Orkanartige Böen möglich

Sturm-Warnung für NRW gilt auch am Freitag – gefährlicher Einsatz am Drachenfels

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Sturmtief Joshua am 23. Oktober 2025: In Düsseldorf fiel ein 50 Meter hoher Baum um.
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Ein Sturmtief wütete in NRW. Bäume stürzten um, Bahnstrecken wurden gesperrt. Am Drachenfels verirrte sich während des Sturms ein Wanderer. Er drohte abzustürzen.

Update vom 24. Oktober, 6.08 Uhr: Nordrhein-Westfalen ist am Donnerstag noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Sturmtief Joshua sorgte mit seinen teils heftigen Windböen überwiegend für umgestürzte Bäume, die Feuerwehr hatte mancherorts gut zu tun. In Düsseldorf riss es einen rund 50 Meter hohen Baum samt Wurzelwerk aus dem Boden. Dieser begrub neun geparkte Autos unter sich. „Durch die Wucht des Umfallens wurden drei Fenster der auf der anderen Straßenseite befindlichen Wohnbebauung beschädigt“, schildert die Feuerwehr. Glück im Unglück: Es gab keine Verletzten. Das große Chaos im Bahnverkehr blieb in NRW am Donnerstag aus.

Einen gänzlich anderen Einsatz bewältigte am Donnerstag die Feuerwehr Königswinter. Hier war zwar der Sturm nicht ursächlich, er machte das Unterfangen allerdings deutlich kritischer. Am Drachenfels hatte sich ein Wanderer im Steilhang verirrt. „Der Mann befand sich in absturzgefährdeter Lage, als er den Notruf wählte“, schildert die Feuerwehr. Der genaue Standort sei zunächst unbekannt gewesen, bei eintretender Dunkelheit habe man den Mann im Gebüsch nicht gefunden. Über Handy konnten die Einsatzkräfte schließlich Kontakt zu ihm herstellen. „Letztlich wurden speziell geschulte Kräfte der Sondereinheit Absturzsicherung über 30 Meter zum Mann abgeseilt“, heißt es in einer Mitteilung. Für die Feuerwehrkräfte waren die starken Windböen eine zusätzliche Herausforderung. Der Sturm machte den Einsatz im Wald gefährlich. Am Ende konnte der Mann sicher zum Besucherplateau geführt werden.

Am Freitagmorgen warnt der DWD lediglich noch für Teile des Sauerlandes und Niederrheins sowie für das Münsterland und Ostwestfalen vor Sturmböen. Im Rest von NRW erwarten die Meteorologen Windböen bis zu 60 km/h. Für die Nordseeküste sagt der DWD am Morgen Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde voraus. Bereits in der Nacht schlugen die Wellen an den Küstenstädten höher und setzten dort Teile der Promenade unter Wasser. 

Update vom 23. Oktober, 20.28 Uhr: Sturmböen haben am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt und zahlreiche Bäume zu Fall gebracht. Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die Nacht zum Freitag weiterhin unruhige Wetterverhältnisse an, sprach jedoch von „allerdings langsam abflauendem Wind“. Personenschäden wurden bis zum Abend nicht gemeldet.

Besonders der Schienenverkehr litt unter den Auswirkungen des Unwetters. Nach Informationen der Deutschen Bahn mussten mehrere Regionalverbindungen ihren Betrieb vorübergehend einstellen oder fuhren nur eingeschränkt. Die Bahngesellschaft arbeitete mit Hochdruck an der Beseitigung der Hindernisse - mit Erfolg: Ein Großteil der Störungen konnte noch am selben Abend behoben werden.

Bahnstrecken in NRW wegen Sturm gesperrt

Zu den betroffenen Strecken zählte die Regionallinie RE42, die Mönchengladbach mit Münster verbindet und eine wichtige Verbindung zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet darstellt. Hier normalisierte sich die Lage bereits am frühen Abend wieder, nachdem umgestürzte Bäume von den Gleisen entfernt worden waren.

