Teils enormer Anstieg

Ticker zu Hochwasser im Norden: Was bedeutet der Frost? Experten schätzen Lage ein

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Die Hochwasserlage in Niedersachsen bleibt weiter angespannt. Auch die Bundeswehr hält sich inzwischen bereit, um zu helfen.

Update von Samstag, 6. Januar, 9 Uhr: Der Kälteeinbruch in Deutschland könnte gut sein im Kampf gegen Hochwasserschäden an Deichen, heißt es. Dagegen fürchten Hausbesitzer in Überschwemmungsgebieten den Frost. Die Sache ist komplex.

Es lasse sich beispielsweise nicht pauschal sagen, inwieweit sich Frost positiv oder negativ auf die Deichstabilität auswirke, sagt die Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Anne Rickmeyer, der Deutschen Presse-Agentur. Daher lautet ihr Rat: Die Lage an den Deichen müsse weiter genau beobachtet werden. „Hier ist immer der Einzelfall zu betrachten.“

Blick auf den Fluss Weser und die umliegenden überfluteten Wiesen.

Wenn ein Deich etwa ohne Wasserwirkung Frost ausgesetzt sei, verfestige sich der Boden in einer bestimmten Tiefe – abhängig von den Temperaturen und der Dauer. „Dies kann bei einem dann eintretenden Wassereinstau positiv auf die Standsicherheit und Dichtigkeit wirken.“

Allerdings ist die Lage zurzeit vielerorts anders: Die Pegelstände sind teils noch immer hoch und Wassermassen drücken gegen Deiche. „Steht bereits vor der Frostperiode relativ warmes Wasser am Deich an, so wird der Bereich unter dem Wasserspiegel nicht gefrieren und dort keine positiven Effekte eintreten.“ Oberhalb des Wassers aber werde die Erdoberfläche des Deiches gefrieren und verhindern, dass weiterer Niederschlag eindringt. „Das wäre dann positiv zu werten.“

Hochwasser und Minusgrade – Welche Folgen hat der Frost für die Gebäude?

Die Kombination Hochwasser und Frost fürchten vor allem Hausbesitzer. Das Mauerwerk kann Schaden nehmen, wenn es feucht ist. „Denn wenn Wasser gefriert, dehnt es sich um zehn Prozent aus“, sagt Prof. Norbert Gebbeken, Experte für Baustatik der Bundeswehr-Universität München. „Und diese Ausdehnung kann einen so hohen Druck erzeugen, dass Material oder Bauteile wirklich zerstört werden“ – vor allem, wenn Gebäudeteile bereits durchfeuchtet sind. Bei Minusgraden um die zehn Grad müssten Hausbesitzer versuchen, die Kälte nicht in durchnässte Gebäudeteile eindringen zu lassen, etwa mit Strohballen oder mit Wärmedämmplatten aus dem Baumarkt.

Allerdings: „Moderater und nicht lang anhaltender Frost wird im Keller stehendes Wasser nicht gefrieren lassen“, teilt Christine Buddenbohm vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes mit. Die Tiefe, in die Frost eindringe, liege im gebirgigeren Süden tiefer als im Norden. In der Mitte Deutschlands liege die Tiefe bei 80 Zentimetern. Hausbesitzer sollten dennoch vollgelaufene Keller möglichst abpumpen, gleichzeitig andere Gefahren aber mitdenken.

Hochwasserlage in Niedersachsen: Bundeswehr in Bereitschaft – Bremen bereitet Hilfen für Betroffene vor

Update von Freitag, 5. Januar, 20.42 Uhr: Der Bremer Senat plant bereits Maßnahmen für die Zeit nach der akuten Hochwasserlage. So habe man über das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mehrere Dutzend Bautrockner reserviert, die betroffene Bürger in den Hochwassergebieten Timmersloh und Borgfeld kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollen.

Bremens Finanzsenator Björn Feckern betonte: „In Krisen müssen wir pragmatisch und schnell handeln. Mit dem Bereitstellen von Bautrocknern wollen wir die betroffenen Menschen dabei unterstützen, ihre Häuser und Wohnungen schnellstmöglich wieder zu trocknen und damit weitere Folgeschäden zu vermeiden.“

Außerdem würde die Bremer Feuerwehr nach Angaben des Innensenators Ulrich Mäurer betroffenen Haushalten anbieten, vollgelaufene Keller auszupumpen. Dafür stehe der genaue Zeitpunkt aber noch nicht fest.

Probealarm mit 18 Sirenen in Bremen am Samstag: Unabhängig vom Hochwasser

Am morgigen Samstag, 6. Januar, findet zudem der monatliche Probealarm von insgesamt 18 Sirenen im Bremer Stadtgebiet statt. Wie der Senat informiert, steht diese Maßnahme jedoch in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Hochwasser. Der erste Probealarm fand Anfang Dezember des vergangenen Jahres erstmals statt.

Bundeswehr beteiligt sich am Hochwassereinsatz in Niedersachsen

Update von Freitag, 5. Januar, 19.44 Uhr: Die Bundeswehr soll sich am Hochwassereinsatz in Niedersachsen beteiligen. Soldaten der 1. Panzerdivision werden dafür in Bereitschaft versetzt, wie die dpa vom Landeskommando erfuhr. Einsatzgebiet wäre der Raum Oldenburg, Verden und der Kreis Celle. Um wie viele Kräfte es sich genau handelt, ist noch nicht bekannt. Landesbranddirektor Rohrberg sagte, das Land Niedersachsen habe bislang kein Amtshilfeersuchen gestellt.

In Sachsen-Anhalt hilft die Bundeswehr im Kampf gegen das Hochwasser bereits. Ähnlich könnte es bald auch in Niedersachsen aussehen. (Archivfoto)

Hochwasserlage in Niedersachsen: Land stellt Millionenhilfe für Geschädigte in Aussicht

Update von Freitag, 5. Januar, 18.26 Uhr: Auch der Städte- und Gemeindebund fordert Unterstützung für die Betroffenen in den Hochwassergebieten Niedersachsens. Allerdings nicht nur für Privatpersonen, sondern auch die Kommunen selbst, die teils mit immensen Schäden zu kämpfen haben. „Für die Finanzierung all dessen werden wir wohl über die Mechanismen der Schuldenbremse reden müssen. Ohne das wird es nicht funktionieren“, sagte Präsident Marco Trips am Freitag. „In jedem Falle wird es nicht ausreichen, die finanziellen Hilfen für Hochwasser-Geschädigte nur auf Privatpersonen zu beschränken, sondern es muss auch die beschädigte kommunale Infrastruktur in den Blick genommen werden.“

Update von Freitag, 5. Januar, 16:33 Uhr: Niedersachsen hat Soforthilfen für besonders vom Hochwasser betroffene Menschen in Aussicht gestellt. Für akute Notlagen könnten kurzfristig bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, teilte das Umweltministerium in Hannover am Freitag mit.

Fotos aus Niedersachsen zeigen Ausmaß der dramatischen Hochwasser-Lage im neuen Jahr

