Nach Baumfällungen und Gehölzarbeiten

Treffpunkt der Drogen-Szene: Stadt will am Nordring aufräumen und bauen

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Ziemlich vermüllt: Die Nordringteiche am Szene-Treff.
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In der Parkanlage kommt jede Menge Unrat zum Vorschein. Die Stadt kündigt eine Sonder-Aufräumaktion und eine weitere Aufwertung des Parks an.

Hamm - Die Sonne bringt es an den Tag – oder besser gesagt: die Heckenschere. Nachdem im Nordringpark kleinere Gehölze zurückgeschnitten wurden, wird der Blick auf eine ordentliche Müllkippe frei. Rund um den Szene-Treffpunkt liegt einiges an den Teichufern, was dort nicht hingehört. Die Stadt will nun aufräumen lassen und plant gleichzeitig weitere Schritte, um die Parkanlage aufzuwerten.

Sorgenkind Szene-Treff

Der Treffpunkt der Drogen-Szene ist seit Jahren ein städtisches Sorgenkind. Die Müllprobleme sind zwar eher ein Nebeneffekt, aber deutlich sichtbar. Kurz vor Beginn der Vegetationszeit war im Park das Unterholz gelichtet worden, außerdem wurden dort und an der Ostenallee einige Bäume gefällt. Unfreiwilliges Ergebnis der Aktion an Nordring: ein freier Blick auf alles, was dort in den vergangenen Monaten im Gebüsch landete.

Die Stadt bestätigt den Eindruck: In der vergangenen Wochen und auch in dieser Woche hätten im Nordringpark umfangreiche Pflege- und Rückschnittsarbeiten stattgefunden, sagte Stadtsprecher Tom Herberg auf Anfrage unserer Zeitung. Im Bereich des Szene-Treffs seien wie immer in dieser Jahreszeit Hecken, Sträucher und Bodendecker zurückgeschnitten und kleinerer Wildwuchs an Bäumen entfernt worden.

Sonderreinigung angekündigt

Nach diesen Pflegeschnitten trete regelmäßig Müll zutage, der vorher unter den Sträuchern „versteckt“ war, so Herberg weiter. