VonFabian Hartmannschließen
In diesen Tagen wird es auf den Straßen im Norden voll. Neben Großveranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft und dem Hurricane-Festival steht auch der Ferienbeginn an.
Bremen – Auch wenn sich das Wetter noch wenig sommerlich gezeigt hat, steht mit den Sommerferien für viele die schönste Zeit des Jahres bevor. Am 24. Juni beginnen sie nicht nur in Bremen, sondern auch in Niedersachsen. Damit gehören die beiden Bundesländer zu den ersten, die in die sommerliche Hauptsaison starten. Hamburg (18. Juli) und Schleswig-Holstein (22. Juli) sind etwas später an der Reihe.
Wer sich in den kommenden Tagen zu einem der vielen begehrten Urlaubsziele im Norden auf den Weg macht, sollte dennoch gut vorbereitet sein – auch auf Verzögerunen und Staus. Auf den Straßen im Norden könnte es nämlich schon jetzt richtig voll werden. Davor warnt nun auch der ADAC in einer Pressemitteilung. Denn neben dem Ferienbeginn dürften in diesen Tagen die Fußball-Europameisterschaft und das Hurricane-Festival in Scheeßel für ein hohes Verkehrsaufkommen im Norden sorgen.
ADAC erwartet Staus und Verzögerungen auf den Straßen im Norden – wann ist es am schlimmsten?
Zwar erwartet der ADAC aktuell noch nicht die allergrößten Schwierigkeiten, mit sehr viel Verkehr sei allerdings am Wochenende vom 27. und 28 Juli zu rechnen. „Denn zu diesem Zeitpunkt sind in ganz Deutschland die Schulen zu“, sagt Nils Linge, Pressesprecher ADAC Weser-Ems, gegenüber Buten und Binnen.
Grund für potenzielle Engpässe auf den Autobahnen im Norden sind dem Automobil-Club zufolge Baustellen „auf den wichtigsten Transitrouten A1 und A7“, wie es in der Pressemitteilung des Automobil-Clubs heißt. Hauptsächliche Stautage im Norden sind laut ADAC die Wochenenden vom 21. Juni bis zum 4. August, jeweils zwischen Freitag und Sonntag. Wer es verhindern kann, an Wochenendtagen mit dem Auto durch den Norden zu reisen, dem rät der ADAC, stattdessen auf einen Tag innerhalb der Woche auszuweichen – am besten sei dienstags oder mittwochs.
Wer nicht ausweichen kann, solle bestenfalls außerhalb der verkehrsreichsten Tageszeiten fahren – am ehesten „freitags am Vormittag oder erst in den Abendstunden, samstags ganz früh oder ab dem Nachmittag und sonntags frühmorgens oder spätabends.“ Kritisch sind dem Automobil-Club zufolge immer die Zeitpunkte, an denen Urlauber und Pendler gleichzeitig unterwegs sind. Etwas Erleichterung sei jedoch durch das Lkw-Ferienfahrverbot zu erwarten, das bis Ende August immer samstags von 7 bis 20 Uhr gilt.
Welche Strecken sind am stärksten von Stau und Verzögerungen betroffen?
Betriebsam wird es im Norden laut ADAC vor allem in den Ballungsräumen rund um die großen Städte Bremen, Hamburg, Hannover, Osnabrück, sowie überall dort, wo es ohnehin schon Baustellen gibt. Dazu listet der ADAC besondere Gefahrenherde für Staus in einer Aufsicht auf. Zu ihnen gehören unter anderem:
Die A1 zwischen Bremen und Osnabrück
- In beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Groß Ippener und Wildeshausen-Nord.
- In beiden Richtungen, zwischen den Anschlussstellen Bramsche und Vechta.
- In beiden Richtungen, zwischen Dreieck Ahlhorner Heide und Anschlussstelle Cloppenburg.
Die A2 zwischen Hannover und Braunschweig
- In beiden Richtungen, Kreuz Hannover-Buchholz, Verbindungsfahrbahn gesperrt Richtung A37 Hannover.
Die A7 zwischen Hannover und Kassel
- In beiden Richtungen, Brückenarbeiten in Höhe Hildesheim.
- In beiden Richtungen, zwischen Dreieck Drammetal und Anschlussstelle Hann. Münden-Hedemünden.
Die A7 zwischen Hamburg und Hannover
- In beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Dorfmark und Soltau-Ost.
- In beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Egestorf und Garlstorf.
- Zwischen der Raststätte Seevetal und dem Horster Dreieck.
Zehntausende Besucher des Hurricane-Festivals sorgen für volle Straßen
Zudem sind aktuell Zehntausende Musikfans auf dem Weg nach Scheeßel, rund 60 Kilometer östlich von Bremen. Dort findet am Wochenende das Hurricane-Festival 2024 statt, zudem auch in diesem Jahr wieder rund 80.000 Besucher erwartet werden. Die Hauptanreisetage zum Festival sind dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) zufolge traditionell Donnerstag und Freitag.
Die Festival-Veranstalter raten den Besuchern, mit dem Zug anzureisen, da sich das Festivalgelände in nur rund 15 Minuten fußläufig vom Bahnhof Scheeßel erreichen lässt. Mit Auto oder Wohnmobil sollten Besucher allerdings Zeit einplanen. Auch mahnen die Veranstalter, die Verkehrslage im Blick zu behalten. „Bitte folgt der Beschilderung und nicht eurem Navi! Wir haben bereits die optimalen Anreisewege ausgetüftelt“, rät der Veranstalter außerdem. Detaillierte Anreise-Informationen sind zudem auf der Homepage des Hurricane-Festivals einsehbar.
EM-Spiel in Hamburger dürfte erhöht Verkehrsaufkommen im Norden weiter
Hinzu kommt am Samstagnachmittag noch das EM-Spiel zwischen Georgien und Tschechien im Hamburger Volksparkstadion. Obwohl die Verkehrslage beim Spiel zwischen den Niederlanden und Polen am Sonntag laut Polizei verhältnismäßig ruhig blieb, wie 24hamburg.de berichtete, dürfte der An- und Abreiseverkehr nun für zusätzliche Staus und volle Nahverkehrszüge sorgen.
„Freitagnachmittag und den ganzen Samstag über wird es rund um Hamburg zu Verkehrsproblemen kommen. Wer eine Fahrt vermeiden kann, zum Beispiel um zum Shoppen in die Innenstadt zu fahren, sollte sich das überlegen“, rät ADAC-Pressesprechr Linge Autofahrern im Norden weiter. Von einer Entspannung geht der ADAC dann ab Sonntag aus. (fh)
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