Hochwasser in Niedersachsen - Ems
Blick auf das Hochwassergebiet, nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist steht das Wasser auf vielen flachen im Landkreis Emsland. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Lilienthal
Sandsäcke liegen auf einem Deich vor evakuierten Wohnhäusern an der Wörpe. In Lilienthal dürfen wegen des Hochwassers auch die Deichanlagen und die deichnahen Bereiche nicht betreten werden. © Sina Schuldt/dpa
Blick auf einen überfluteten Weg.
In Oldenburg werden noch einmal deutlich höhere Pegelstände erwartet – wegen des aktuellen Dauerregens. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Hochwasser-Sicherung: Mehrere Tonnen stehen nebeneinander und bilden ein Deichsystem.
Ein mobiles Deichsystem, bestehend aus zahlreichen mit Wasser gefüllten Behältern, steht in Oldenburg, um ein Wohngebiet vor dem drohenden Hochwasser zu schützen. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Ein Traktor fährt über eine überflutete Straße im Hochwassergebiet. Nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist, steht das Wasser auf vielen Flächen unter Wasser.
Ein Traktor fährt über eine überflutete Straße im Hochwassergebiet. Nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist, steht das Wasser auf vielen Flächen unter Wasser. © Lars Penning
Ein Hof im Bremer Ortsteil Timmersloh steht unter Wasser (Aufnahme mit einer Drohne).
Ein Hof im Bremer Ortsteil Timmersloh steht unter Wasser (Aufnahme mit einer Drohne).  © Sina Schuldt/dpa
Weite Teile des Deichvorlandes sind überschwemmt. Wasser steht auf den Feldern und zerstört das Saatgut.
Weite Teile des Deichvorlandes sind überschwemmt. Wasser steht auf den Feldern und zerstört das Saatgut. © Bartz
An der Sandkruger Straße wird der mobile Deich aufgebaut.
An der Sandkruger Straße in Oldenburg wird ein mobiler Deich aufgebaut. © Sascha Stüber/Stadt Oldenburg
Mit schwerem Gerät wurden die Deiche gesichert.
Mit schwerem Gerät wurden vielerorts in Niedersachsen die Deiche gesichert.  © dpa/Uwe Arndt
Eine kräftige Pumpe entlastet in Kirchwahlingen das örtliche Schöpfwerk.
Eine kräftige Pumpe entlastet in Kirchwahlingen das örtliche Schöpfwerk. © Meyer
Einige Regionen sind nach wie vor von Überschwemmungen betroffen. Dazu gehört unter anderem der Landkreis Verden.
Einige Regionen sind nach wie vor von Überschwemmungen betroffen. Dazu gehört unter anderem der Landkreis Verden. © Str/dpa
Luftaufnahme: Auf einem Deich bei Haren bilden zahlreiche Menschen eine Sandsand-Kette.
In Haren an der Ems bildeten Hunderte Freiwillige eine Menschenkette und halfen den Einsatzkräften beim Platzieren von Sandsäcken. © dpa/Nord-West-Media TV/Torsten Albrecht
Faeser besucht Hochwassergebiet
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) triff in Sandkrug Einsatzkräfte von Technischem Hilfswerk (THW) und der Bundespolizei.  © Markus Hibbeler
Hochwasser - Niedersachsen
Wasser steht in einer evakuierten Wohnstraße nahe der Wörpe in Lilienthal. © Focke Strangmann/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Achim
Bäume ragen aus dem Hochwasser der Weser in Achim-Baden. © dpa
Hochwasser - Niedersachsen
Sandsäcke und Bigbacks liegen bereit, um mit einem Hubschrauber an die Hunte bei Oldenburg gebracht zu werden. © Jörn Hüneke/xoyo/dpa
Silvester auf dem Deich: Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz.
Silvester auf dem Deich: Der DLRG ist in Niedersachsen seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz.  © DLRG Landesverband Niedersachsen / Facebook / Screenshot
Blick auf einen unter Wasser stehenden Spielplatz im Butendieker Gehölz.
In Lilienthal im Landkreis Osterholz steht ein Spielplatz im Butendieker Gehölz unter Wasser. © Sina Schuldt/dpa
Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz, hier in Wathlingen, wo mit über 10.000 Sandsäcken ein Deich per Menschenkette gesichert wurde.
Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz, hier in Wathlingen, wo mit über 10.000 Sandsäcken ein Deich per Menschenkette gesichert wurde. © DLRG Landesverband Niedersachsen / Facebook / Screenshot
Hochwasser in Achim: Ein Ortsschild von Baden unter Wasser.
Im Landkreis Verden, hier bei Achim-Baden, ist die Hochwasser-Lage weiterhin kritisch. © dpa

Hochwasserlage in Niedersachsen: Einschränkungen im Schulbetrieb

Update von Freitag, 5. Januar, 14:51 Uhr: Nicht nur im Landkreis Verden, auch im Landkreis Oldenburg müssen sich Schüler auf Störungen im Schulbetrieb aufgrund des Hochwassers einstellen. Wie ein Landkreissprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur mitteilt, können mehrere Bushaltestellen aufgrund der Überschwemmungen nicht bedient werden. „Sollte sich die Hochwasserlage am Wochenende verschärfen, kann es zu weiteren Einschränkungen in der Schülerbeförderung, insbesondere im Bereich Wardenburg/Sandkrug in die Stadt Oldenburg kommen“, heißt es.

Keine Präsenzpflicht im Landkreis Verden – Schuleinschränkungen wegen Hochwasser

Update von Freitag, 5. Januar, 13:04 Uhr: Aufgrund der Hochwasserlage und den damit verbundenen Straßensperrungen hat der Landkreis Verden die Präsenzpflicht für Schüler ab sofort ausgesetzt. Das teilte der Landkreis mit. Betroffen seien die Schüler, die aufgrund der aktuellen Situation der fehlenden Beförderung nicht in den Unterricht gehen könnten. Vier Buslinien würden den Angaben zufolge ausfallen.

Update von Freitag, 5. Januar, 11:46 Uhr: Obwohl eine Wetteränderung mit deutlich weniger Regen prognostiziert wurde, ist eine Entspannung der Situation noch nicht in Sicht. Dies betonte Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN nach Angaben des NDR. Sie erklärte, während der Landespressekonferenz in Hannover, dass trotz der erwarteten Abnahme der Niederschläge, die die Hochwassersituation verschärfen könnten, die Wasserstände zwar zurückgehen würden. Die Situation bleibe jedoch weiterhin ernst. Es könnten noch mehrere Tage vergehen, bis die aktuelle Hochwasserlage vorüber sei, „durchaus sogar bis zu einer Woche dauern“, fügte sie hinzu.

