VonPeter Siebenschließen
Monatelang besetzten Hunderte Klimaaktivisten Lützerath. Das Dorf soll abgerissen werden, damit RWE die Kohle darunter fördern kann. Andere Dörfer wurden in letzter Minute verschont – doch jetzt wohnt kaum noch jemand dort.
Köln – Auf den ersten Blick wirkt alles ganz normal, aber dann merkt man schnell: An vielen Häusern bröckelt der Putz, Hauswände sind von Efeu überwuchert und es ist viel zu ruhig. Man denkt wahlweise an Dornröschenschlaf oder einen Endzeitfilm, wenn man durch Orte wie Unterwestrich oder Keyenberg schlendert. Die Dörfer im Rheinischen Braunkohlerevier bei Lützerath standen lange auf der Abrissliste des Energiekonzerns RWE und hätten dem Tagebau Garzweiler weichen sollen. Doch jetzt bleiben die Tagebaudörfer überraschend stehen. Viele der Einwohner sind inzwischen aber längst weggezogen und ganze Straßenzüge sind verlassen.
Rubriklistenbild: © Peter Sieben









