Hochwasser

Immer mehr Sandsäcke gegen steigende Fluten in Oldenburg

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Die Hochwasserlage in der Stadt Oldenburg ist weiterhin kritisch. Besonders angespannt ist die Lage im Bereich Achterdiek und im rückwärtigen Bereich der Sandkruger Straße auf der dem Bümmersteder Fleth und dem Osternburger Kanal zugewandten Seite.

Oldenburg – Nach weiteren Regenfällen ist an der Hunte in Oldenburg eine Entspannung der Hochwasserlage nicht in Sicht. Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) waren am Dienstag im Einsatz, um ein Wohnhaus vor dem drohenden Hochwasser mit Sandsäcken zu sichern. „Die Lage ist nach wie vor angespannt“, sagte Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD). Die Einsatzkräfte hätten eigentlich gehofft, dass die Pegelstände weiter sinken würden. Doch durch den neuen Regen müsse nun länger gezittert werden. „Aber im Großen und Ganzen haben wir, glaube ich, die Lage unter Kontrolle“, sagte Krogmann.

Fotos aus Niedersachsen zeigen Ausmaß der dramatischen Hochwasser-Lage im neuen Jahr

Hochwasser in Niedersachsen - Ems
Blick auf das Hochwassergebiet, nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist steht das Wasser auf vielen flachen im Landkreis Emsland. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Lilienthal
Sandsäcke liegen auf einem Deich vor evakuierten Wohnhäusern an der Wörpe. In Lilienthal dürfen wegen des Hochwassers auch die Deichanlagen und die deichnahen Bereiche nicht betreten werden. © Sina Schuldt/dpa
Blick auf einen überfluteten Weg.
In Oldenburg werden noch einmal deutlich höhere Pegelstände erwartet – wegen des aktuellen Dauerregens. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Hochwasser-Sicherung: Mehrere Tonnen stehen nebeneinander und bilden ein Deichsystem.
Ein mobiles Deichsystem, bestehend aus zahlreichen mit Wasser gefüllten Behältern, steht in Oldenburg, um ein Wohngebiet vor dem drohenden Hochwasser zu schützen. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Ein Traktor fährt über eine überflutete Straße im Hochwassergebiet. Nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist, steht das Wasser auf vielen Flächen unter Wasser.
Ein Traktor fährt über eine überflutete Straße im Hochwassergebiet. Nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist, steht das Wasser auf vielen Flächen unter Wasser. © Lars Penning
Ein Hof im Bremer Ortsteil Timmersloh steht unter Wasser (Aufnahme mit einer Drohne).
Ein Hof im Bremer Ortsteil Timmersloh steht unter Wasser (Aufnahme mit einer Drohne).  © Sina Schuldt/dpa
Weite Teile des Deichvorlandes sind überschwemmt. Wasser steht auf den Feldern und zerstört das Saatgut.
Weite Teile des Deichvorlandes sind überschwemmt. Wasser steht auf den Feldern und zerstört das Saatgut. © Bartz
An der Sandkruger Straße wird der mobile Deich aufgebaut.
An der Sandkruger Straße in Oldenburg wird ein mobiler Deich aufgebaut. © Sascha Stüber/Stadt Oldenburg
Mit schwerem Gerät wurden die Deiche gesichert.
Mit schwerem Gerät wurden vielerorts in Niedersachsen die Deiche gesichert.  © dpa/Uwe Arndt
Eine kräftige Pumpe entlastet in Kirchwahlingen das örtliche Schöpfwerk.
Eine kräftige Pumpe entlastet in Kirchwahlingen das örtliche Schöpfwerk. © Meyer
Einige Regionen sind nach wie vor von Überschwemmungen betroffen. Dazu gehört unter anderem der Landkreis Verden.
Einige Regionen sind nach wie vor von Überschwemmungen betroffen. Dazu gehört unter anderem der Landkreis Verden. © Str/dpa
Luftaufnahme: Auf einem Deich bei Haren bilden zahlreiche Menschen eine Sandsand-Kette.
In Haren an der Ems bildeten Hunderte Freiwillige eine Menschenkette und halfen den Einsatzkräften beim Platzieren von Sandsäcken. © dpa/Nord-West-Media TV/Torsten Albrecht
Faeser besucht Hochwassergebiet
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) triff in Sandkrug Einsatzkräfte von Technischem Hilfswerk (THW) und der Bundespolizei.  © Markus Hibbeler
Hochwasser - Niedersachsen
Wasser steht in einer evakuierten Wohnstraße nahe der Wörpe in Lilienthal. © Focke Strangmann/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Achim
Bäume ragen aus dem Hochwasser der Weser in Achim-Baden. © dpa
Hochwasser - Niedersachsen
Sandsäcke und Bigbacks liegen bereit, um mit einem Hubschrauber an die Hunte bei Oldenburg gebracht zu werden. © Jörn Hüneke/xoyo/dpa
Silvester auf dem Deich: Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz.
Silvester auf dem Deich: Der DLRG ist in Niedersachsen seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz.  © DLRG Landesverband Niedersachsen / Facebook / Screenshot
Blick auf einen unter Wasser stehenden Spielplatz im Butendieker Gehölz.
In Lilienthal im Landkreis Osterholz steht ein Spielplatz im Butendieker Gehölz unter Wasser. © Sina Schuldt/dpa
Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz, hier in Wathlingen, wo mit über 10.000 Sandsäcken ein Deich per Menschenkette gesichert wurde.
Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz, hier in Wathlingen, wo mit über 10.000 Sandsäcken ein Deich per Menschenkette gesichert wurde. © DLRG Landesverband Niedersachsen / Facebook / Screenshot
Hochwasser in Achim: Ein Ortsschild von Baden unter Wasser.
Im Landkreis Verden, hier bei Achim-Baden, ist die Hochwasser-Lage weiterhin kritisch. © dpa