Bußgelder drohen: Deiche dürfen weiter nicht betreten werden

Update von Freitag, 5. Januar, 10:16 Uhr: In den Hochwassergebieten der Landkreise Verden und Osterholz wollen die Verwaltungen vermehrt gegen Hochwassertourismus vorgehen. Ein Bußgeld von 400 Euro ist fällig, sollten Personen beim Betreten der Deiche erwischt werden. Bei Wiederholung drohen 800 Euro Strafe. In den Landkreisen wurden nach Angaben der Polizei bereits mehr als 100 Platzverweise und Aufforderungen zum Verlassen der Bereiche ausgesprochen. Hinzu kamen noch knapp 20 Parkverstöße.

Von Hochwasser umgeben – Ort Eissel seit acht Tagen eine Insel

Update von Freitag, 5. Januar, 07:42 Uhr: Die Hochwasserlage in Niedersachsen ist weiter angespannt. So auch in der Verdener Ortschaft Eissel. Diese befindet sich auf eine etwas erhöhte Lage und stellt somit eine Insel inmitten des Hochwassers dar. Die Einwohner sind seit bereits acht Tagen dort und hoffen nun auf gutes Wetter am Sonntag: „Es mehren sich die Anzeichen, dass wir dann zum ersten Mal in Richtung Langwedel fahren können“, berichtet Ortsbrandmeister Jürgen Henke. Ob die Schüler dann am Montag wieder wie geplant in die Schule gehen können, ist derweil noch fraglich. Es müsste ein Bustransport durch das Hochwassergebiet funktionieren.

Die Hochwasserlage in Niedersachsen ist weiter angespannt. Flüsse treten über die Ufer und verursachen weitreichende Überschwemmungen. (Montage)

Pegel und Grundwasser steigen weiter – Hochwasser-Situation weiter angespannt

Update von Donnerstag, 4. Januar, 22:35 Uhr: Die Hochwasser-Extremsituation in einigen Teilen Niedersachsens dauert weiter an. „Morgen werden im Laufe des Tages immer noch einzelne Pegelstände weiter steigen, wie beispielsweise in Huntlosen an der Hunte oder in Bokeloh an der Hase“, sagte Karsten Schwanke vom ARD-Wetter-Kompetenzzentrum in diesem Kontext gegenüber NDR Info.

Die gute Nachricht: In den nächsten Tagen soll es kälter werden, das würde sich auch auf die vom Hochwasser geplagten Gebiete auswirken. Denn laut dem Meteorologen hätte dies zur Folge, dass die Niederschläge zurückgehen. In den nächsten Tagen soll es Schwankes Einschätzung nach generell eher trocken bleiben.

Update von Donnerstag, 4. Januar, 17:51 Uhr: Auch am Donnerstagabend ist die Hochwassersituation in einigen Teilen Niedersachsens kritisch. Zwischen Oldenburg und Osnabrück bleibt die Bahnstrecke erst einmal gesperrt. Dort gibt es bis Ende Januar einen Ersatzfahrplan.

Nicht nur das akute Hochwasser bereitet den Behörden Sorgen: Auch das gestiegene Grundwasser ist problematisch. Der Landkreis Verden warnt, die Fluten erhöhen den Grundwasserpegel. Auch abseits der Flüsse Aller, Wümme und Weser könnte es dadurch zu Überschwemmungen kommen. Zahlreiche Straßen im Kreis Verden sind bereits gesperrt.

Klärwerke in Niedersachsen von Hochwasser bedroht

Ebenso ist die Lage an der Grenze zu den Niederlanden angespannt. In Meppen gilt inzwischen auch die Kläranlage als vom Hochwasser bedroht. Dort wurden bereits Maßnahmen getroffen, um ein Überlaufen zu verhindern. Der Bürgermeister Helmut Knurbein bat die Bevölkerung allerdings um einen sparsamen und sensiblen Umgang mit Wasser.

Eine ähnliche Meldung kommt auch aus Löningen (Kreis Cloppenburg). Auch dort gab es Sorge um die Kläranlage, der Bereich rund um das Gebäude ist bereits von Wasser umgeben. Aktuell sei die lage allerdings „stabil“, so Bürgermeister Burkhard Sibbel. Sensible Bereiche wurden mit Sandsäcken geschützt, der Deich um einen Meter erhöht.

Hochwasser in Niedersachsen: „Enorm kritische Lage“ - Pegel von Hunte und Hase steigen weiter

Update von Donnerstag, 4. Januar, 16.24 Uhr: An der teils kritischen Hochwasserlage in Niedersachsen wollen sich offenbar Betrüger bereichern. Das Technische Hilfswerk (THW) warnt vor falschen Spendensammlern, die sich in Haren (Kreis Emsland) als Mitarbeiter ausgegeben und nach Geld gefragt hätten. „Das THW Meppen warnt davor diesen Personen Spenden zu übergeben bzw. diese Personen ins Haus zu lassen“, schreibt der THW-Ortsverbands Meppen auf Facebook. „Es handelt sich dabei NICHT um Angehörige des THW.“ Das Hilfswerk werde ausschließlich über das Innenministerium finanziert – und dürfe generell keine Spenden annehmen, heißt es weiter.

