Eisig oder mild?

Wie kalt wird der Winter 2024 in Niedersachsen? Bauernregel mit klarer Prognose

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Wie wird der Winter 2024 in Niedersachsen? Bitterlich kalt oder eher mild? Glaubt man einer Bauernregel, dann ist die Sache klar.

Hannover – Manche glauben an sie, manche halten sie für Humbug: Bauernregeln sollten in Zeiten, in denen es noch keine professionellen Prognosen gab, das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft vorhersagen. Auch heute noch erfreuen sich die Regeln großer Beliebtheit. Wohl auch, weil sie hin und wieder eintreten.

Bitterkalt oder eher mild? Eine Bauernregel besagt, wie der Winter in Niedersachsen wird.

Das liegt daran, weil es sich bei manchen Bauernregeln um sogenannte meteorologische Singularitäten handelt. Damit werden wiederkehrende Großwetterlagen bezeichnet, die in bestimmten Abschnitten innerhalb eines Jahres mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten und von dem für die Jahreszeit typischen Wetter abweichen.

Wetter in Niedersachsen: Die Vorhersagekraft der Bauernregeln

So gibt an nahezu jedem Tag des Jahres eine Bauernregel, die für nahezu jeden Wetter-Abschnitt des Jahres eine Prognose bereithält. So würden etwa die Eisheiligen am vom 11. bis zum 15. Mai jedes Jahres vorhersagen, wie das Wetter in den darauffolgenden Wochen wird.

Oder auch der Siebenschläfer, der besagt: „Ist der Siebenschläfer nass, so regnet‘s ohne Unterlass.“ Tatsächlich trat diese Bauernregeln dieses Jahr in Niedersachsen in Teilen ein. Weil es am Siebenschläfer-Tag, dem 27. Juni regnete, regnete es auch die Zeit danach. Allerdings handelte es sich dabei um Tage und nicht, wie in der Bauernregel prognostiziert, um Wochen.

Wie kalt wird der Winter in Niedersachsen? Bauernregel mit klarer Prognose

Der sogenannte „Kreuzerhöhungstag“ am 14. September soll besagen, wie der Winter dieses Jahr ausfallen wird. Die Regel im O-Ton: „Ist’s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.“ Die Meteorologie-Seite wetter.de legt das so aus: „Herrscht um den 14. September sonniges Hochdruckwetter, gibt es nach Auswertung von langjährigen meteorologischen Aufzeichnungen in drei von fünf Jahren überdurchschnittlich viele Frosttage im Januar und Februar.“

Kreuzerhöhungstag – was ist das?

Die Verehrung des heiligen Kreuzes, auch bekannt als das Fest der Kreuzerhöhung, wird jedes Jahr am 14. September gefeiert. Es wird erzählt, dass Helena, die Mutter von Konstantin dem Großen, im Jahr 326 das Kreuz Jesu entdeckt haben soll. Die Legende der Kreuzfindung wird ergänzt durch die Überlieferung, dass Kaiser Heraklios III. im Jahr 629 das Kreuz, welches 614 von den Persern entwendet wurde, zurückerlangt und in Jerusalem der Öffentlichkeit präsentiert haben soll. Im 7. Jahrhundert wurde das Fest der Kreuzerhöhung von Rom adaptiert und der Termin für die Feierlichkeiten wurde im Jahr 629 auf den 14. September festgelegt.

Laut dem Deutschen Wetterdienst befindet sich Niedersachsen und der Norden von Deutschland am Rande eines Hochdrucksgebietes, das sich von den Azoren bis nach Mitteleuropa erstreckt, der sogenannte Azorenhochkeil. Er bringt kühle Meeresluft nach Niedersachsen.

Infolgedessen soll am 14. und 15. September zwar durchaus die Sonne scheinen, die sich dann mit Wolken abwechselt, allerdings sind die vorausgesagten Temperaturen von 17 Grad am Samstag und 18 Grad am Sonntag alles andere als hochsommerlich. Folgt man der Logik der Bauernregel des Kreuzerhöhungstages, könnte der Winter 2024 in Niedersachsen damit also eher mild ausfallen.

Auch die nächsten Tage sollen eher mild und freundlich werden, der Sommer kämpft sich nach Niedersachsen zurück.

Rubriklistenbild: © Vesa Moilanen/dpa

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