„Kräftiger Schwall Polarluft“: Wetter bringt Schnee und Glätte
VonMarvin K. Hoffmann
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Ein „kräftiger Schwall Polarluft“ sorgt nicht gerade für gutes Wetter in Deutschland. Selbst in Nordrhein-Westfalen ist mit Schnee und Glätte zu rechnen.
Hamm – Der April ist dieses Jahr in Deutschland besonders kalt und nass. Zwar gab es schon die ersten Frühlingstage, von der anfänglichen Sonnenwärme ist aber nicht mehr viel übrig. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt klar: „Nordrhein-Westfalen verbleibt vorerst unter Tiefdruckeinfluss im Zustrom kühler Meeresluft.“ Tief im Westen, wo die Sonne versinkt, ist sie also weiterhin kaum zu sehen. Die Wetter-Vorhersage stellt stattdessen sogar Schnee und Glätte in Aussicht.
„Kräftiger Schwall Polarluft“: Wetter bringt Schnee und Glätte
Das Tiefdruckgebiet sogar dabei für dieses unbeständige Wetter. Mal ist kurz die Sonne doch zu sehen, dann gibt es plötzlich wieder schauerartige Regenfälle. Nur auf eines scheint aktuell Verlass zu sein: Die Temperaturen bleiben niedrig. Auch zum Ende der Woche ist keine Besserung in Sicht. „Nach Durchzug des Tiefs strömt zum Wochenende ein neuer kräftiger Schwall Polarluft nach Deutschland“, schreibt der DWD.
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Für Deutschland ist sogar Neuschnee angekündigt. Wer die Winterjacke bereits in der hinteren Ecke des Kleiderschranks verstaut hat, sollte sie angesichts des bevorstehenden Wetters vielleicht wieder hervorkramen.
Auch in Nordrhein-Westfalen soll es kühler werden bzw. bleiben. Die Prognose des DWD lässt keine Zweifel aufkommen: „In der Nacht zum Samstag Schauer, dabei im Bergland allmählich absinkende Schneefallgrenze auf etwa 400 bis 500 Meter. Vor allem in Lagen oberhalb 600 Meter Glättegefahr. Bei stärkeren oder wiederholten Schneeschauern örtlich bis zu drei Zentimeter Neuschnee.“
Wetter-Prognose für Nordrhein-Westfalen am Wochenende
Am Freitag, 19. April, soll es schon damit losgehen. „Heute Mittag bedeckt und häufig teils schauerartig verstärkter Regen, in Hochlagen zunächst noch als Schnee und entsprechender Glätte. Am Nachmittag von Norden örtlich Auflockerungen und Übergang in Schauer und einzelne Graupelgewitter“, teilt der DWD mit. Dann soll ein Temperaturanstieg auf 9 bis 12 Grad anstehen, allerdings mit „starken Böen“ und „kräftigeren Schauern“ sowie Gewittern. Gemütlich ist anders.
Am Samstag, 20. April, zeichnet sich ein ähnliches Bild. Da soll es dann „stark bewölkt mit Schauern oder gebietsweise schauerartigem Regen“ sein, in „Hochlagen teils mit Schnee vermischt“. Vereinzelte Graupelgewitter seien ebenfalls nicht ausgeschlossen. „Höchstwerte bei 8 bis 12 Grad, in Hochlagen um 5 Grad“, so der DWD. Auch am Folgetag sieht es nicht rosiger aus.
„In der Nacht zum Sonntag weiter wechselnd bis stark bewölkt und gebietsweise schauerartig verstärkter Regen, im höheren Bergland Schnee mit entsprechender Glätte, in Hochlagen auch ein paar Zentimeter Neuschnee möglich“, erklärt der Wetterdienst. Die Tiefsttemperatur soll zwischen 4 und 0 Grad liegen, in höheren Lagen sogar zwischen 0 und -2 Grad. Stellweise soll es auch am Sonntag Frost in Bodennähe geben.
Also eher Glühwein auf der Couch statt Aperol auf dem Balkon? Sieht ganz danach aus. Das Wetter im April ist und bleibt vorerst keines für Sonnenanbeter.