Die Polizei ist bereits über den Vorfall informiert. Weitere Hinweise nimmt die Polizei Emsland entgegen.

Hochwasserlage in Niedersachsen: Pegel steigen weiter – Ferienhäuser evakuiert

Update von Donnerstag, 4. Januar, 14:01 Uhr: In der niedersächsischen Gemeinde Winsen an der Aller ist am Donnerstag ein mobiler Deich zur Hochwasserabwehr durch französische Helfer errichtet worden. Über das EU-Katastrophenschutzverfahren stellte Frankreich Niedersachsen ein Team von 39 Experten und 16 Fahrzeugen zur Verfügung, so das Innenministerium in Hannover.

Der Einsatz im Landkreis Celle, bei dem zunächst 600 Meter des insgesamt 1,2 Kilometer umfassenden Deichsystems installiert werden sollen, ist der erste in Niedersachsen, der mit Unterstützung aus dem EU-Verfahren durchgeführt wird.

Ferienhäuser am Großen Meer evakuiert – Zwölf Personen betroffen

Update von Donnerstag, 4. Januar, 11:35 Uhr: Aufgrund von Hochwasser wurden Ferienhäuser am Großen Meer in Ostfriesland präventiv geräumt. Wie die Südbrookmerland Touristik GmbH am Donnerstag auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur bekannt gab, waren davon etwa ein Dutzend Personen betroffen, die am späten Mittwochabend evakuiert wurden. Die genaue Anzahl der betroffenen Häuser war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Obwohl die Wasserstände am See weiterhin erhöht sind, stellen sie aktuell keine Bedrohung dar. Die evakuierten Personen fanden in nahegelegenen Unterkünften Unterschlupf. Der betroffene See befindet sich zwischen Emden und Aurich.

Update von Donnerstag, 4. Januar, 10:51 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) beschreibt die Hochwassersituation in einem aktuellen Warnlagebericht weiterhin als „kritisch“. Der angekündigte Dauerregen in Niedersachsen soll zwar am heutigen Donnerstag nachlassen, jedoch ist in der kommenden Nacht weiterer Niederschlag zu erwarten. Dieser soll aber „wahrscheinlich deutlich unter der Warnschwelle von 30 Litern pro qm in 24 Stunden“ bleiben, so die Experten.

B51 in Barnstorf und Zu- sowie Abfahrt an A27 wegen Überschwemmung gesperrt

Update von Donnerstag, 4. Januar, 09:47 Uhr: Aufgrund des Pegelanstiegs der Hunte musste am frühen Donnerstagmorgen die B51 in Barnstorf auf der Höhe der Huntebrücke gesperrt werden. Die Straße im Landkreis Diepholz ist derzeit überflutet, teilt die Polizei mit. Eine Umleitung ist eingerichtet.

Auch auf der A27 bei Bremen kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Die Abfahrt Bremen-Industriehäfen sowie die Zufahrt Bremen-Vahr sind in Richtung Bremerhaven jeweils nicht passierbar, wie aus einer Übersucht der Verkehrsmanagementzentrale hervorgeht. Teile der Straße stehen unter Wasser.

Pegel von Hunte und Hase steigen – Scheitelpunkt für Freitag erwartet

Update von Donnerstag, 4. Januar, 07:25 Uhr: Über Nacht sind die Pegel der Flüsse Hunte bei Oldenburg und bei Colnrade sowie die Hase bei Meppen teils enorm gestiegen. Das zeigen Daten von pegelonline.de. Demnach sollen die Wasserstände erst Freitag ihren Höhepunkt erreicht haben. Grund dafür sind die anhaltenden Regenfälle in Niedersachsen.

Die Hochwasserlage in Niedersachsen hält an. Die Pegel der Hunte und Hase sind gestiegen. (Symbolbild/Montage)

„Wir sind immer noch in einer enorm kritischen Lage, und wir konzentrieren uns voll und ganz auf die Bekämpfung des Hochwassers“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bezüglich der Ausnahmesituation in Niedersachsen am Mittwochabend dem NDR. Hilfe bekommt das Bundesland jetzt aus dem Ausland. Am heutigen Donnerstag soll ein Team des französischen Zivilschutzes bei Winsen an der Aller einen mobilen Deich errichten.