In Köln rückte die Feuerwehr aus, um einen Baum zu beseitigen, der auf ein Wohnhaus gefallen war. In Gelsenkirchen blockierte ein umgestürzter Baum eine Straße und behinderte den Verkehrsfluss. Die Aufräumarbeiten liefen in beiden Städten zügig an.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill mit mehr als 180 km/h über Deutschland hinweg. Auf dem Kindelsberg bei Kreuztal wurden Windgeschwindigkeiten bis 205 km/h gemessen. Elf Menschen starben in Folge des Orkans, sechs davon in NRW. Die Opfer kamen bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Wäldern ums Leben. Denn Kyrill richtete Schäden in Milliardenhöhe an. In NRW wurde vor allem in den Wäldern im Sauerland und Siegerland (Foto) die Kraft des Orkans deutlich.  © Bernd Thissen/dpa
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Nach Angaben der NRW-Landesregierung belief sich der Schaden im Wald auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Dieses Foto wurde in Meinerzhagen im Sauerland aufgenommen. © IMAGO/imageBROKER/Heinz-Dieter Falkens
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
An Pfingsten 2014 überzog das Sturmtief Ela vor allem Nordrhein-Westfalen. Es traten in einem Streifen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet Böen bis Orkanstärke auf, die zusammen mit einem großen Gewitterkomplex auftraten. © IMAGO / blickwinkel
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Am 9. Juni (Pfingstmontag) kamen zwischen 20 und 23 Uhr in Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld insgesamt sechs Menschen ums Leben. In ganz NRW gab es über 60 Verletzte, 30 davon schwer. Bei der Deutschen Bahn waren die Schäden nach eigenen Angaben deutlich stärker als bei Kyrill. Ein Festival in Essen musste evakuiert werden.  © IMAGO / Jochen Tack
Orkan "Friederike" hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens gewütet.
Wieder zu Todesopfern kam es im Jahr 2018 beim Orkan Friederike. NRW war am 18. Januar das erste und auch am stärksten betroffene Bundesland. In Emmerich wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Lippstadt starb ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall, in Sundern ein Feuerwehrmann im Einsatz. In Duisburg wurde Sirenenalarm ausgelöst.  © Arnulf Stoffel/dpa
Entwurzelte Bäume liegen in Bochum im Weitmarer Holz. Der Sturm Friederike hatte die Bäume entwurzelt.
Die Bevölkerung sollte sichere Räume aufsuchen. Auch die Wälder wurden wieder stark zerstört, wie hier in Bochum im Weitmarer Holz. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Erde im Flussbett des Rheins ist aufgrund der Dürre ausgetrocknet und aufgerissen.
Das Jahr 2018 war laut Deutschem Wetterdienst das bis dato wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vom April bis in den Oktober war es in Deutschland außergewöhnlich trocken und heiß. Selbst am 13. Oktober wurden in Tönisvorst in NRW noch 28,6 Grad erreicht. © Christophe Gateau/dpa
Biggesee Biggetalsperre der Pegel Wasserstand hat nach den letzten trockenen Monaten stark abgenommen
Flächendeckend wurden neue Rekorde aufgestellt. In 9 der 15 größten deutschen Flüsse herrschte sehr lange extremes Niedrigwasser. © IMAGO / Rene Traut
Schnee-Chaos auf A2 in NRW
Im Februar 2021, mitten im Corona-Lockdown, wurde NRW regelrecht eingeschneit. Zudem sanken die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Auf der A2 bei Bielefeld war der Verkehr in der Nacht im Schnee-Chaos zum Stillstand gekommen. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten bei klirrender Kälte die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Rund um Bielefeld bildeten sich zwischenzeitlich mehr als 70 Kilometer Stau. © Festim Beqiri
Februar 2021: Rodeln am Kaiserberg in Duisburg
Selbst im Ruhrgebiet fiel so viel Schnee, dass gerodelt werden konnte – wie hier am Kaiserberg in Duisburg. © IMAGO / Funke Foto Services
Verwüstung und Tote: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in NRW
Die Jahrhundertflut im Sommer 2021 forderte in NRW 49 Todesopfer. Es gab zudem Dutzende Verletzte, unzählige Menschen wurden traumatisiert und verloren alles. Die Schäden werden auf 13 Milliarden Euro geschätzt. Es gab historische Höchststände bei den Flüssen und Bächen in NRW.  © David Young/dpa
Flut im Sommer 2021 in Hagen, 14. Juli
Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und auch eine Justizvollzugsanstalt mussten geräumt werden. Gemessen an der Opferzahl war das Hochwasser 2021 die schwerste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut im Jahr 1962. © IMAGO / Kirchner-Media
14.07.2021, Hagen, Deutschland, - PKW schwimmt in den Sturzfluten
Zunächst hatte es Hagen und das Sauerland getroffen. ©  IMAGO / Marius Schwarz
Flutkatastrophe, NRW, Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel
Danach den Kreis Euskirchen. ©  IMAGO / Xinhua
Flut 2021: In Erftstadt-Blessem (NRW) sind Häuser massiv unterspült worden und einige eingestürzt oder in eine nahe Kiesgrube gestürzt.
Und Erftstadt, insbesondere die Ortschaft Blessem. ©  IMAGO / Future Image
Eine Kirche in Lippstadt-Hellinghausen ist durch den Tornado abdeckt worden. Der komplette Turmhelm wurde herunter gerissen.
Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, vollkommen zerstörte Autos: Gleich drei Tornados fegten im Mai 2022 durch NRW. In Lippstadt waren binnen Minuten Teile der Innenstadt verwüstet. An einer Kirche stürzte der gesamte Dachstuhl des Turms in die Tiefe. Kurz darauf traf ein zweiter Tornado auf Paderborn. Er war noch verheerender als der erste. Es gab 43 Verletzte. Ein dritter Tornado fegte an diesem Tag durch Höxter.  © Daniel Schröder
Dürre Sommer 2022 Rhein Düsseldorf
Der Sommer 2022 war in Europa erschreckend trocken. Es war überdurchschnittlich warm, und es gab unterdurchschnittliche Regenmengen. Es war zudem der heißeste Sommer in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. In NRW wurden am 19. Juli Temperaturen über 38 Grad gemessen. In einigen Regionen fielen die Pegel von Gewässern auf sehr niedrige Werte ab. Am 16. August fiel der Pegelstand des Rheins in Emmerich erstmals auf null und lag zwischenzeitlich noch darunter.  © Federico Gambarini/dpa
Mai 2024: Tornado über Hagen richtet Schäden an
Im Mai 2024 richtet ein Tornado in Hagen enorme Schäden an. Der Wirbelsturm feht am Nachmittag über die Stadt hinweg, deckt Dächer ab und entwurzelt Bäume. © IMAGO/EinsatzReport24

