigen Campingplatz in der Lüneburger Heide betreibt und bald noch einen zweiten im Harz eröffnen wird.
Neuartiges Camping-Erlebnis in Niedersachsen – Start-up bietet Urlaub für eine „neue Camping-Generation“
Mit dem modernen Areal in der Südheide will das Start-up mit gängigen Klischees rund um das Campen aufräumen und sich bewusst von anderen Angeboten abheben. „Bei uns stehen die Ruhe und das Erleben der unberührten Natur im Vordergrund, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen“, erklärt Ruth im Gespräch mit kreiszeitung.de. „Wir wollten ein Angebot für die neue Camping-Generation schaffen. Und die wünscht sich das pure Naturerlebnis zum einen und ein Plus an Komfort zum anderen.“
Dazu gehört auch das Thema Digitalisierung. Stellplätze für Zelt oder Wohnmobil sind ganz einfach online buchbar. Darüber hinaus gibt es überall auf dem Platz W-LAN-Empfang, fast wie zu Hause also, nur mitten in der Südheide, die zu jeder Menge Aktivitäten im Freien einlädt: Beim Wandern, Kanu- oder Radfahren schlagen die Outdoor-Herzen reihenweise höher.
Bei Wildwood Camping stehen die Natur und Nachhaltigkeit im Vordergrund
Darüber hinaus stehe der Nachhaltigkeits-Gedanke bei Wildwood stark im Vordergrund, betont Ruth. „Unser Platz ist Eco-Camping zertifiziert.“ Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen die Betreiber bestimmte Maßnahmen im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit erfüllen. „Bei uns wird zum Beispiel nur Öko-Strom verwendet. Überhaupt ist unser Platz so konzipiert, dass Ressourcen gespart werden. Es gibt keine versiegelten Flächen, dafür aber Nistplätze für Tiere. Außerdem verwenden wir keinen chemischen Dünger auf unseren Rasenflächen und Beeten.“
Die dritte Säule, die den Betreibern von Wildwood Camping besonders wichtig ist, ist der Service. „Unsere Rezeption ist dauerhaft besetzt, auch über Mittag. Darüber hinaus haben wir einen Shop auf dem Platz, in dem es neben allgemeinen Bedarfsartikeln auch Bio-Produkte aus der Region zu kaufen gibt, zum Beispiel Honig, Marmelade, Heide-Gin oder lokal gebrautes Bier. So wollen wir die Transportwege kurzhalten und gleichzeitig beste Qualität anbieten.“
Camping in Niedersachsen für Ruhesuchende – die dabei ein Plus an Komfort wünschen
Das Duschen auf dem Wildwood Campingplatz ist kostenlos. Auch für die Internetnutzung muss nicht extra gezahlt werden. „Es soll sich ähnlich komfortabel wie im Hotel anfühlen“, sagt Ruth, „bloß eben draußen und in der Natur.“ Das Ganze unter dem Motto: Wer Ruhe will, wird diese auf dem Platz finden. Aber wer Gesellschaft sucht, der kann im Clubhaus, an den Feuerstellen oder auf dem Grillplatz schnell neue, gleichgesinnte Freunde finden. Wer sich selbst einmal als Outdoor-Pizzabäcker versuchen will, der kann sich in der Heide sogar kostenfrei einen Pizzaofen ausleihen.
„Das Konzept ist besonders auch bei Familien beliebt, obwohl unser Publikum sehr durchmischt ist. Unsere Gäste eint eine ausgeprägte Passion für die Natur. Diese wollen sie möglichst nah erleben, am besten bei Aktivitäten im Freien“, erklärt der Geschäftsführer. In der Nähe befinden sich auch ein See sowie zahlreiche Wälder.
Camping der anderen Art in Niedersachsen: „Besucher eint eine ausgeprägte Passion für die Natur“
Auch Vierbeiner sind auf dem nachhaltigen Campingplatz nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Für sie muss allerdings eine Extra-Gebühr gezahlt werden. „Hunde sind hier willkommen. Wir sind ein hundefreundlicher Platz. Das passt zu unserem Konzept und kommt bei unseren Gästen auch gut an.“
So gut, dass Wildwood Camping bereits ein zweites Areal bei Clausthal-Zellerfeld im Harz gekauft hat, mitten im UNESCO-Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserregal“. Es soll nun modernisiert werden, damit ab Frühjahr 2025 noch mehr Gäste in den Genuss des nachhaltigen Camping-Erlebnisses in Niedersachsen kommen können.
„Im Harz wollen wir auch noch mehr Cabins, also Holzhütten, anbieten, als wir es jetzt schon in der Heide haben. Dort werden dann 20 Hütten zur Verfügung stehen. Wir haben gemerkt, dass diese ziemlich beliebt sind, vor allem bei Wanderern und Radfahrern, die nicht so viel Camping-Equipment mitschleppen wollen.“ Der Platz ist laut Beschreibung „umgeben von malerischen Fichtenwäldern, grünen Wiesen und klaren Bade- und Angelseen“.
Die Preise werden genauso hoch wie in der Heide sein. Für eine Nacht im Camper bezahlen zwei Erwachsene derzeit ab 35 Euro. Die aktuellen Preise kann man der Website des Unternehmens entnehmen.
Eco-Camping zertifizierter Platz ab 2025 auch im Harz buchbar
Der Harz ist das höchste Gebirge in Norddeutschland. Mit seiner besonderen Landschaft, die neben Bergen auch ausgedehnte Wälder, tiefe Täler, wilde Flussläufe und Wasserfälle umfasst, lockt vor allem Aktiv-Urlauber an. Er erstreckt sich über Teile Niedersachsen, Sachsen-Anhalts und Thüringens. In Niedersachsen können bei Wildwood Camping ab 2025 auch Fans des nachhaltigen Outdoor-Urlaubs auf ihre Kosten kommen.
Rubriklistenbild: © Wildwood Camping (Montage: kreiszeitung.de)