Hochwasserlage in Niesersachsen „kritisch“ - THW setzt rund um die Uhr Deichläufer ein

+++ Update von 20.52 Uhr: An der Hunte ist die Lage weiterhin stabil. Auch in Sandkrug am Deich des Grabens 26 hat sich die Lage nicht verschlimmert. Die Deichsicherungsmaßnahmen zeigen derzeit ihre Wirkung, wie die Kreisfeuerwehr Oldenburg am späten Mittwochabend mitteilte.

„Das Technische Hilfswerk (THW) setzt weiterhin rund um die Uhr Deichläufer ein, um den Zustand der Deiche zu überwachen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen“, schreibt die Kreisfeuerwehr. Weil am Graben 26 derzeit viele Schaulustige das Spektakel beobachten, überwache eine Firma den Bereich nun dauerhaft per Video.

Ministerpräsident Weil: Lage weiter „kritisch“

+++ Update von 20.15 Uhr: Noch ist der Schaden nicht absehbar. Dennoch beschäftigt sich die niedersächsische Landesregierung mit finanziellen Hilfen für Hochwasser-Betroffene. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wollte allerdings noch keine Größenordnung nennen.

Die Lage im Hochwassergebiet bezeichnete Weil in einem NDR-Interview nach wie vor als „kritisch“. Immerhin ist eine kleine Verschnaufpause in Sicht: Am Donnerstag (4. Januar) soll es im Großteil von Niedersachsen meist trocken bleiben. Das geht aus der Vorhersage des DWD hervor. Nur im Süden des Bundeslandes werde leichter Regen erwartet. Es seien keine hochwasserrelevanten Niederschläge vorhergesagt, teilte der NLWKN mit.

+++ Update von 19.32 Uhr: Experten blicken mit Sorge auf den Zustand der teils schon aufgeweichten Deiche in Niedersachsen. Denn der bereits über Tage anhaltende Wasserdruck und die nun wieder steigenden Pegelstände lassen die Gefahr für örtliche Deichbrüche anwachsen.

„Die Deiche schützen vor Hochwasser hinreichend gut, solange sich Wasser nicht über längere Zeit an ihnen staut“, sagte der Leiter des Ludwig-Franzius-Instituts für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen an der Leibniz Universität Hannover, Torsten Schlurmann.

Helfer des THW versuchen den Wassermassen Herr zu werden.

Bei einem Deichbruch seien vorher Anzeichen zu erkennen, erklärt der Wissenschaftler. Je größer der Wasserstand im Fluss werde und je länger der Einstau anhalte, desto mehr Wasser werde durch den Deich gedrückt, sagte Schlurmann. „Was dann unweigerlich passieren kann, ist, dass das Wasser Material aus dem Inneren des Deichs ausschwemmt. Dann verliert der Deich an innerer Tragfähigkeit. Sobald Wasser so den Deich durchsickert und an der Landseite austritt, ist das ein sicheres Anzeichen, dass Gefahr im Verzug ist.“

Hilfe beim Bau von mobilem Deich: Hilfskonvoi aus Frankreich eingetroffen

+++ Update von 17.35 Uhr: Die Menschen in Niedersachsen bekommen auch aus dem Ausland Unterstützung. Am Nachmittag sind mehrere Lastwagen eines Hilfskonvois aus Frankreich in Celle eingetroffen. Zuvor hatte das Land über die EU offiziell Hilfe bei der Bewältigung des Hochwassers angefordert, wie das Portal nonstop.news berichtet.

Die Lastwagen lieferten demnach Material für den Bau eines mobilen Deichs auf 1,2 Kilometern Länge. Damit sollen die instabilen Deiche entlastet werden.

Hochwasser in Niedersachsen: Sandsack-Service für betroffene Bürger

Update von Mittwoch, 3. Januar, 15.55 Uhr: Im Landkreis Oldenburg ist das Hochwasser mit großer Wucht zurück – nachdem es zuletzt ein wenig ruhiger wurde an der Hunte. Weil der Pegel des Flusses weiter steigt, wurden in Wildeshausen erneut Straßensperrungen eingerichtet. Zudem gibt es dort nun eine Hochwasser-Hotline und einen Sandsack-Service für betroffene Bürger.

Die zuletzt gesunkenen Pegelstände in Meppen im Emsland steigen nach Angaben der Stadt wieder. „Wir haben die Lage nach wie vor im Griff, sind aber weiterhin kontinuierlich in Alarmbereitschaft – und das müssen wir auch“, sagte Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein in einer Mitteilung am Mittwoch mit Blick auf die Wetterlage.

