Umwelt- und Naturschutz

„Eine wunderschöne Ecke“: Neue Tafeln für Jahres-Bäume im Arboretum

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Das Arboretum in Hamm-Norden zeigt die Vielfalt der Natur. Die vielen verschiedenen Bäume in der kleinen Parkanlage haben jetzt neue Hinweistafeln bekommen. Auch Jugendliche legten Hand an.

Hamm – Ein grünes Kleinod am Rande dichter Wohnbebauung: Im Arboretum neben der Kirche Maria Königin im Hammer Norden (Stadtbezirk Bockum-Hövel) wachsen rund 40 verschiedene Bäume. Jetzt haben die meisten von ihnen neue Namensschilder bekommen, von Jugendlichen sorgsam gefertigt.

Stefan Louis (von links, Stadt Hamm), Ortsheimatpfleger Franz Josef Nordhaus und Janina Strunk (Caritas-Jugendwerkstatt) präsentieren die neue Beschilderung. Die Holzpfosten wurden noch auf 1,20 Meter gestutzt.

Vor rund 25 Jahren wurden die ersten Bäume auf der Fläche an der Dr. Voßhage-Straße, Ecke Pfarrer-Erich-Büscher-Weg gepflanzt – allesamt „Bäume des Jahres“. Regelmäßig kommen weitere hinzu, zuletzt – im Juli – war es unter anderem die Echte Mehlbeere. Mittlerweile ist ein kleines Wäldchen entstanden, durch das man wie durch einen botanischen Garten schreitet, voller Bewunderung für die Vielfalt der Natur.

Übersicht mit den Namen der Paten

Jeder Baum hat einen Paten. „Das kann ein Verein sein, eine Gruppe oder eine Einzelperson“, sagt Franz Josef Nordhaus, Ortsheimatpfleger für die Nordenfeldmark. Seine Aufgabe sei es, stets neue Paten zu finden, die sich für eine vergleichsweise geringe Spende an die Caritas-Jugendwerkstatt einen „Baum des Jahres“ aussuchen könnten. In der Einrichtung würden dann die passenden Schilder gefertigt.

Viele der bis dato aufgestellten hölzernen Hinweistafeln waren allerdings verwittert. Und so schmiedeten Nordhaus und Jugendwerkstatt zusammen mit dem dritten Akteur im Bunde, der Stadt Hamm, den Plan, die Erklär-Bretter zu erneuern. Am Dienstag, 26. August, wurden die neuen Exemplare angebracht, 35 Stück.

Die Hinweistafeln sind laut Schreinerin Janina Strunk, Werkanleiterin bei der Caritas, aus Lärche gefertigt („Nadelholz ist witterungsbeständiger als Eiche“). Sie wurden an 1,20 Meter hohen Holzpfosten angebracht und kommen einheitlich daher: mit eingebranntem Artennamen und dem Jahr, in dem der Baum zum „Baum des Jahres“ gekürt wurde. Die Namen der Paten stehen nicht mehr drauf. Sie können einer Liste entnommen werden, die samt Übersichtsplan in einem Schaukasten am Eingang zur Sorauer Straße hängt.

Moorbirke bereitet Probleme

Das Arboretum zu schaffen, sei eine „sehr schöne Idee“ gewesen, sagt Ortsheimatpfleger Nordhaus. Sie stamme von Günter Bachtrop, dem früheren Bezirksvorsteher Bockum-Hövels, betont er. Bachtrop habe auch die einst im Stadtbezirk beheimatete Jugendwerkstatt sowie die Verwaltung für das Projekt ins Boot geholt. Letztere komme für den Ankauf der Bäume auf, ihre Anpflanzung und die Pflege.

Stefan Louis, Sachbearbeiter im Tiefbau- und Grünflächenamt, freut sich über das besondere Neben- und Miteinander so vieler Baumarten und das weitere Wachsen des Nordener Wäldchens. Er denkt darüber nach, die Fläche demnächst in den Sommermonaten intensiver zu bewässern. Anlass ist die Moorbirke. „Wir müssen sie zum zweiten Mal nachpflanzen, weil sie uns wieder vertrocknet ist.“ Vor allem im ablaufenden August habe es kaum geregnet.

Ein Spielplatz für den Nachwuchs

Auch Waldbirne und Wacholder, Robinie und Rosskastanie sowie Silberweide und Ginkgo sind im Arboretum zu finden. Nordhaus spaziert stets mit Begeisterung von Stamm zu Stamm, von Schild zu Schild – und er beobachtet, wie auch andere Menschen die Natur an diesem Ort genießen, darunter Kinder. Dem Nachwuchs steht im Schatten der Bäume ein Spielplatz zur Verfügung, die Eltern können sich auf Sitzbänken niederlassen.

Laut Nordhaus ist im Arboretum Platz für bis zu 100 Bäume, große wie kleine. „Das ist hier eine wunderschöne Ecke“, schwärmt er. Das Projekt fördere überdies den Gemeinschaftssinn im Stadtteil Norden.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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