Fährverkehr teils eingestellt

Heftiger Sturm in Niedersachsen: Bahnverkehr eingeschränkt – Regional fahren keine Fähren mehr

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Bei einer Sturmflut an der Nordseeküste wird der Fährhafen von Dagebüll überflutet.
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    Fabian Raddatz
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Nach der Glätte droht die nächste gefährliche Wetterlage. In Niedersachsen wüteten Orkan und Sturm. Der Bahnverkehr ist teilweise erheblich gestört.

Update vom Dienstag, 7. Januar, 10 Uhr: Der Sturm ist über Niedersachsen hinweggefegt und hat einige Schäden hinterlassen. Während nun die Aufräumarbeiten beginnen, sorgt das Sturmtief in Schleswig-Holstein dafür, dass mehrere Nordsee-Fähren eingestellt werden. Das berichtet die Bild.

Demnach sind bis in den späten Vormittag die Fähr-Verbindungen der Wyker Dampfschiffs-Reederei auf der Föhr-Amrum-Linie eingestellt, Buchungen wurden storniert. Ab 12 Uhr sollen sie wieder ab Dagebüll fahren, wenn sich das Wetter beruhigt. Die Hallig-Linie ist laut Betreiber komplett gestrichen.

Bei der Neuen Pellwormer Dampfschiffahrts GmbH (NPDG) fielen die Fährfahrten laut Bild um 5:45 und 7:45 Uhr ab Pellworm und um 6.40 und 8.40 Uhr ab Nordstrand aus.

Heftiger Sturm in Niedersachsen: Betrieb bei der Bahn weiterhin teilweise eingestellt

Update vom Dienstag, 7. Januar, 6:35 Uhr: Auch am Dienstagmorgen sind die Spuren des Sturms über Niedersachsen weiterhin spürbar. Noch bis voraussichtlich 8 Uhr bleiben einige Strecken bei der Nordwestbahn außer Betrieb. Laut deutschem Wetterdienst wird sich die Sturmlage im Laufe des Tages abschwächen. Während zu Beginn des Tages noch mit Sturmböen gerechnet werden muss, sind am Nachmittag nur noch vereinzelt Windböen zu erwarten.

Heftiger Sturm in Niedersachsen: Bahn stellt teilweise Betrieb ein – Autofahrer von Baum getroffen

Update vom Montag, 6. Januar, 21.30 Uhr: Die Bahnstörungen dauern auf unbestimmte Zeit an. Die Nordwestbahn gab auf ihrer Seite mit Stand 21:30 Uhr an, dass manche Verbindungen noch bis Dienstag ausfallen werden bzw. bis unbekannt.

Update vom Montag, 6. Januar, 21.00 Uhr: Ein 60-Jähriger ist bei Elsfleth in der Wesermarsch bei einem Sturm durch einen umstürzenden Baum lebensgefährlich verletzt worden. Der Baum traf den Mann am Kopf, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer war aus Richtung Brake kommend auf der Bundesstraße 212 unterwegs gewesen, als ein Baum auf die Motorhaube stürzte. Der 60-Jährige hielt an, stieg aus und wurde von einem weiteren umstürzenden Baum erfasst. Der Mann wurde nach dem Unfall am Montagnachmittag in ein Krankenhaus gebracht. Unverletzt blieben drei weitere Erwachsene und ein Kind, die im Auto saßen.

Update vom Montag, 6. Januar, 18.30 Uhr: Der Wintersturm fegt immer stärker über Niedersachsen. Die Nordwestbahn meldet auf ihrer Website: „Aufgrund von Sturm und Unwetterschäden können aktuell die Züge im gesamten Gebiet der NordWestBahn nicht verkehren. Alle Züge fahren den nächsten Bahnhof an und bleiben zunächst dort stehen. Ein Busnotverkehr soll aktuell organisiert und kann bisher nur teilweise gestellt werden.

