- VonJörg Beuningschließen
Marvin K. Hoffmannschließen
In dem einen Fall wurde eine Seniorin in Hamm gefesselt und ausgeraubt. In dem anderen ist eine Frau ums Leben gekommen. Für beide Taten soll ein 49-Jähriger verantwortlich sein.
Hamm – Eine 76 Jahre alte Frau ist am Mittwoch, 8. Mai, tot in ihrer Wohnung an der Kamener Straße in Hamm-Wiescherhöfen aufgefunden worden. Sie ist offenbar Opfer eines brutalen Raubmordes, der bereits einige Tage zurückliegen dürfte. Die Tatzeit ist noch Bestand der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Verletzungen am Hals deuten darauf hin, dass die Frau erwürgt worden ist. Einen dringend Tatverdächtigen haben die Beamten festgenommen.
49-Jähriger aus Hamm soll eine Frau erwürgt – und eine andere gefesselt haben
Tatverdächtig ist ein 49 Jahre alter Mann aus Hamm. Er soll auch für den Raubüberfall am 25. April, ebenfalls in Wiescherhöfen unweit des anderen Tatortes, verantwortlich sein. Dabei war eine 82-Jährige in ihrer Wohnung überfallen worden. Den mutmaßlichen Täter – er stammt aus der Nachbarschaft der beiden Frauen – hatte die Polizei bereits seit einigen Tagen im Visier.
„Der 49-jährige Beschuldigte, ein in Hamm wohnender deutscher Staatsangehöriger, wurde am Mittwochabend von Beamten des Polizeipräsidiums Hamm im Bereich der Kamener Straße in Hamm vorläufig festgenommen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dortmund sowie den Polizeipräsidien Dortmund und Hamm.
Festnahme und Fund des Leichnams lagen zeitlich offenbar ganz dicht beisammen. Die Polizei war im Vorfeld von Angehörigen der Verstorbenen alarmiert worden. „Die Obduktion hat ergeben, dass die Geschädigte vor mehreren Tagen infolge massiver Gewalt gegen ihren Hals verstorben ist“, heißt es in der Mitteilung vom 9. Mai.
Festgenommener Mann aus Hamm habe Tat schon eingeräumt
„Der Festgenommene ist auch der Tat zum Nachteil der 76 Jahre alt gewordenen Frau dringend verdächtig. Er hat seine Täterschaft nach seiner Festnahme wegen der Tat vom 25. April 2024 eingeräumt“, erklären Staatsanwaltschaft und Polizei. Der Beschuldigte wird nun umgehend dem Haftrichter vorgeführt. Ihm soll zum einen der Haftbefehl wegen der Tat vom 25. April verkündet werden, heißt es. Außerdem habe die Staatsanwaltschaft den Erlass eines weiteren Haftbefehls wegen des Verdachts des Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge beantragt.
„Die Angehörigen der verstorbenen 76 Jahre alten Frau wurden und werden von Beamten des Polizeipräsidiums Hamm, die im Bereich Opferschutz besonders geschult sind, betreut“, erklärt der Staatsanwalt abschließend.
