VonMarkus Hannekenschließen
Heimat auf der Haut: Nicht nur WA-Reporter Peter Körtling hat sich ein Tattoo mit einem Hamm-Motiv stechen lassen. Auch auf anderen Körpern prangen solcherlei besondere Heimatmotive. Wir zeigen hier einige davon.
Hamm - Die Rückmeldungen auf unseren Tattoo-Aufruf vom 16. September 2022 waren zwar nicht besonders zahlreich, sie zeigen aber: Es gibt durchaus Menschen in oder aus Hamm, die stolz ein Motiv - teils sogar mehrere - ihrer Heimatstadt auf der Haut tragen. Wie versprochen, wollen wir Ihnen die eingesandten Bilder und die zugehörigen Informationen nicht vorenthalten. (Sie wollen auch dabei sein? Dann kicken Sie doch auf diesen Link!)
Die 21-jährige Sophie hat sich den Hammerkopfturm der Zeche Heinrich Robert zusammen mit dem Ausruf „Hömma!“ aufs Schulterblatt stechen lassen (Bild oben). Passend dazu ließ sie sich mit dem Original im Hintergrund fotografieren („Ich mag es ganz gerne, da der Bezug so klar wird“). Sie sei stolz darauf, aus dem Ruhrgebiet zu kommen und habe zu dem Turm eine tiefe Verbindung - und zwar diese:
„Im Rahmen eines Schulprojekts habe ich das Motiv im Kunstunterricht selbst gezeichnet und schlussendlich am 11. Februar 2020 bei ‚Carlos Kunst und Kommerz‘, mittlerweile auch bekannt als ‚37 Grad‘, auf der Wilhelmstraße stechen lassen. Ich möchte nie vergessen, wo ich herkomme, und damals wusste ich noch nicht wo mich mein Weg so hinführt. Ich bin stolz, meine Heimat immer bei mir zu haben.
Ganz begeistert von der WA-Aktion äußert sich der 42-jährige Heiko. Sein Tattoo auf dem Oberarm zeigt das Stadtgebiet samt seiner Grenzen in Stein-Optik sowie die Wappen der Stadt Hamm und von Heessen. Die römische Zahl 21 stehe „für die 21 Jahre, die ich in Hamm wohnen durfte“. Wörtlich erklärt er seine Motivwahl so:
„Ich habe 21 Jahre in Heessen gewohnt und musste unsere Heimat leider im Jahr 2004 aus beruflichen Gründen verlassen. Die Begeisterung für unsere Stadt ist aber geblieben. Ich habe mir das Tattoo 2019 im Tattoo-Studio ‚Magic Moon' in Erkelenz stechen lassen. Es ist eins meiner liebsten Tattoos und wird mich lebenslang mit meiner Heimat verbinden‘“
Auch Alexander wohnt zwar nicht mehr in Hamm, zeigt die Verbundenheit zur Heimatstadt aber über sein Bein-Tattoo. „Der Leuchtturm und das Pelkumer Wappen verbindet die neue Heimat (Ostfriesland) mit der alten Heimat (Hamm-Pelkum)“, schreibt der 35-Jährige mit „lieben Grüße aus dem Norden“.
Wie unser Reporter Peter hat sich auch Angélique ihr Tattoo „vor ein paar Monaten“ von Toby im Studio „Strassenfarbe“ stechen lassen. Der 39-Jährigen wurde dabei ein besonderer Graffiti-Wunsch erfüllt, wie sie erklärt: „Ich hab damals gefragt, ob Toby mir die ‚590‘ nicht Girly-mäßig machen kann, und dann hat er sie so umgewandelt.“ Das Motiv ziert nun ihr Bein oberhalb des Fußes. Die „590“ steht natürlich für die ersten drei Ziffern der Hammer Postleitzahlen.
Typische Hammer Wahrzeichen haben sich Christopher und Christian für ihre tollen Tattoos ausgesucht. Der 35-jährige Christopher trägt eine Kombination aus den Wassertürmen und dem Hamm-Wappen auf dem Bein. Der 40-jährige Christian hat sich für den Unterarm und den Glaselefanten plus „590“ entschieden. „Mein Mann hat sich im August dieses Tattoo stechen lassen, der Arm wird nächsten Monat noch weiter gestochen, Thema war ‚Meine Heimat‘“, erklärt Ehefrau Silvana.
Der 56-jährige Martin zeigt seine Leidenschaft für das Kohlerevier auf dem rechten Unterarm. Das große Motiv des Förderturms Schacht 5 der Zeche Radbod hat er mit dem „Glück-Auf“-Gruß der Kumpel ergänzt.
Gleich fünf Motivfotos von ein und demselben Bein („alle älter“) bekam die Redaktion von einem Leser aus Hamm, der anonym bleiben möchte. Eines davon zeigt den kultigen Isenbeck-Reiter. Hier sind sie alle:
Wo sind die Hamm-Tattoos...?
Sie haben auch ein Tattoo mit einem Motiv mit eindeutigem Bezug zu Hamm? Und möchten es nun auch hier zeigen? Dann machen Sie doch ein Foto davon und mailen es uns unter Nennung Ihres Vornamens und Ihres Alters an umfrage@wa.de, Betreff „Mein Hamm Tattoo“.
Das geht auch, wenn Sie selbst nicht zu erkennen sein möchten: Beschränken Sie das Foto dann einfach auf das Motiv und schreiben Sie gegebenenfalls dazu, dass Sie anonym bleiben wollen.
Wenn Sie möchten, ergänzen Sie Ihre Nachricht gern um eine kurze Begründung für eben diese Tattoo-Wahl sowie wann und wo es gestochen wurde.
Wir sammeln Ihre Zuschriften und werden sie schon bald gebündelt auf wa.de sowie ausgewählt in der Zeitung veröffentlichen. (han)









