VonFabian Raddatzschließen
Sturm- und Orkanböen, Hochwasser und eine Sturmflut-Warnung für die Nordsee-Küste: Die Weihnachtstage in Niedersachsen werden ziemlich turbulent.
Update von Montag, 18. Dezember, 21.46 Uhr: Schnee an Weihnachten: Ja oder nein? Die Prognosen der Meteorologen schwanken. Nun spielt auch noch der Jetstream eine Rolle, erklärt Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net am Montagnachmittag. In den nächsten Tagen könnte der Jetstream über Europa noch „für die eine oder andere Überraschung sorgen“, erklärt der Wetter-Experte.
Während die Weißen Weihnachten noch nicht feststehen, ist somit zumindest klar: Es wird windig. Extrem windig. An der Küste können die Windgeschwindigkeiten an Heiligabend 90 bis 100 km/h erreichen, stellenweise sogar bis zu 120 km/h. Jung nennt dieses Wetter „ruppig“ – und das könnte sich auf den Verkehr ausschlagen. Sowohl auf der Straße als auch Schiene sollten Reisende laut Jung mit Behinderungen rechnen.
Erstmeldung von Montag, 18. Dezember, 11.59 Uhr: Hannover – Für Rettungskräfte in Niedersachsen könnten die Feiertage alles andere als erholsam werden. Und auch für die Menschen im Norden könnte sich die Wetterlage als durchaus gefährlich herausstellen. Denn Niedersachsen und dem Norden droht ein Wetter-Chaos zu den Weihnachtstagen: Orkan, Überschwemmungen, Sturmflut!
Bereits jetzt seien die Bäche und Flüsse in Niedersachsen brechend voll. Die vorausgesagten Regenmassen um den 23. und 24. Dezember herum dürften das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen bringen. Es drohen Hochwasser und Überschwemmungen während oder nach den Festtagen.
„Man braucht man nur mal einen Blick auf die Niederschlagssummen der kommenden zehn Tage zu werfen“, sagt auch Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net. Verbreitet wird mit mehr als 100 Liter pro Quadratmeter gerechnet. „Das könnte ziemlich brisant werden“, bilanziert der Wetter-Experte.
Regenfälle statt Schnee an Weihnachten. Der Dezember ist mit 1 bis 2 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittel einfach zu warm.
Orkan, Überschwemmungen, Sturmflut: Wetter-Chaos in Niedersachsen an Weihnachten!
Damit nicht genug: Neben Hochwasser rechnen die Wetter-Modelle für Freitag, 22. Dezember, mit einer Sturmflut an der Nordsee-Küste. Dazu treten bereits in der Nacht Orkan- und Sturmböen auf, die nicht nur an der Küste für Chaos sorgen könnten. „Wir müssen mit Behinderungen im vorweihnachtlichen Reiseverkehr rechnen“, so Jung.
Bäume hätten im nassen Erdreich kaum noch Halt. Jung: „Wenn jetzt noch viel Wind dazu kommt, können diese reihenweise umfallen.“ Eine echte Gefahr für Leib und Leben. Bereits für das Wochenende am 16. und 17. Dezember hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Sturmböen in Niedersachsen und Bremen gewarnt.
Wetter in Niedersachsen: So geht es die nächsten Tage weiter
Laut DWD startet die Woche am Montagmittag im südlichen Niedersachsen sogar mit Sonne. Sonst ist es bedeckt. Im nördlichen Niedersachsen und Bremen kann Sprühregen oder Regen auftreten. Die Tageshöchstwerte können bis zu 9 Grad auf Borkum annehmen. Verbreitet mäßiger, an der Küste zum Abend zunehmend frischer bis starker Wind aus Südwest.
In der Nacht zum Dienstag können an der Küste die ersten Sturmböen aufkommen, die zum Morgen wieder abflachen. Sonst zeigt sich der Dienstag regnerisch. Die Schauer können gebietsweise auch länger anhalten, warnt der DWD. Die Flüsse und Bäche können sich so noch mehr füllen, die Hochwasser-Gefahr steigt.
Sturmflut-Gefahr am Freitag, an den Weihnachtstagen droht Hochwasser
Von der Nordsee her kommt auch am Mittwoch schauerartiger Regen. An der Nordsee drohen schwere Sturmböen. Der Mix aus Wassermassen und Wind lassen auch die Chancen auf eine Sturmflut steigen. Die Windstärke nimmt in der Nacht zu Donnerstag zunächst wieder etwas ab, doch im Tagesverlauf wird die Wetterlage immer turbulenter: Die Windstärke nimmt zu, in der Nacht zu Freitag sind schwere Sturmböen und Orkanböen vorhergesagt, dazu: Regen, Regen, Regen. Eine gefährliche Mischung.
Am Freitag: Graupelschauer oder Schneeregen und kurze Wintergewitter, sehr windig bis stürmisch. Die Tage danach werden nass, besonders um die Weihnachtstage steigt die Hochwasser-Gefahr. Erst im Laufe des 1. Weihnachtstages soll sich die Wetterlage etwas beruhigen, bevor sie ab der Wochenmitte wieder an Fahrt aufnehmen kann.
Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa & wxcharts.com

