Ausflugsziele

Altes Schiffshebewerk fasziniert bis heute – mitten in NRW

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Das Schiffshebewerk Henrichenburg auf dem Dortmund-Ems-Kanal war mal ein wichtiger Aufzug für Schiffe. Heute ist das Hebewerk ein spektakuläres Ausflugsziel.

Waltrop – Seit mehr als 120 Jahren thront der preußische Adler über dem Dortmund-Ems-Kanal. Dort ist er an den Türmen des Schiffshebewerks Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen in NRW) zu sehen. Einst war der Aufzug sogar in Benutzung und hatte eine wichtige Funktion. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel mit Wasserspielplatz und Schiffstouren. Weitere Ausflugsziele im Ruhrgebiet sind die schönen Altstädte Kettwig und Hattingen.

Das Schiffshebewerk Henrichenburg

Adresse: Am Hebewerk 26, 45731 Waltrop

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr (Letzter Einlass: 17:30 Uhr)

Tickets: Erwachsene 5 Euro, Ermäßigungen 2,50 Euro und Kinder sowie Jugendliche bis 17 Jahren erhalten freien Eintritt

Schiffshebewerk Henrichenburg dient als 14 Meter hoher Aufzug für Schiffe

Zwar liegt das Schiffshebewerk Henrichenburg am Dortmund-Ems-Kanal seit vielen Jahrzehnten still. Allerdings ist der Schiffsaufzug noch immer ein absoluter Hingucker. (Archivbild)

Am Dortmund-Ems-Kanal ist das Schiffshebewerk Henrichenburg das größte Bauwerk. Der stählerne Aufzug für Schiffe misst insgesamt 14 Meter, berichtet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Beim Bau des Hebewerks im Jahr 1899 galt dieses als erstes ausgeführtes Mehrschwimmer-Schiffshebewerk weltweit. Dadurch wurde der Dortmunder Hafen an das Westdeutsche Kanalnetz angeschlossen. Insgesamt misst das Schiffshebewerk eine Länge von 68 Metern und eine Breite von 8,50 Meter. Zwar war der Aufzug lediglich 60 Jahre in Betrieb. Allerdings können Besucherinnen und Besucher heute darauf eine Erkundungstour starten.

Schiffshebewerk Henrichenburg
Länge: 68 Meter
Höhe: 14 Meter
Breite: 8,50 Meter

Heute können Besucher die Stahlkonstruktion des Schiffshebewerk Henrichenburg besteigen

Beim Bau des Hebewerks im Jahr 1899 wurde der Dortmunder Hafen an das Westdeutsche Kanalnetz angeschlossen. (Archivbild)

Wer hinauf auf die Brücke zwischen den beiden Oberhaupttürmen möchte, gelangt über eine Treppe dorthin. Hier haben Besucherinnen und Besucher einen weitläufigen Blick auf die Stahlkonstruktion und die Kanallandschaft bei Waltrop. An der Frontseite des Oberhaupts ist das Wappen Preußens angebracht, mit den Reichsinsignien Krone, Zepter und Reichsapfel. Außerdem stehen die verschlungenen Buchstaben für Friedrich I., den ersten König von Preußen. Seitlich sind die Wappen der Provinzen Westfalen und Hannover zu sehen, die der Dortmund-Ems-Kanal durchzieht.

Neben dem Schiffshebewerk gibt auch die historische Maschinenhalle Aufschluss über den Bau der Wasserstraße und das Hebewerk. Hier findet man auch eine einzigartige Sammlung schwimmender Arbeitsgeräte und historische Schiffe, die im Vorhafen des Hebewerks liegen. Unter anderem erfährt man, wie eine Binnenschifferfamilie vor 50 Jahren gelebt und gearbeitet hat. Zudem gibt es vor Ort auch verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen.

Anfahrt zum Schiffshebewerk Henrichenburg

Wer mit dem Auto anreisen möchte, erreicht das Schiffshebewerk über die A2 (Oberhausen – Hannover). Dort einfach an der Anschlussstelle Castrop-Rauxel/Henrichenburg abfahren. Danach ist das Schiffshebewerk mit Wegweisern ausgeschildert.

Mit Bus und Bahn ist die Zielhaltestelle „Datteln/Wittener Straße“. Von dort sind es circa zehn Minuten zu Fuß. Ab Dortmund Hbf kann man dafür beispielsweise die U41 bis Brambauer Verkehrshof nutzen und dann in einen Bus der Linie 284/231 (über Waltrop) steigen. Dann bis zur Haltestelle „Datteln/Wittener Straße“. Ab Recklinghausen Hbf fährt der Bus 231 direkt bis zur entsprechenden Haltestelle. Vom Castrop-Rauxel Hbf fahren Busse der Linie SB22 bis „Datteln/Wittener Straße“. (cj)

Rubriklistenbild: © Rupert Oberhäuser/ IMAGO

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