Bahnstreik ab Mittwoch: Wie ist die Nordwestbahn betroffen?

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In großen Teilen Deutschlands wird ab Mittwoch in der Frühe der Personenverkehr der Deutschen Bahn bestreikt. In der Zeit vom 24. bis zum 29. Januar sollen kaum Züge fahren. Im Oldenburger Land können aber die Benutzer der Nordwestbahn aufatmen.

Die Regionalzüge sollen nach Auskunft von Benjamin Havermann, Pressesprecher der Nordwestbahn, weitgehend nach Fahrplan verkehren und auch andere Züge sollen trotz des GDL-Ausstands noch fahren.

„Wir werden nicht bestreikt“, bestätigte Havermann am Montagvormittag. Grund seien die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit die Transdev-Gruppe, Muttergesellschaft der Nordwestbahn. Die Transdev hatte bereits während des vergangenen Streiks ein neues Angebot vorgelegt und damit eine Rückkehr an den Verhandlungstisch und ein frühzeitiges Ende der Warnstreiks erreicht.

Fährt auch während des Streiks planmäßig: die Nordwestbahn.

Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen

Die Nordwestbahn ist der GDL nach Angaben erneut einen Schritt entgegengekommen. Zu den Inhalten wollte Havermann nichts sagen – auch nicht dazu, ob die Nordwestbahn einer Wochenstundenreduzierung von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich zugestimmt hat.

Auf Basis dieses Angebots wurden die Tarifverhandlungen am Montag, 15. Januar, am Verhandlungstisch fortgeführt. „Sie sind noch nicht abgeschlossen“, erklärte Havermann.

Die Nordwestbahn wird also nach Fahrplan fahren. Problematisch könnte es allerdings sein, wenn Stellwerke bestreikt werden. Dann wäre auch die Nordwestbahn betroffen. „Wir gehen aber davon aus, dass die meisten Stellwerke von Mitarbeitern betrieben werden, die in der Eisenbahnergewerkschaft EVG organisiert sind“, so Havermann. Diese habe bereits im vergangenen Jahr einen Tarifabschluss mit der GDL ausgehandelt.

Erst am Freitag hatte die Deutsche Bahn ein neues Tarifangebot vorgelegt, um die GDL wieder an den Verhandlungstisch zu holen und eine neue Streikrunde zu vermeiden. „Mit dem dritten und angeblich verbesserten Angebot hat die Deutsche Bahn AG erneut gezeigt, dass sie ihren bisherige Verweigerungs- und Konfrontationskurs unverdrossen weiter verfolgt – von Einigungswillen keine Spur“, hieß es jedoch in einer GDL-Mitteilung.

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