Insolvenz

Räumungsverkauf läuft: Kodi-Filiale wohl bald geschlossen

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Die Kodi-Filiale in Lüdenscheid schließt. Momentan ist Räumungsverkauf. Aber die Investoren-Gespräche sind noch nicht beendet.

Lüdenscheid – Das ging schnell: Die Schaufensterscheiben der Lüdenscheider Kodi-Filiale an der Wilhelmstraße 14 in der Innenstadt sind inzwischen mit Plakaten „Wir schließen diese Filiale“ beklebt: „Alles muss raus.“ Von Haushaltswaren bis Bürobedarf wird die Fläche nun geräumt. Während der Kodi-Standort also Geschichte ist, könnte es irgendwie aber doch noch weitergehen. Denn nach wie vor, so hieß es auf Nachfrage, liefen Gespräche mit Investoren, die Interesse an den 80 nicht übernommenen Standorten hätten.

Räumungsverkauf: Kodi-Filiale soll schließen

Die Kodi Diskontläden GmbH mit Sitz in Oberhausen befindet sich nach einem Schutzschirmantrag in einem Sanierungsverfahren (wie berichtet). Im Zuge der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung wurden, so hatte es geheißen, zwar 150 Filialen von einem Investoren-Konsortium übernommen. Doch für 80 weitere Filialen fiel die Einschätzung über eine Zukunftsfähigkeit an ihren jeweiligen Standorten negativ aus. Darunter war auch das Geschäft in Lüdenscheid.

Räumungsverkauf: Die Kodi-Filiale an der Wilhelmstraße schließt.

Zwar laufen auch für diese Filialen noch Gespräche mit potenziellen Investoren. Doch sie würden, wenn, dann nicht als Kodi-Filialen weitergeführt. Daher will ein Unternehmenssprecher nicht von einem endgültigen Aus sprechen: „Für die 80 Filialen, die nicht von den neuen Investoren von Kodi übernommen werden – also auch nicht unter der Marke Kodi weitergeführt werden – laufen derzeit Verhandlungen mit anderen Investoren.“ Das werde auch „noch einige Zeit dauern“. 

Kodi-Filiale: So geht‘s weiter

Zum weiteren Vorgehen hieß es jetzt zunächst einmal, dass der Abverkauf vorhandener Ware für etwa zwei Monate laufen werde. Insgesamt etwa 480 Beschäftigten in den Schließungsfilialen sowie weiteren 40 Beschäftigten in der Zentrale müsse zeitnah die Kündigung ausgesprochen werden. Durchschnittlich habe jede Kodi-Filiale etwa fünf bis sechs Beschäftigte.

Das Unternehmen hatte mehrere Gründe für die akute Krise angeführt, die zu dem Schutzschirmantrag geführt hatte. Die Kaufzurückhaltung sei deutlich gewesen und habe zu starkem Umsatzverlust geführt. Eine harte Wettbewerbssituation sowie deutlich gestiegene Kosten (Energie, Transport, Werbung) taten ein Übriges.  

Rubriklistenbild: © Susanne Kornau

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