Aufgrund mehrfacher Anfragen gibt die Stadt am Mittwoch, 3. Januar, von 17 bis 19 Uhr gezielt und unter Aufsicht jeweils bis zu 15 Sandsäcke an private Haushalte aus potenziell gefährdeten Bereichen am Achterdiek und an der Sandkruger Straße ab.

Mit diesen Sandsäcken können die betroffenen Anwohnenden an ihren Häusern Öffnungen wie Kellerzugänge und Türen abdichten. Standort der Sandsackabgabe ist der südliche Parkplatz des Friedhofes an der Sandkruger Straße. An der Ausgabestelle gibt es eine Straßenliste – die Betroffenen werden gebeten, sich mit einem Ausweisdokument zu legitimieren.

Das THW liefert weitere Sandsäcke an.

Das Technische Hilfswerk (THW) arbeitet unterdessen weiter daran, die Bedrohung einzudämmen, indem es Sandsäcke auf Paletten verlädt und per Lastwagen in die gefährdeten Gebiete transportiert. Besonders die Flüsse Hunte und Fleet bereiten den Behörden große Sorgen, da sie sich mit hoher Strömungsgeschwindigkeit vereinen. Dieser Zusammenschluss verstärkt die Flut und treibt den Wasserstand bedrohlich in die Höhe.

Hochwasser in Oldenburg: Bislang hält der Deich

Die Befürchtung, dass das Wasser über die Deiche schwappen könnte, ist weiterhin akut und erfordert schnelles Handeln. Um die Anwohner zu schützen, wurde am Montag ein provisorischer Deich errichtet. Der Schutzwall soll vorübergehend die Häuser vor den Wassermassen bewahren, bis die Situation unter Kontrolle ist.

Bisher hält der eigentliche Deich stand, aber das Ansteigen des Wasserstandes lässt auch die Nervosität steigen. Die Menschen in Oldenburg sind in Alarmbereitschaft, während die Behörden ihre Bemühungen verstärken, um Schäden an Eigentum und Infrastruktur zu minimieren. Die Evakuierung von gefährdeten Gebieten sowie die Bereitstellung von Unterstützung für betroffene Bewohner stehen im Fokus der Rettungskräfte.

Rubriklistenbild: © Nordwest-Media

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