Im Ortsteil Bokeloh sollten demnach im Lauf des Mittwochs die Scheitel-Wasserstände des bisherigen Hochwassers wieder erreicht oder sogar überstiegen werden. Die Stadt geht davon aus, dass der Anstieg noch bis Freitag anhält. „Dies veranlasst uns dazu, die getroffenen Maßnahmen noch bis wenigstens Sonntag aufrecht zu halten“, sagte der Rathauschef. Deiche sollten weiter kontrolliert werden.

Landwirte sollen sich auf Evakuierungen ihrer Tiere vorbereiten

Update von Mittwoch, 3. Januar, 13:06 Uhr: Das städtische Veterinäramt von Oldenburg hat an die Landwirte in der hochwassergefährdeten Region appelliert, ihre Tiere vorsorglich in Sicherheit zu bringen. Bisher sind insbesondere vier landwirtschaftliche Betriebe mit Pferden, Schafen und Hühnern in Oldenburg von dieser Maßnahme betroffen, heißt es. Sollte das Hochwasser die Höfe erreichen, ist es aus Gründen des Tierschutzes ratsam, die Tiere in sichere Gebiete zu verlegen.

Frank Hinrichs, Sprecher der Stadt, bestätigte, dass die betroffenen Betriebe bereits entsprechend gehandelt haben. Pferde und Schafe wurden in entfernte Ställe verlegt, während die Hühner in das obere Stockwerk eines Gebäudes gebracht wurden.

Ministerpräsident Stephan Weil zur Hochwasser-Lage: „Der Katastrophenschutz funktioniert“

Update von Mittwoch, 3. Januar, 11:25 Uhr: „Der Katastrophenschutz funktioniert“, sagt Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im Rahmen einer Pressekonferenz zur aktuellen Hochwasser-Lage in Niedersachsen. Neben den zahlreichen Einsatzkräften sei an allen nötigen Orten schweres Gerät im Einsatz, mobile Deichschutzsysteme leisteten einen zusätzlichen Beitrag. „Derzeit haben wir alle in Deutschland verfügbaren Anlagen in Niedersachsen im Einsatz“, sagte Weil.

Positiv überrascht zeigte sich der Ministerpräsident mit Blick auf die geringe Zahl an Menschen, die bislang vor dem Wasser evakuiert werden mussten. Natürlich sei aber natürlich jedes einzelne Schicksal dieser Art höchst bedauerlich, fügte Weil hinzu. Vor dem Hintergrund der Klimakrise sei es künftig noch wichtiger, auf derartige Ereignisse noch besser vorbereitet zu sein. Ein Modell könnte eine verpflichtende Elementarschaden-Versicherung sein, durch die die Versicherungssummen für einzelne Haus- und Grundbesitzer möglichst gering gehalten werden.

Landesbranddirektor Dieter Rohrberg berichtete, dass das Land Niedersachsen bereits zu Beginn der Hochwasser-Lage Vorsorge getroffen und für zeitnahen Nachschub an Sandsäcken gesorgt habe. Beim Blick auf den kommenden Frost sind Rohrberg und die Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Anne Rickmeyer, optimistisch, dass das Wetter dann den Einsatzkräften in die Hände spielen werde. „Schnee ist gut, denn er fließt nicht ab“, sagte Rickmeyer. Auch gefrorene Flächen und Frost am Deich entlasteten die Situation in den Krisengebieten.

Hochwasser an Hunte und Hase soll über Stand an Weihnachten steigen

Update von Mittwoch, 3. Januar, 10:20 Uhr: Die Pegelstände der Hunte bei Oldenburg und der Hase bei Meppen sollen weiter steigen. Laut Vorhersagen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) könnten die Wassermassen höher steigen, als in den Weihnachtsfeiertagen.

Wie Daten von pegelonline.de zeigen, führte die Hase am 26. Dezember in ihrem Höchststand 495 Zentimeter Wasser. Laut Vorhersage könnte der Fluss bis zum kommenden Freitag, 5. Januar, bis über 520 Zentimeter Wasser führen.

Noch dramatischer zeigt sich die Lage an der Hunte bei Huntlosen. 642 Zentimeter hoch stand das Wasser dort am 26. Dezember. Bis Freitag könnte der Pegelstand weit über 650 Zentimeter betragen – damit würde der bislang höchste Wasserpegel vom 10. Oktober 1988 (648 Zentimeter) überschritten werden.

Niedersachsen steht dramatischer Stresstest bevor

Update von Mittwoch, 3. Januar, 8.30 Uhr: Die Nacht ist in Niedersachsen und Bremen trotz Hochwasser und Sturm insgesamt ruhig verlaufen. Die Polizei in Bremen erklärte am Mittwochmorgen, dass sie keine Einsätze wegen Hochwasser gehabt habe. In Oldenburg gab es lediglich vereinzelt umgestürzte Bäume, die geräumt wurden. Weiter südlich informierte der Hochwasser-Krisenstab in Wildeshausen die Einwohner vor erneut steigenden Pegeln der Hunte.

