Adenauerallee-Baustelle: Wie es weiter geht, wann der Blitzer kommt
VonMarkus Hanneken
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Noch sieht die Baustelle auf der Adenauerallee in Hamm vielerorts ziemlich wild aus. Doch es geht voran, und es gibt sowohl ein Zieldatum als auch Blitzer-News.
Hamm - Seit Ende September 2022 lähmt die Großbaustelle auf der Adenauerallee den Verkehrsfluss in alle vier Himmelsrichtungen der Großstadt Hamm. Wenige Monate zuvor war dort eine lange Tempo-30-Zone abgesteckt worden. Diese wird auch über die für Ende 2023 geplante Fertigstellung hinaus Bestand haben. Zwei moderne Blitzsäulen sollen Autofahrer und andere dann rund um die Uhr mäßigen.
Bis dahin ist aber noch einiges zu tun, wird die Einbahnstraßenführung noch mehrfach verlegt.
In den vergangenen Wochen haben die Bauarbeiter der Firma Heckmann weiter an der südlichen Fahrbahn - Teil des ersten Bauabschnitts im westlichen Bereich - gearbeitet. Voraussichtlich in der kommenden Woche werde dort die neue Asphaltdeckschicht aufgebracht, erklärt Stadtsprecher Tom Herberg auf Nachfrage.
Baustelle Adenauerallee: das passiert dort
Aktuell werde außerdem weiter an den Nebenanlagen auf der Südseite gearbeitet. Das betreffe den Bereich der künftigen Querungshilfe zwischen Nordringpark und Chattanoogaplatz (vormals Schleusenplatz), die Rampe auf Höhe der Fußgängerampel vor dem Haupteingang zum Gymnasium Hammonense sowie die östlich davon gelegene Bushaltestelle.
Im zweiten - östlichen - Bauabschnitt wurden Kanalbauarbeiten für den Lippeverband ausgeführt. Derzeit werden ein Regenwasserkanal für die Straßenentwässerung sowie der Ablaufkanal des Nordringparks mit Anschluss an den Rothebachkanal neu erstellt. Spaziergänger und Radler im Nordringpark sind seit längerer Zeit mit Absperrgittern konfrontiert - nun wissen sie, warum.
In Kürze wird Herberg zufolge im zweiten Bauabschnitt die nördliche Fahrbahn provisorisch wieder hergestellt. Damit könne der Verkehr auf die Nordseite umgelegt werden, um weitere Arbeiten auf der Südseite zu ermöglichen.
„Entsprechende Witterung vorausgesetzt“ rechnet die Stadt mit der Fertigstellung der Kanal- und Straßenbauarbeiten im zweiten Bauabschnitt der Adenauerallee bis Ende 2023. Auf der nördlichen Fahrbahnseite wird es dann parallel zur Kanalkante einen durchgehenden breiten Rad- und Fußweg geben. Das Zieldatum war im Mai bereits kommuniziert worden. Ab Anfang 2024 steht ein größerer Umbau der Fährstraße an - was wiederum zu mehr Verkehr auf der Adenauerallee führen wird.
Tempo 30 auf der Adenauerallee wird künftig mittels Blitzsäulen kontrolliert. Eine davon ist die hier abgebildete am Allee-Center, die folglich wenige hunderte Meter versetzt wird.
Die rund 300 Meter lange Tempo-30-Zone mit einer Fußgängerampel und der neuen Querung wird künftig von zwei Blitzsäulen flankiert, ergänzte Herberg die aktuellen Baustellen-Informationen. Also eine pro Fahrtrichtung. Bislang war von einer Säule die Rede gewesen.
Die Aufstellung werde in Angriff genommen, sobald ein konkretes Ende der Baumaßnahmen absehbar ist und der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen könne. Dann würden zunächst die Stromanschlüsse fertiggestellt, ehe im Anschluss die Aufstellung und Inbetriebnahme der Säulen passiere.
In Fahrtrichtung Westen soll die Säule kurz vor der Fußgängerquerung aufgestellt und in Richtung Osten kurz vor Ende des Tempo-30-Bereichs. Die Säule vom Allee-Center wird umgesetzt und die zweite Säule kommt von der Richard-Wagner-Straße (Fahrtrichtung Werler Straße), die wegen dort laufender Baumaßnahme vor einigen Monaten abgebaut worden war. Eine neue Säule werde somit nicht angeschafft, betont Herberg.
Auch auf der Kamener Straße im Umfeld der neuen Caritas-Kita „Sara“ wurde die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Etliche Autofahrer wurden davon schon kalt erwischt.