Immer mehr Sandsäcke gegen steigende Fluten in Oldenburg
VonDierk Rohdenburg
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Die Hochwasserlage in der Stadt Oldenburg ist weiterhin kritisch. Besonders angespannt ist die Lage im Bereich Achterdiek und im rückwärtigen Bereich der Sandkruger Straße auf der dem Bümmersteder Fleth und dem Osternburger Kanal zugewandten Seite.
Oldenburg – Nach weiteren Regenfällen ist an der Hunte in Oldenburg eine Entspannung der Hochwasserlage nicht in Sicht. Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) waren am Dienstag im Einsatz, um ein Wohnhaus vor dem drohenden Hochwasser mit Sandsäcken zu sichern. „Die Lage ist nach wie vor angespannt“, sagte Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD). Die Einsatzkräfte hätten eigentlich gehofft, dass die Pegelstände weiter sinken würden. Doch durch den neuen Regen müsse nun länger gezittert werden. „Aber im Großen und Ganzen haben wir, glaube ich, die Lage unter Kontrolle“, sagte Krogmann.
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Aufgrund mehrfacher Anfragen gibt die Stadt am Mittwoch, 3. Januar, von 17 bis 19 Uhr gezielt und unter Aufsicht jeweils bis zu 15 Sandsäcke an private Haushalte aus potenziell gefährdeten Bereichen am Achterdiek und an der Sandkruger Straße ab.
Mit diesen Sandsäcken können die betroffenen Anwohnenden an ihren Häusern Öffnungen wie Kellerzugänge und Türen abdichten. Standort der Sandsackabgabe ist der südliche Parkplatz des Friedhofes an der Sandkruger Straße. An der Ausgabestelle gibt es eine Straßenliste – die Betroffenen werden gebeten, sich mit einem Ausweisdokument zu legitimieren.
Das Technische Hilfswerk (THW) arbeitet unterdessen weiter daran, die Bedrohung einzudämmen, indem es Sandsäcke auf Paletten verlädt und per Lastwagen in die gefährdeten Gebiete transportiert. Besonders die Flüsse Hunte und Fleet bereiten den Behörden große Sorgen, da sie sich mit hoher Strömungsgeschwindigkeit vereinen. Dieser Zusammenschluss verstärkt die Flut und treibt den Wasserstand bedrohlich in die Höhe.
Hochwasser in Oldenburg: Bislang hält der Deich
Die Befürchtung, dass das Wasser über die Deiche schwappen könnte, ist weiterhin akut und erfordert schnelles Handeln. Um die Anwohner zu schützen, wurde am Montag ein provisorischer Deich errichtet. Der Schutzwall soll vorübergehend die Häuser vor den Wassermassen bewahren, bis die Situation unter Kontrolle ist.
Bisher hält der eigentliche Deich stand, aber das Ansteigen des Wasserstandes lässt auch die Nervosität steigen. Die Menschen in Oldenburg sind in Alarmbereitschaft, während die Behörden ihre Bemühungen verstärken, um Schäden an Eigentum und Infrastruktur zu minimieren. Die Evakuierung von gefährdeten Gebieten sowie die Bereitstellung von Unterstützung für betroffene Bewohner stehen im Fokus der Rettungskräfte.