Update vom 23. Oktober, 19.07 Uhr: In Nordrhein-Westfalen hat der vom Deutschen Wetterdienst prognostizierte Sturm am Nachmittag erste Auswirkungen auf den Bahnverkehr gezeigt. Nach Informationen der Deutschen Bahn stürzte ein Baum auf die Gleise zwischen Nottuln und Münster, was zu erheblichen Störungen auf der Regionalexpresslinie RE42 führte.

Die betroffene Verbindung von Mönchengladbach nach Münster musste vorübergehend eingeschränkt werden. Reisende zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet mussten mit Verzögerungen rechnen. Die wichtige Pendlerstrecke, die unter anderem durch Dülmen, Haltern und Recklinghausen führt, konnte jedoch bereits am frühen Abend wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Warnungen des Deutschen Wetterdienstes

Der Sturm hatte zuvor für Warnungen des Deutschen Wetterdienstes gesorgt. Die Deutsche Bahn reagierte mit schnellen Aufräumarbeiten auf den Zwischenfall, sodass die Einschränkungen auf der vielbefahrenen Strecke nur wenige Stunden andauerten.

Update vom 23. Oktober, 18.01 Uhr: Zwischen Soest und Werl musste die Bahnstrecke gesperrt werden, vermeldete zuginfo.nrw um 16.47 Uhr: „Die Strecke zwischen Soest und Werl ist gesperrt. Noch keine Infos zur Dauer. Der Grund dafür ist ein Baum auf der Strecke. Die Regionalbahnen aus Richtung Unna enden und beginnen in Werl. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Werl und Soest. Kurzfristig kann es zu Änderungen im Zuglauf kommen. Bitte prüfen Sie Ihre Reiseverbindung kurz vor Abfahrt des Zuges“, hieß es.

Ein Sturmtief trifft am 23. Oktober 2025 auf NRW.

Update vom 23. Oktober, 17.22 Uhr: Nicht nur Spaziergänger, sondern gerade auch Autofahrer sollten wegen des Sturms besonders gut aufpassen. Auf der A1 Dortmund Richtung Köln ist es zwischen Kreuz Wuppertal-Nord und Wuppertal-Ronsdorf am Nachmittag zu einem fast zehn Kilometer langen Stau gekommen. Der Grund: Die Feuerwehr musste einen Baum zersägen und nur ein Fahrstreifen war frei. Ob der Sturm ursächlich war, dass der Baum umgekippt ist, ist zwar unklar. Trotzdem gilt: Aufpassen, es kann zu gefährlichen Situationen kommen.

Bahnhofvorplatz zum Teil abgesperrt

Update vom 23. Oktober, 16.37 Uhr: Der Sturm in NRW hat für einen besonderen Einsatz der Feuerwehr in Dortmund gesorgt. Direkt am Hauptbahnhof hat sich ein riesiges Werbebanner gelöst.

Der Sturm hat am Dortmunder Hauptbahnhof das große Werbebanner teilweise losgerissen. Das etwa 12 mal 12 Meter große Plakat flatterte in einer Höhe zwischen 6 und 18 Metern an einem Gebäude und drohte weiter einzureißen. Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort und suchte nach einer Lösung, die Gefahrenstelle zu beseitigen, ohne durch die Sturmböen selbst in Gefahr zu geraten.

