VonSusanne Kornauschließen
Im Sanierungsprozess laufen die Verhandlungen mit den Investoren noch. Das Unternehmen Kodi äußert sich nun zur Zukunft der Lüdenscheider Filiale.
Lüdenscheid - Putzmittel, Wäscheklammern, Kunstblumen oder Stifte aller Art – auch diese Sortimente sind längst nicht mehr krisenfest. Deshalb beantragte die Kodi Diskontläden GmbH mit Sitz in Oberhausen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das wurde zum 1. März eröffnet. Wie es mit der Lüdenscheider Filiale an der Wilhelmstraße 14 im Zuge des Sanierungsverfahrens nun weitergeht, ist noch unklar. Sie gehört jedenfalls nicht zu denen, die von einem Investorenkonsortium übernommen werde.
Kodi-Insolvenz: Unternehmen äußert sich zur Zukunft der Lüdenscheider Filiale
Zwar hätten die Restrukturierer eine grundsätzliche Einigung mit einem Konsortium zur Übernahme von 150 Filialen mit rund 1200 Beschäftigten erzielt. Aber auf Nachfrage teilte ein Unternehmenssprecher nun Näheres mit: „Nach jetzigem Stand müssen 80 Filialen leider geschlossen werden. In diesen startet für etwa zwei Monate zeitnah der Abverkauf vorhandener Ware. Etwa 480 Beschäftigten in den Schließungsfilialen sowie weiteren 40 Beschäftigten in der Zentrale muss zeitnah die Kündigung ausgesprochen werden.“
Kaufkraftzurückhaltung, Umsatzeinbruch, Kostensteigerung
Es liefen allerdings, auch das betonte der Sprecher, für alle 80 Filialen, die nicht von dem Investoren-Konsortium übernommen würden, noch Investorengespräche – auch für die Lüdenscheider. Die Übernahme weiterer Filialen und deren Beschäftigten durch verschiedene Interessenten werde „intensiv verhandelt“. Ob Lüdenscheid unter den Standorten ist, für die es eine Zukunft geben könnte, lasse sich derzeit noch nicht sagen, heißt es.
Die Gründe für den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung seien vielfältig gewesen, heißt es zu den Hintergründen. Verwiesen wird auf deutliche Kaufzurückhaltung und Umsatzverluste, gepaart mit hartem Wettbewerb und deutlich gestiegenen Kosten, etwa für Energie, Fracht und Werbung.
Das Traditionsunternehmen Gerhardi sucht derweil weiter einen Investor. Die Produktion läuft, die Belegschaft ist informiert – ein Abschluss im April wäre ideal, ist aber noch offen.
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