In Verden hatte sich die Lage am Dienstag zuletzt etwas entspannt. Dennoch sind in der Stadt an der Aller weiterhin alle Sinne geschärft, Sperrungen werden aufrechterhalten. Ein gelber Farbtupfer inmitten des überschwemmten Gebietes ist unterdessen Verdens Bienenzentrum. Wie eine Hallig ragen zehn Bienenstücke – auf einem Wagen platziert – aus dem Wasser. Allen Völkern gehe es gut, sagt Wilhelm Haase-Bruns, Vorsitzender des örtlichen Imkervereins. In Anbetracht des Dauerregens hofft er, dass das auch so bleibt.

Der Dauerregen soll in Bremen und Niedersachsen noch bis in die Nacht zum Donnerstag andauern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt hier gebietsweise bis zu 80 Liter pro Quadratmeter voraus. Auch Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde sind orts- und zeitweise möglich.

Erstmeldung von Mittwoch, 3. Januar, 6.45 Uhr: Oldenburg/Hannover – In Niedersachsen und Bremen bleibt die Hochwassersituation angespannt und könnte sich in den nächsten Stunden und Tagen durch steigende Pegelstände verschärfen. Der Dienstag, 2. Januar, brachte weiteren Niederschlag über den beiden Bundesländern und der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für den Mittwoch noch mehr Regen – für die Nacht hatte es zudem Warnungen vor Sturm- und Orkanböen gegeben. Am Mittwochmorgen wiesen viele Pegel bereits die höchste der drei Hochwassermeldestufen auf. Parallel dazu schwinden in Niedersachsen die Sandsackvorräte zur Deichsicherung.

Fast die gesamte niedersächsische Reserve von etwa 1,9 Millionen Sandsäcken ist bereits aufgebraucht, wie der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in der Nacht berichtete. Das Bundesland greift nun auf Reserven aus anderen Bundesländern zurück. Rund 1,5 Millionen Säcke hat Niedersachsen auf diese Weise bereits erhalten, die zum Verstärken der Deiche eingesetzt werden. Ein Erkundungsteam des französischen Zivilschutzes ist zudem in Celle eingetroffen.

Mehrere Regionen in Niedersachsen vom Hochwasser betroffen

Die Hochwassersituation betrifft weiterhin Ortschaften entlang der Weser, Aller und Leine, so der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft. Bei weiterem Regen könnte sich die Lage in den Gebieten der Flüsse Hase und Hunte verschärfen. Laut dem Niedersächsischen Innenministerium ist die Situation besonders in den Landkreisen Celle, Oldenburg, Emsland, Osterholz und Verden sowie im Heidekreis kritisch. In Bremen stehen mehrere Bauernhöfe unter Wasser.

Niedersachsen erhält weiterhin Unterstützungsangebote. Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg (SPD), bot an, Katastrophenschutzhelfer zu entsenden. Am Dienstagabend sollte der erste Teil eines 1,2 Kilometer langen Notdeiches aus Frankreich in Niedersachsen eintreffen. Der zweite Teil wird am Mittwoch erwartet.

Harzer Talsperren entlasten Flussunterläufe während Hochwasser-Lage

Die Talsperren im Harz sind weiterhin stark gefüllt. Allerdings kann die Wasserabgabe reduziert werden, um die Unterläufe der Flüsse zu entlasten, so die Harzwasserwerke am Dienstag. „Die Talsperren haben sich durch die höheren Abgaben in den letzten Tagen wieder erholt und können wieder mehr Wasser aufnehmen“, erklärte Lars Schmidt, Kaufmännischer Geschäftsführer der Wasserwerke. Der DWD warnte auch für den Harz vor Unwettern und Dauerregen.

Sabine Lackner, Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), geht davon aus, dass die Herausforderungen für die Katastrophenschutz-Organisation insgesamt zunehmen werden. Aktuell sei das THW im Bevölkerungsschutz gut aufgestellt und könne in der aktuellen Hochwasserlage effektive Hilfe an vielen Orten gleichzeitig leisten, sagte Lackner der „Rheinischen Post“. „Dennoch führt uns die aktuelle Lage einmal mehr dramatisch vor Augen, dass die Herausforderungen an das THW immer größer werden, auch durch Extremwettereignisse, deren massive Auswirkungen wir derzeit in verschiedenen Regionen Deutschlands erleben.“

Hinweis: Der Redakteur Marvin Köhnken hat die Erstmeldung dieses Artikels verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas

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