Der rechte Teil des Bahnhofsvorplatzes wurde abgesperrt. In diesem Bereich befinden sich ein Taxi-Halteplatz sowie der Zugang von der U-Bahn-Station zum vorderen Teil des Bahnhofs. Die Behörden prüften außerdem, ob auch eine Sperrung der Bahnstrecke erforderlich ist.

Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um ein ehemaliges Bürogebäude der Bahn mit 19 Stockwerken, das seit längerer Zeit leer steht. Aus Sicherheitsgründen müssen nun nicht nur sämtliche Werbebanner, sondern auch die mehrschichtigen Gazen am Gerüst des Gebäudes entfernt werden. Die Arbeiten gestalteten sich aufgrund der anhaltenden Sturmböen und der Höhe besonders schwierig.

Sturm in NRW sorgt für Einsatz – Feuerwehr wegen Werbebanner gefordert

Am Dortmunder Hauptbahnhof hat sich wegen des Sturms am 23. Oktober 2025 ein riesiges Werbebanner losgelöst. Die Feuerwehr ist im Einsatz.
Am Dortmunder Hauptbahnhof hat sich wegen des Sturms am 23. Oktober 2025 ein riesiges Werbebanner losgelöst. Die Feuerwehr ist im Einsatz. ©  Fernandez / News 4 Video-Line TV
Am Dortmunder Hauptbahnhof hat sich wegen des Sturms am 23. Oktober 2025 ein riesiges Werbebanner losgelöst. Die Feuerwehr ist im Einsatz.
Am Dortmunder Hauptbahnhof hat sich wegen des Sturms am 23. Oktober 2025 ein riesiges Werbebanner losgelöst. Die Feuerwehr ist im Einsatz. ©  Fernandez / News 4 Video-Line TV
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[Erstmeldung] Hamm - Sturmtief Joshua sorgt in Deutschland am Donnerstag, 23. Oktober, für den ersten stärkeren Herbststurm in diesem Jahr. Bereits am frühen Morgen traf das Sturmfeld laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auf den Westen. Mancherorts wurde es in NRW urplötzlich stürmisch. Die Meteorologen haben eine amtliche Warnung für das gesamte Bundesland herausgegeben. Außerdem gibt es bei dem Sturmtief eine Besonderheit.

Bis Freitagmorgen warnt der DWD vor Sturmböen in NRW. Diese können laut den Experten eine Windgeschwindigkeit bis zu 80 km/h erreichen. Am Donnerstagnachmittag und -abend sind westlich des Rheins und im höheren Bergland auch schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich, vereinzelt sogar orkanartige Böen. In der Nacht zum Freitag verlagert sich das Sturmfeld laut DWD langsam nach Norden. Dann besteht vor allem im Münsterland und in Teilen von Ostwestfalen die Gefahr von schweren Sturmböen.

Kräftiger Herbststurm in NRW – auch Gewitter möglich

„Bei diesen Windgeschwindigkeiten können die zum Teil noch stark belaubten Bäume umkippen, auch wenn die Böden durch die lange trockene Phase zuvor nicht gut durchgeweicht sind. Darüber hinaus stellen abbrechende Äste eine Gefahr dar. Viele Bäume werden sicherlich auch Teile ihrer derzeit farbenfrohen Blätterpracht verlieren. Um Schäden zu vermeiden, sollten Garten und Balkone besser ‚windfest‘ gemacht werden“, raten die DWD-Experten.

Außerdem muss in NRW am Donnerstag mit einzelnen starken Gewittern gerechnet werden. Diese ziehen von Südwesten her auf, lokal sei Unwetter mit Starkregen möglich, sagen die Meteorologen.

Das Sturmtief Joshua weist laut DWD eine Besonderheit auf: Züge einer sogenannten „Shapiro-Keyser-Zyklone“. „Bei solchen Zyklonen tritt meist ein ,Cold Jet‘ hinter der Kaltfront des Tiefs auf, in dessen Bereich es die stärksten Böen gibt“, erklären die Experten. Seltener gebe es den gefährlichen „Sting-Jet“. „Dabei würde die Windentwicklung noch stärker als derzeit berechnet ausfallen. Die Modelle sind sich aber recht einig, dass sich kein Sting-Jet ausbildet.“

Deutsche Bahn warnt vor Beeinträchtigungen im Zugverkehr

Die Deutsche Bahn hat am Mittwoch eine Mitteilung herausgegeben, in der sie ebenfalls vor dem drohenden Unwetter warnt. „Aufgrund der aktuellen Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes kann es im Fernverkehr der Deutschen Bahn in Nord- und Westdeutschland zu Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit orkanartigen Böen kommen“, heißt es.

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