VonMichael Krügerschließen
Der Beachclub Strandgold startet am Rotenburger Weichelsee in seine dritte Wintersaison. Ein aufgestocktes Programm bis in den Februar hinein soll die Besucher ins festlich dekorierte neue Zelt locken. Und auch der große Plan für das Seeufer nimmt Formen an.
Rotenburg – Das Strandgold-Schild muss noch an den Zaun, die Weihnachtstanne daneben. Und der Lichterbogen? Direkt am Eingang oder davor? Malte Janßen ist sich nicht ganz sicher und bittet den Reporter um Dekorationshilfe. Dabei schaut das, was der Beachclub-Geschäftsführer mit seinem Team für die Wintersaison am Rotenburger Weichelsee-Strand herrichtet, doch schon sehr einladend aus. Ein bisschen was ist noch zu tun, aber das wird schon: Am Freitagabend steigt ab 18 Uhr unter dem Motto „AnGlühen“ die große Eröffnungsparty mit der Cover-Liveband Turbulenzen und DJ Checa auf der Bühne. Schon ab 16 Uhr gehen die Türen auf.
Noch länger, noch mehr Programm, und alles noch etwas komfortabler. Was vor drei Jahren als Versuch gestartet und sich schon zur Premierensaison als Erfolg herausgestellt hat, wird nun auf gut vier Monate ausgedehnt. Der „WinterZauberStrand“ findet allerdings nicht mehr unter einem Planenzelt, sondern mehr oder weniger in einer festen Location statt: Mehr als 600 Quadratmeter Platz bietet das massive Zelt am Weichelsee-Ufer. Vom klassischen Schützenfestzelt mit Holzfußboden und Plastikwänden ist dabei nicht mehr viel zu sehen. 60 Kubikmeter Holzhackschnitzel bieten einen gemütlichen Untergrund, die Wände und Decken sind dekoriert, das Zelt mit einer großen Glasfront zum See hin offen. Nach einem Sommer, der nach Angaben von Janßens Geschäftsführerkollegen Roland Nielebock „super“ gelaufen ist und dank EM-Übertragungen und guter Wetterlage immer wieder Highlights hatte, soll nun das Winterprogramm die Gäste locken.
Das Oktoberfest vor ein paar Wochen war schon mal ein kleiner Härtetest für das neue Zelt. Mehr als 400 Leute hätten da zünftig gefeiert, „der Samstag war bombastisch“, so Barchef Hinnerk Bollmann. Den Frühschoppen am Sonntag habe man jedoch abgeblasen. „Wir zahlen viel Lehrgeld“, sagt Janßen offen. Immer wieder probiere man Sachen aus, schaue, was in Rotenburg läuft. Der kleine Weihnachtsmarkt im ersten Winterjahr, der Oktoberfest-Frühschoppen: zwei Beispiele für Sachen, die nicht liefen. Dann werde eben was anderes probiert. Das Oktoberfest jedenfalls sei auch für die fünfte Strandgold-Saison 2025 wieder eingeplant – dann vermutlich auch mit einem zweiten Partyabend.
Party für Rettungskräfte
Der „WinterZauberStrand“ bietet fast an jedem Wochenende und auch wochentags Programmpunkte. After-Work-Partys, Bingo, Kohlpartys, Live- und DJ-Musik: Donnerstags bis sonntags ist immer geöffnet, auch an den Feiertagen. Erstmals wird es im Strandgold eine Silvesterparty mit Büfett und Feuerwerk geben. 89 Euro kostet der Eintritt zur „BangBoomBang“-Party inklusive Getränken, ab 0.30 Uhr können Nachtschwärmer für 14 Euro Eintritt so mitfeiern. „Der Vorverkauf läuft gut an“, freut sich Nielebock. Darüber hinaus schielen spezielle Partys auf Zielgruppen: Am Sonntag, 1. Dezember, wird es ab 15 Uhr eine „KinderWinterDisco“ mit DJ Toddy geben, am 30. November sind beim „WinterBlaulichtStrand“ insbesondere die Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen, Krankenhaus, der Polizei, THW und Feuerwehr sowie Rettungsdienst und DRK angesprochen. Für die gab es auch in Rotenburg viele Jahre eine spezielle Party, das Strandgold-Team lässt dieses Event aufleben.
Querelen der Anfangszeit mit den Nachbarn, die sich über zu viel Krach beschwert haben, gibt es nicht mehr. An diesem Donnerstag sind die Anwohner ins Festzelt geladen zu einem kleinen Umtrunk, um sich den neuen „WinterZauberStrand“ anzuschauen. Das Zelt schlucke nicht nur deutlich mehr laute Musik, auch die Technik habe man nochmal angepasst, sagt Nielebock.
Insgesamt freuen sich die Beachclub-Betreiber über steigende Aufmerksamkeit – wollen aber weiter dran arbeiten. Im Sommer habe es nahezu jedes Wochenende Firmenfeiern gegeben, viele seien erstmals im Strandgold gewesen, kannten den Weichelsee nur aus früheren Jahren. „Zu 99 Prozent gehen die Leute mit einem Wow-Effekt nach Hause“, ist Janßen überzeugt. „Positiv erschrocken“ seien sie, was in Rotenburg möglich sei. Und das soll bekanntermaßen ausgebaut werden. Investor Nielebock plant weiter am Abriss des alten „Strandhouse“-Gebäudes nebenan, dort soll wie mit der Stadt vereinbart ein festes Gebäude als Eventlocation entstehen. Die Zeichnungen dafür seien zu 80 Prozent fertig, derzeit liefen mit den Banken Finanzierungsgespräche. Überdimensioniert denke man allerdings nicht, das habe sich über die Jahre relativiert. Nielebock: „Wir brauchen keinen Saal für 500 Leute.“ Wohl aber sei es weiter das Ziel, einen Platz zu bieten für kleine und größere Gesellschaften, für Feste und andere Gelegenheiten direkt am Weichelsee-Ufer.
Der Standort entwickle sich auch dank der Hilfe der Stadt – zuletzt wurden einige Wege neu gepflastert – stetig weiter. Nielebock ist überzeugt: „Es gibt nichts Besseres im näheren Umfeld.“
Infos
Der „WinterZauberStrand“ ist donnerstags bis sonntags geöffnet. Im Normalprogramm geht es am Donnerstag und Freitag um 16 Uhr los, am Samstag um 14 und am Sonntag um 13 Uhr. Es gibt ein wechselndes Programm, im Januar und Februar stehen fünf Kohlpartys an. Die Plätze dafür sind nahezu ausgebucht bereits. Zum Ende der Wintersaison soll es noch ein besonderes Finale geben, Was das sein wird, verraten die Organisatoren noch nicht. Aktuelle Infos zu Veranstaltungen und Öffnungszeiten über die Social-Media-Kanäle des Strandgolds auf Facebook und Instagram.


