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Die A42-Vollsperrung zwischen Bottrop und Essen wurde überraschend verlängert. Autofahrer müssen wohl noch über mehrere Wochen mit Einschränkungen rechnen.
Update vom 19. Dezember, 11:22 Uhr: Nach etwas Verwirrung um die A42-Sperrung zwischen Bottrop und Essen hat auch die Stadt Essen inzwischen bestätigt, dass die Vollsperrung der Autobahn noch deutlich länger dauern wird. Ursprünglich sollte die Sperrung am 16. Dezember aufgehoben werden. Dann teilte die Stadt Essen mit, dass die Sperrung bis zum 19. Dezember verlängert wurde. Das stellte sich im Nachhinein aber als falsch heraus, wie die Autobahn GmbH bereits am Montag gegenüber Ippen.Media bestätigte.
Die Stadt Essen hat mittlerweile ebenfalls bekannt gegeben, „dass die Vollsperrung bis auf Weiteres bestehen bleiben muss“. Ein konkretes Datum für das Ende der Sperrung gibt es aktuell also nicht.
A42-Sperrung zwischen Bottrop und Essen verlängert
Update vom 18. Dezember, 11:52 Uhr: Hiobsbotschaft für Autofahrer im Ruhrgebiet. Die Vollsperrung der A42 zwischen Bottrop und Essen wurde plötzlich verlängert. Statt der geplanten sechs Tage und einem Ende am 16. Dezember, wird die Strecke im Herzen von NRW noch deutlich länger dicht bleiben. Auf Nachfrage teilte die Autobahn GmbH Westfalen mit, dass die Autobahn über den Rhein-Herne-Kanal noch „einige Wochen“ dicht bleiben könnte. „Aktuell kann kein genauer Termin genannt werden“, sagte ein Sprecher am Montag (18. Dezember).
Das unter anderem von der Stadt Essen genannte Öffnungsdatum am 19. Dezember sei derweil falsch. Bei der Verlängerung habe man einen neuen Termin ins entsprechende Informationssystem eintragen müssen, der sei jedoch willkürlich gewählt worden, so der Sprecher der Autobahn GmbH.
A42 zwischen Bottrop und Essen voll gesperrt: Alle wichtigen Infos im Überblick
- Wo ist die Autobahn gesperrt? Die A42 ist zwischen der Anschlussstelle Bottrop-Süd bis zum Autobahnkreuz Essen-Nord in beide Richtungen voll gesperrt.
- Wie lange dauert die Sperrung? Seit dem 11. Dezember (3 Uhr) ist die komplett gesperrt. Statt der geplanten sechs Tage könnte die Vollsperrung noch „mehrere Wochen“ dauern. Ein genaues Ende ist aber noch nicht bekannt.
- Wie wird umgeleitet? Die großräumigen Umleitungen verlaufen über die umliegenden Autobahnen und sind mit einem roten Punkt ausgeschildert. Genaue Routen stehen weiter unten im Text.
- Warum wird gesperrt? Die Autobahn Westfalen führt „Erhaltungsarbeiten“ an der Rhein-Herne-Kanal-Brücke durch. Da weitere Schäden gefunden wurden, soll nun das gesamte Bauwerk erneut geprüft und bei Bedarf instandgesetzt werden. Parallel werden auch ein elektronisches Monitoring-System für die Erfassung neuer Schäden sowie eine Wiege- und Schrankenanlage zur Kontrolle des Verkehrs aufgebaut.
- Hinweis: Stand vom 18. Dezember 2023 – alle Angaben ohne Gewähr, da kurzfristige Änderungen möglich sind. Quelle: Autobahn GmbH.
A42 im Ruhrgebiet ganze Woche gesperrt – Bottrop warnt Anwohner
Update vom 8. Dezember, 11:30 Uhr: Nach Gesprächen zwischen der Autobahn GmbH und Städten wie Kommunen, sind die Umleitungsstrecken für die A42-Sperrung zwischen Bottrop und Essen beschlossen worden. Entgegen der Befürchtung der Stadt Bottrop führen diese nicht nur das dortige Stadtgebiet, sondern über die umliegenden Autobahnen:
- Umleitung aus Westen kommend: Die Umleitung führt über die A3 beziehungsweise zu der A2 oder A40. Im Nahbereich werden die Fahrzeuge in Fahrtrichtung Oberhausen über die B224 zur A2 und dann zurück über die A516 umgeleitet.
- Umleitung aus Osten kommend: Die Umleitung führt über die A45 zu der A2 oder A40. Im Nahbereich Richtung Dortmund führt die Umleitung ab Bottrop-Süd über Bottroper Straße und Sulterkamp zur B224 und dann nach Essen-Nord.