Nordwestbahn stellt Betrieb ein

RB 58: Es fährt jeweils ein Bus von Osnabrück nach Bremen und von Bremen nach Osnabrück.
RB 59: Ein Bus pendelt zwischen Esens und Wilhelmshaven.
RE 18: Zwei Busse pendeln zwischen Oldenburg und Osnabrück. Ein Bus pendelt (ab 20 Uhr) zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven.
RB 58 von Osnabrück Hbf (ab 18:24) nach Bremen Hbf (an 20:38) fällt am 06.01.2025 von Osnabrück Hbf (ab 18:24) bis Bramsche (an 18:41) aus. Grund: Wetterbedingte Störungen Ein Schienenersatzverkehr kann leider nicht eingerichtet werden.

Erstmeldung vom Montag, 6. Januar, 12 Uhr Hannover/Cuxhaven – Noch vor wenigen Stunden dominierten Schnee, Eis und Glätte das Wettergeschehen in Niedersachsen. Die Polizei verzeichnete Dutzende Unfälle am Wochenende. Es bestand sogar die Frage, ob in Schulen in Niedersachsen der Unterricht ausfällt. Wintersportler freuten sich dagegen über bis zu 10 Zentimeter Neuschnee im Harz.

Für Montag, 6. Januar, warnt der Deutsche Wetterdienst DWD nun vor einer neuen gefährlichen Wetterlage. Für den Tag sind Orkan und Sturm vorausgesagt. So kann es etwa an der Nordsee bereits bei Tagesanbruch zu stürmischen Böen von bis zu 70 km/h kommen.

Unwetter-Alarm in Niedersachsen: Deutscher Wetterdienst warnt vor Orkan und schweren Gewittern

Ab dem Nachmittag soll es dann noch heftiger werden. An der See nimmt die Windstärke zu, der Sturm kann bis zu 95 km/h schnell werden, wovon auch das angrenzende Binnenland betroffen sein soll. Dort sind auch orkanartige Böen von bis zu 110 km/h möglich, warnt der DWD.

Aber auch den restlichen Teilen Niedersachsens steht ein stürmischer Tag bevor. Sturmböen von bis zu 85 km/h sind möglich. In frei stehenden Lagen können diese noch stärker ausfallen. Dazu droht in der Nacht zu Dienstag Unwetter: An der Nordsee in Niedersachsen ziehen schwere Gewitter auf, die teils von Graupel und Orkanböen begleitet werden.

Unwetter rollt auf Niedersachsen zu: Fährverkehr zu Nordsee-Inseln eingestellt

Aufgrund starker Winde mussten einige Fährverbindungen zu verschiedenen ostfriesischen Inseln gestrichen werden. Die Deutsche Bahn, die durch eine Tochtergesellschaft den Fährverkehr zur Insel Wangerooge betreibt, hat zwei Verbindungen abgesagt, wie aus Online-Informationen hervorgeht. Auch zwischen Bensersiel und Langeoog sowie im Fährverkehr nach Spiekeroog wurden Fahrplanänderungen vorgenommen.

Trotz des Sturms sehen Experten keine Gefahr einer Sturmflut, hauptsächlich aufgrund der südlichen bis südwestlichen Windrichtung. Der Sturmflutwarndienst des niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz rechnete am Vormittag im Norden, im Landkreis Aurich, mit etwas niedrigeren Wasserständen als gewöhnlich beim Nachmittagshochwasser und nur mit leicht erhöhten Wasserständen beim Hochwasser in der Nacht zum Dienstag.

Erst am Abend und in der Nacht zu Dienstag soll sich das Wetter allmählich beruhigen, berichten die Experten vom Wetterdienst. Der Wind lässt nach und der Dienstag zeigt sich nur noch an der See stürmisch. Im Binnenland sind einzelne Regenschauer vorhergesagt, die sich auch mit Graupel und Schnee vermischen können. Ähnlich sieht es auch für den Mittwoch, 8. Januar, aus.

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