Wetter im Norden

Sturm fegt über Niedersachsen: Neues Jahr beginnt mit Orkan-Warnungen – Züge fallen aus

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Das Wetter in Niedersachsen zeigt sich zum Jahresbeginn 2025 von seiner stürmischen Seite. Sowohl im Harz als auch an der Küste drohen orkanartige Böen.

Hannover – Mit bis zu 115 Kilometern pro Stunde fegen die Winde zum Jahresbeginn über Niedersachsen hinweg. Das entspricht an der Nordsee Geschwindigkeiten der Stufe 11. Aber auch im Binnenland bleibt es den Tag über sehr stürmisch. Zudem drohen landesweit Frost und Glätte.

Ein Sturmtief zieht im Anschluss an die ereignisreiche Silvester-Nacht im Norden am Mittwoch, 1. Januar, von Südskandinavien über das Baltikum ins nördliche Osteuropa. Dabei wird in einer kräftigen Südwestströmung zunächst milde Luft nach Niedersachsen und Bremen geführt. In der Nacht zum Donnerstag, 2. Januar, fließt auf der Rückseite des Tiefs merklich kältere Luft ein, heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Sturm begleitet den Beginn des Jahres 2025 in Niedersachsen.

Wetter in Niedersachsen zum Neujahr zwischen Orkanböen, Schnee und Glätte-Gefahr

Konkret bedeutet das: Zunächst gibt es beim Wetter an der See sowie im höheren Bergland Sturmböen aus Südwest
bis 85 Kilometern pro Stunde und häufiger schwere Sturmböen, auf den Inseln sogar einzelne orkanartige Böen bis 115 Kilometern pro Stunde, im Binnenland von Niedersachsen gelten Warnungen vor stürmische Böen mit bis zu 65 Kilometern pro Stunde, im nordwestlichen Binnenland auch Sturmböen mit bis zu 85 Kilometern pro Stunde.

Auch im Harz drohen laut DWD extreme orkanartige Böen. Wie die Harzer Schmalspurbahnen mitteilten, fällt der Zugverkehr zwischen Schierke und dem Bahnhof Brocken deshalb am Neujahrstag aus. Die DWD-Experten rechnen für den gesamten Tag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde.

In den Abendstunden ist das Wetter in Niedersachsen dann allmählich geprägt von abschwächendem Wind, jedoch drohen vor allem an der Küste und im Bergland noch Sturmböen. Im südlichen Bundesland setzen dann allerdings Frost und Glätte ein. Im Harz herrscht ebenfalls leichter Frost bis minus zwei Grad. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf 600 bis 400 Meter. Der DWD rechnet dort mit wenigen Zentimetern Neuschnee.

Niedersachsen-Wetter bietet zum Beginn des Jahres 2025 ein Wechselbad der Gefühle

Der Rest der kurzen Woche ist dann in Niedersachsen ein Wechselbad der Wetter-Gefühle. Am Donnerstag gibt es laut Vorhersage Sonne und dichtere Wolken, die teils mit Schnee vermischt sind. Im Süden des Landes gibt es kaum Auflockerungen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen vier und sechs Grad.

In der Nacht zum Freitag, 3. Januar, drohen bei wechselnder Bewölkung Schauer, die bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt meist als Schnee fallen. Erneut herrscht Gefahr vor Glätte. Am Freitag ist das Wetter laut der Prognose vom 1. Januar weiterhin wechselnd, vorübergehend stark bewölkt, mit Schneeschauern. Es kann aber auch zu kurzen Graupelgewittern kommen. Leichten Dauerfrost gibt es nur im Harz bei minus einem Grad. An der See können dann auch wieder Sturmböen auftreten.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa & Marius Bulling/dpa (Montage)

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