Barrierefrei durch Fintel

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Volker Witt setzt sich für mehr Mobilität ein.
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Die Finteler Arbeitsgruppe, die seit einem Jahr in Sachen Barrierefreiheit unterwegs ist, wünscht sich mehr Input aus der Bevölkerung. Gemeinsam, so die Idee, sollen Ideen gesammelt werden, um die Mobilität für alle zu verbessern. Auch barrierefreie Spazierwege könnten so entstehen.

Fintel – Gut ein Jahr ist es her, dass die Finteler Arbeitsgruppe „Barrierefreie Mobilität in Fintel“ sich an Politik und Anwohner gewandt hat. „Wir haben zunächst eine Bestandsaufnahme zusammen gestellt“, berichtet Volker Witt (CDU), der die Gruppe gemeinsam mit Wiebke Riebesehl, Marina Baden und Sabrina Zimmer ins Leben gerufen hatte. Ihr Ziel: Sie wollen nicht nur auf Probleme aufmerksam machen.

Sie wollen zeigen, an welchen Stellen Fintel schon barrierefrei ist und wo Änderungen notwendig sind. „Vor allem wollen wir auch erreichen, dass die Finteler sensibilisiert werden und bereit sind, sich in der Sache zu engagieren“, so Witt. Denn an vielen Stellen im Ort kann die Barrierefreiheit nur erreicht werden, wenn die Bürger aktiv werden.

Der Gullydeckel erweist sich als schwierige Hürde.

Witt kann Beispiele nennen: So geht es der Arbeitsgruppe um Wege, die zuwachsen, sodass Rolli-Fahrer, aber auch Eltern mit Kinderwagen nur mit Schwierigkeiten passieren können. „Hier würde es schon helfen, wenn die Anwohner die Probleme sehen und entsprechend die Hecken oder das wachsende Gras zurückschneiden.“

Durch die Neubaugebiete ziehen mehr Menschen nach Fintel

Witt und seine Mitstreiter sehen im Ort durchaus Nachholbedarf in Sachen Barrierefreiheit. Das Thema erhalte immer größere Bedeutung, zum einen durch die ohnehin älter werdende Bevölkerung. Zum anderem auch durch Bauprojekte. Denn beispielsweise das Neubauprojekt am Burvagsweg soll zum Quartier für altersgerechten Wohnen werden – dementsprechend wird auch ein altersgerechtes Wohnumfeld wichtig.

„Wir sind mit unserer Arbeitsgruppe noch am Anfang der Arbeit“, führt Witt aus. Daher habe man sich bewusst dazu entschieden, in einem ersten Schritt vor allem das Thema Mobilität anzugehen. Später mache es durchaus Sinn, auch Wege für Sehbehinderte und anderweitig eingeschränkte Personen zu thematisieren.

Noch gibt es einige Hürden

Als großes Ziel hat sich die Arbeitsgruppe eine „inklusive Gemeinde“ auf die Fahnen geschrieben. Um aufzuzeigen, wo die Barrierefreiheit schon realisiert wurde, hat die Gruppe bereits eine Liste zusammen gestellt. So wurde jüngst der Fußweg zum Sportplatz neu und eben barrierefrei gestaltet. Das Freibad, der Sportplatz, aber auch der Edeka und die Apotheke sind entsprechend ausgestattet. Das Rathaus, der Kindergarten, die Schule und die Polizei sind bereits problemlos zu betreten, auch für Menschen, die auf einen Rollstuhl oder einen E-Scooter angewiesen sind. „Aber schon wenn man jemand über den Gullydeckel, der vor dem Rathaus liegt, schieben will, wird es schwierig“, weiß Witt aus eigener Erfahrung. Der Gullydeckel ragt knapp fünf Zentimeter heraus, da kann man nicht mal eben drüber fahren. Auch der Weg vom Rathaus zur Sparkasse ist schon wieder nicht barrierefrei, ergänzt der Initiator.

Der Weg an sich ist passierbar, doch die Hecke wächst so hinein, dass ein Rollifahrer Probleme bekommt.

Neben den notwendigen Wegen, die wichtig sind, um Alltagsangelegenheiten zu organisieren, geht es der Arbeitsgruppe auch um die Idee, barrierefreie Spazierwege in der Gemeinde zu initiieren. Als Vorbild benennt Witt die Stadt Schneverdingen, auch in Lauenbrück gebe es einen solchen Weg bereits. „Wir haben in Fintel wunderbare Bänke. Wir haben auch schöne Rundwege, etwa um die Kirche herum oder auch um den Fleetsee – wenn wir die barrierefrei gestalten, können wir damit punkten.“ Gewünscht sind weitere Ideen und Anregungen von den Bürgern. Diese können sich jederzeit an Volker Witt per E-Mail an volker.witt@web.de oder auch an die Gemeinde unter der Rufnummer 04265 /1329 wenden.

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