VonMaximilian Gangschließen
Die A42 wird zwischen Essen und Bottrop noch für mehrere Monate gesperrt bleiben. An einer Brücke über den Rhein-Herne-Kanal wurden erhebliche Schäden festgestellt.
Update vom 27. Dezember, 11:52 Uhr: Noch bis zum Frühjahr bleibt die A42 zwischen Bottrop und Essen in beiden Richtungen wegen Brückenschäden gesperrt. Die Sperrung der wichtigen Ost-West-Verbindung durch das Ruhrgebiet alarmiert jetzt auch die Politik. Am 17. Januar ist daher eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses im Landtag geplant, berichtet die dpa. Das hatte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) angeregt. An der Sitzung sollen auch Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, der zuständigen Autobahn GmbH, der Bezirksregierung Münster und des Landesbetriebs Straßen.NRW teilnehmen. Es soll wohl in erster Linie um die Belastung der Ausweichstrecken gehen.
Die A42 ist zwischen Essen und Bottrop bereits seit Mitte Dezember gesperrt. An der A42-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal waren bei einer Analyse schwere Schäden entdeckt worden. Die Autobahn GmbH hofft, dass der Abschnitt im Frühjahr zumindest für Autos wieder freigegeben werden kann. Unklar ist allerdings, ob je wieder Lastwagen über die Brücke werden fahren können. „Die Situation ist eine Katastrophe für die Region“, sagte der Verkehrsexperte der oppositionellen SPD-Landtagsfraktion, Gordan Dudas.
Die betroffene Brücke ist bereits 53 Jahre alt und eigentlich nicht für die Belastung von rund 85.000 Fahrzeugen täglich ausgelegt. Daher steht sie schon seit Jahren unter besonderer Beobachtung. Ein Neubau der Brücke ist bereits geplant, wird aber noch mehrere Jahre dauern.
A42-Sperrung zwischen Essen und Bottrop wird um Monate verlängert
[Erstmeldung vom 20. Dezember] Essen/Bottrop – Eine echte Hiobsbotschaft für Autofahrer im Ruhrgebiet: Die A42-Sperrung zwischen Bottrop und Essen sollte eigentlich bereits am 16. Dezember enden. Doch bei einer Untersuchung haben die Verantwortlichen der Autobahn GmbH schwerwiegende Schäden an einer Autobahnbrücke über den Rhein-Herne-Kanal festgestellt. Deshalb wird die A42-Strecke im Herzen von Nordrhein-Westfalen noch mehrere Monate gesperrt bleiben, wie jetzt die Stadt Essen mitteilte.
Die A42 wird zwischen der Anschlussstelle Bottrop-Süd und dem Kreuz Essen-Nord auf Anordnung der Autobahn GmbH voraussichtlich noch bis Mitte April 2024 voll gesperrt bleiben. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Essen hervor. Die Sperrung gilt bereits seit dem 11. Dezember. Ursächlich sind „Erhaltungsarbeiten“ an der Autobahnbrücke über dem Rhein-Herne-Kanal. Nachdem bei den Arbeiten weitere Schäden entdeckt worden sind, soll das Bauwerk nochmal genauer untersucht werden.
A42 zwischen Bottrop und Essen voll gesperrt: Alle wichtigen Infos im Überblick
- Wo ist die Autobahn gesperrt? Die A42 ist zwischen der Anschlussstelle Bottrop-Süd bis zum Kreuz Essen-Nord in beide Richtungen voll gesperrt.
- Wie lange dauert die Sperrung? Seit dem 11. Dezember (3 Uhr) ist die A42 komplett gesperrt. Statt der geplanten sechs Tage soll die Vollsperrung noch bis Mitte April 2024 dauern.
- Wie wird umgeleitet? Die großräumigen Umleitungen verlaufen über die umliegenden Autobahnen A2 und A40 sowie in Richtung Osten durch das Essener Stadtgebiet.
- Warum wird gesperrt? Die Autobahn GmbH führt „Erhaltungsarbeiten“ an der Rhein-Herne-Kanal-Brücke durch. Da weitere Schäden gefunden wurden, soll nun das gesamte Bauwerk erneut geprüft und bei Bedarf instandgesetzt werden. Parallel werden auch ein elektronisches Monitoring-System für die Erfassung neuer Schäden sowie eine Wiege- und Schrankenanlage zur Kontrolle des Verkehrs aufgebaut.
- Hinweis: Stand vom 20. Dezember 2023 – alle Angaben ohne Gewähr, da kurzfristige Änderungen möglich sind. Quelle: Autobahn GmbH.
A42-Sperrung: Umleitung sorgt für viel Verkehr in Essen
Der Verkehr wird aufgrund der A42-Vollsperrung großräumig über die A2 und A40 umgeleitet. In Richtung Osten führt es Autofahrer aktuell durch das Essener Stadtgebiet, was in den betroffenen Bereichen zu massiven Verkehrsaufkommen führt, wie die Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung mitteilen. Nach einer Abstimmung zwischen der Stadt sowie der Polizei und Feuerwehr aus Essen werden bis Mitte Januar Optimierungsmöglichkeiten an den Umleitungsstrecken geprüft.
Besonders die Kreuzung Vogelheimer Straße/Gladbecker Straße in der Ruhrgebietsstadt rückt nach der Verlängerung der Autobahnsperrung in den Fokus. Diese ist Teil der Umleitung über die Bottroper Straße, den Sulterkamp, die Vogelheimer Straße und die Gladbecker Straße zurück auf die A42. So könnte beispielsweise die Ampelschaltung für die verschiedenen Richtungen oder die Linksabbiegemöglichkeiten angepasst werden.
Die Optimierungsszenarien für den Verkehr im Essener Norden will die Stadtverwaltung mit der Polizei, der Ruhrbahn sowie weiteren, relevanten Akteuren abstimmen. Zudem sollen die Maßnahmen während der A42-Sperrung fortlaufend evaluiert werden, um „zeitnah auf etwaige neue Herausforderungen und Gegebenheiten reagieren zu können“, wie es von der Stadt heißt. (mg)
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