Anwohnerinnen und Anwohner dürften die A42-Sperrung in Bottrop aber wohl dennoch zu spüren bekommen. „Die Stadt Bottrop rechnet dennoch mit verstärktem Verkehrsaufkommen in dieser Woche [...] aufgrund von Suchverkehr und Ausweichfahrten“, teilte die Verwaltung mit. Deshalb wird appelliert „insbesondere im Süden der Stadt [...] alle Fahrten auf das notwendigste Maß zu beschränken. Erledigungen, oder größere Einkäufe, sollten zuvor getätigt worden sein.“
A42-Brücke tagelang gesperrt: Bottrop warnt vor „weitreichenden Konsequenzen“
Erstmeldung vom 1. Dezember 2023: Bottrop/Essen – Autofahrer im Ruhrgebiet müssen sich kurzfristig auf eine massive Autobahn-Sperrung einstellen. Ab dem 11. Dezember ist die A42 zwischen Bottrop und Essen voraussichtlich für sechs Tage komplett gesperrt. Und das in beide Richtungen. Schuld sind dringend benötigte „Erhaltungsarbeiten“ der A42-Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal. In Bottrop wurde deshalb sogar ein „Ereignisstab“ eingerichtet, „weil dies für die Stadt Bottrop weitreichende Konsequenzen haben wird“, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag (30. November). Aber einige wichtige Fragen sind noch offen.
Mögliche A42-Umleitung durch Bottrop? Stadt befürchtet hohe Belastung durch Autobahnsperrung
Bis auf Startdatum und Dauer ließ die Autobahn GmbH bei der Ankündigung der A42-Sperrung am Donnerstag (30. November) noch einiges offen. Vor allem in Bottrop sorgt das für Unsicherheit. Es sei „derzeit noch völlig unklar, wie sich die Sperrung [bis zum 16. Dezember] auf die Verkehrssituation im Bottroper Stadtgebiet auswirken wird“, teilte die Stadt mit.
Umgeleitet wird der Verkehr laut der Autobahn GmbH über die A3 beziehungsweise die A43 und A45 zur A2 und A40.“Im Nahbereich werden die Fahrzeuge mit dem Roten Punkt in Fahrtrichtung Oberhausen über die B224 zur A2 und dann zurück über die A516 umgeleitet. In Fahrtrichtung Dortmund führt die Umleitung ab Bottrop-Süd über Bottroper Straße und Sulterkamp zur B224 und dann nach Essen-Nord“, so die Autobahn GmbH.
Zuletzt hatte es Unklarheiten gegeben, wie die täglich 85.000 Fahrzeuge, darunter ganze 14.000 Lkws, die über die A42-Brücke am Rhein-Herne-Kanal-Brücke fahren, geleitet werden sollen. Bereits eine Woche früher wird die A33 bei Paderborn ebenfalls in beide Richtung gesperrt.
Bottrop: Folgen der A42-Sperrung frühestens am 4. Dezember absehbar
Am Freitag (1. Dezember) hat sich der Ereignisstab zur A42-Sperrung das erste Mal getroffen. Dabei haben Vertreter der Stadtverwaltung, Polizei und Vestische einen Fragenkatalog erstellt. Dieser soll am Montag (4. Dezember) der Autobahn GmbH übergeben werden. Die Stadt geht davon aus, dass nach diesem Termin auch die „wesentlichen Fragen“ geklärt und „kommuniziert werden können.“
Zwischen Bottrop und Essen: Darum wurde die A42-Sperrung so kurzfristig angekündigt
In den letzten Wochen hat die Autobahn GmbH routinemäßige Prüfungen der A42-Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal durchgeführt. „Verkehrssicherheit hat für die Autobahn GmbH des Bundes oberste Priorität. Deshalb wird die Rhein-Herne-Kanal-Brücke im Zuge der A42 zwischen Bottrop und Essen engmaschig überwacht“, teilte die Autobahn GmbH mit. Bei den Kontrollen wurden nun erhebliche Schäden entdeckt, wodurch die Arbeiten möglichst zeitnah angesetzt wurden.
So oder so handelt es sich bei den Reparaturen nur um eine kurzfristige Lösung. Denn es wird derzeit bereits der Neubau der A42-Brücke geplant. Im Zuge dessen soll die Autobahn zwischen Bottrop und Essen auch auf sechs Spuren erweitert werden. Wann der Bau startet und wie lange die Arbeiten dauern werden, ist aktuell noch nicht bekannt. Autofahrer in der Region müssen sich wohl noch länger immer wieder auf Einschränkungen über der A42-Brücke gefasst machen. (os)
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