VonSebastian Schulzschließen
Die Mubea-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Attendorn reagiert auf die schwache Konjunktur: 300 Stellen sollen an den Standorten in Deutschland gestrichen werden.
Attendorn - Die Automobilindustrie befindet sich in einer Krise - das wird derzeit nicht zuletzt durch die Probleme beim Autokonzern Volkswagen deutlich. Längst sind die Auswirkungen auch bei den Automobilzulieferern in Südwestfalen angekommen. Die Unternehmensgruppe Muhr und Bender, kurz Mubea, erklärt nun in einer Pressemitteilung, dass 300 Stellen an den Standorten in Deutschland abgebaut werden müssen.
Firma Mubea mit Hauptsitz in Attendorn plant Stellenabbau: 300 Mitarbeiter betroffen
„Eine Kombination aus sinkendem Verbrauchervertrauen, Rezession und Inflation sowie Unsicherheiten bei neuen Antriebstechnologien haben die Situation in den letzten Monaten zunehmend verschärft. Die aktuelle Marktsituation wird sich auch in den Jahren 2025/26 fortsetzen“, heißt es in der Pressemitteilung, die an diesem Mittwoch an die Medien verschickt worden ist.
Auf die Folgen dieser Marktsituation müsse man reagieren. Eine „Reduzierung der Personalstärke“ sei erforderlich, wie es in der Pressemitteilung heißt. Die Rede ist von 300 Stellen, die bis Ende 2025 in Deutschland abgebaut werden sollen. Hier in Deutschland betreibt die Unternehmensgruppe insgesamt acht der 54 Standorte, die sich über den ganzen Erdball verteilen. 5000 Stellen sind es laut Mitteilung insgesamt an den deutschen Mubea-Standorten. Inwieweit der Hauptstandort in Attendorn mit seinen rund 1400 Mitarbeitern betroffen sein wird, bleibt abzuwarten.
Das Unternehmen erklärt, dass gemeinsam ein sozialverträgliches Programm für den Stellenabbau erarbeitet werden soll. Dafür befinde sich die Geschäftsleitung bereits in Gesprächen mit dem Betriebsrat.
„Diese Entscheidung ist notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Stabilität der Mubea Unternehmensgruppe in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld zu sichern“, wird Dr. Thomas Muhr, Geschäftsführender Gesellschafter der Muhr und Bender KG, in der Mitteilung abschließend zitiert.
Zuletzt waren die Entwicklungen bei der Firma Mubea deutlich positiver. Mit großen Investitionen in der Luftfahrbranche oder auch im Bereich der autonomen Drohnenlieferungen war klar, dass sich das Unternehmen für die Zukunft breiter aufstellt. Da der Leichtbauspezialist aber weiterhin viele Teile auch für den Automobilbereich herstellt, schlägt die konjunkturell schwache Lage derzeit durch.
Inzwischen haben sich auch Betriebsrat und Gewerkschaft gegenüber sauerlandkurier.de zum geplanten Stellenabbau bei Mubea geäußert.
