- VonFabian Pieperschließen
Es wird stürmisch im Norden. Schuld daran ist Sturmtief „Egbert“. Das sorgt für schwere Sturmböen, vor denen Experten warnen.
Hannover – Das Wetter zeigt sich zum Beginn des Wochenendes wieder von seiner besten, norddeutschen Seite. Das bedeutet: viel Wind, wenig Sonne, viele Regenschauer. Damit knüpft der Freitag, 13. Januar, genau dort an, wo der Donnerstag zuvor aufgehört hatte, auch wenn der Regen in seiner Menge ein wenig nachlassen dürfte. Dafür bläst erneut ein kräftiger Wind – vor dem Experten warnen und der im Laufe des Wochenendes noch zunehmen könnte.
Denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Niedersachsen, Schleswig-Holstein und die Stadtstaaten in einem Streifen, der Osnabrück, Hannover, Bremen, das Hamburger Umland und Kiel einschließt, eine Amtliche Warnung vor Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Stundenkilometern ausgesprochen. Er warnt vor herabfallenden Gegenständen und mahnt zur Achtsamkeit.
Orkanböen wegen Tief Egbert möglich: Wo es in Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein besonders windig wird
Besonders stark trifft es die Küstenregionen. Auf den Inseln, an der Küste sowie im Oberharz warnen Experten vor schweren Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern, auf dem Brocken drohen sogar unwetterartige Orkanböen! Dabei bleibt es für den Monat Januar erneut vergleichsweise mild: Die Temperaturen pendeln sich im Laufe des Tages bei etwa 9 Grad Celsius ein.
Vor allem die zweite Tageshälfte dürfte wieder trist und grau und mit teils länger anhaltenden Regenschauern sehr ungemütlich werden, nachdem es in der ersten Hälfte des Tages zu gelegentlichen Auflockerungen kommt. Wind und Regen lassen dann in der Nacht zu Samstag ein wenig nach, das Wetter beruhigt sich ein wenig – um dann gegen Abend doch noch mal an Intensität zuzugewinnen. Der DWD erwartet den stürmischen Höhepunkt in der Nacht zu Sonntag. Dann könnten erneut an exponierten Stellen orkanartige Böen möglich sein. Zudem droht am Sonntagnachmittag eine leichte Sturmflut an der niedersächsischen Küste, wie der Sturmflutwarndienst des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) prognostiziert.
Sturmtief Egbert kommt: Wetterumschwung prognostiziert – kommt der Wintereinbruch?
- Freitag, 13. Januar 2023: 6 bis 10 Grad, windig bis stürmisch und regnerisch
- Samstag, 14. Januar 2023: 4 bis 10 Grad, Regen
- Sonntag, 15. Januar 2023: 2 bis 7 Grad, Regen, Schneeregen oder Schneeschauer an der Küste, Orkanböen mit bis zu 120 km/h auf den Nordfriesischen Inseln und an der Ostsee
- Montag, 16. Januar 2023: 1 bis 3 Grad, Schnee und Glätte, in der Nacht Schneefälle im Westen und Norden, Orkanböen an der Küste
- Dienstag, 17. Januar 2023: 2 bis 5 Grad, kräftige Schneefälle
Der große Wetter-Umschwung könnte dann allerdings zu Beginn der kommenden Woche kommen. Bereits am Montag stürzen die Temperaturen ab, vielerorts droht mit Schneefall sogar ein Wintereinbruch. Ob der Winter doch noch einmal Einzug in nördlichen Gefilden hält, nachdem an Silvester noch Wärme-Rekorde purzelten und mit einem Rekord-Winter gerechnet wurde?