VonFabian Raddatzschließen
Erneut streikt die Lokführer-Gewerkschaft GDL. Sechs Tage lang sollen die Bahnen in Deutschland stillstehen. Das wird wohl auch den Norden hart treffen.
Bremen/Hannover – Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Mitarbeiter der Deutschen Bahn zu einem sechstägigen Streik aufgefordert, was auch Auswirkungen auf Reisende in Niedersachsen und Bremen hat. Der Ausstand im Personenverkehr soll am frühen Mittwochmorgen, 24. Januar, um 2 Uhr starten und bis zum kommenden Montag, 29. Januar, 18 Uhr, dauern, gab die Gewerkschaft in der Nacht zum Montag, 22. Januar, bekannt.
Der Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen wird laut Bahnangaben „massiv beeinträchtigt sein“. Das Unternehmen plant, einen Ersatzverkehr mit Bussen einzurichten.
Sechs Tage Bahnstreik in Niedersachsen: Diese Züge fahren noch
Laut Bahn werden einige Züge von Norddeich Mole nach Hannover, von Osnabrück nach Bremerhaven-Lehe und von Braunschweig nach Helmstedt fahren. Es wird auch Verbindungen im Zweistundentakt von Braunschweig nach Schöppenstedt oder nach Herzberg (Harz), von Nordhausen und Northeim (Han) sowie zwischen Kreiensen und Goslar geben. Busse sollen stündlich von Einbeck Mitte nach Göttingen fahren.
Auf einigen Strecken wird voraussichtlich kein Zug verkehren, wie die Bahn ankündigte. Dazu gehören die Verbindungen von Bremerhaven-Lehe nach Hannover und von Braunschweig nach Salzgitter-Lebenstedt. Es gibt zunächst keine Informationen zu den Verbindungen von Cuxhaven nach Hamburg, von Bremen nach Uelzen, von Hannover über Soltau nach Hamburg-Harburg, von Rheine über Osnabrück nach Löhne, von Bünde nach Hildesheim und von Hildesheim nach Bodenburg.
Bahnstreik trifft den Norden: Metronom und Nordwestbahn fahren voraussichtlich
Die Bahnunternehmen Metronom, Enno und Erixx hielten während des letzten Bahnstreiks an ihren Fahrplänen fest. Seit Mitte Dezember gibt es für diese Unternehmen einen Tarifabschluss. Metronom bietet beispielsweise RE-Verbindungen auf den Strecken Bremen - Hamburg, Hannover - Hamburg und Hannover - Göttingen an.
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Auf der Website von Metronom heißt es: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der metronom Eisenbahngesellschaft mbH, zu dem auch die Mitarbeitenden von enno gehören, sind nicht zum Streik aufgerufen.“ Allerdings sei zu beachten, dass es zu (Teil-)Ausfällen und Verspätungen kommen kann, etwa dann, wenn die Mitarbeiter in den Stellwerken ihre Arbeit niederlegen.
Das Unternehmen Nordwestbahn (NWB) unterhält im Nordwesten viele Verbindungen in Niedersachsen und Bremen und wird wohl nicht bestreikt werden. Das bestätigte ein Unternehmens-Sprecher auf Nachfrage von kreiszeitung.de. Unter anderem werden die NWB-Züge demnach trotz des Streiks wie geplant im Landkreis Rotenburg unterwegs sein.
Lokführer legen die Arbeit nieder: Darum geht es bei dem Tarifstreit zwischen Bahn und GDL
Seit Anfang November verhandeln die Bahn und die GDL über neue Tarifverträge. Ein zentraler Streitpunkt ist die Forderung der GDL nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohn, was die Bahn ablehnt. Erst am Freitag legte die Deutsche Bahn ein neues Tarifangebot vor, um die GDL zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Dieses Angebot beinhaltet unter anderem die Möglichkeit einer Stunde weniger Arbeitszeit für Lokführer und Zugbegleiter ab dem 1. Januar 2026. Dies reichte jedoch offensichtlich nicht aus, um neue Verhandlungen einzuleiten.
Der nun angekündigte Streik, der auch Hamburg wohl massiv treffen wird, wäre der vierte in dem laufenden Tarifkonflikt. Vor dem Jahreswechsel legte die GDL mit zwei Warnstreiks große Teile des Personenverkehrs lahm, im Januar folgte ein dreitägiger Streik mit ähnlichen Auswirkungen.
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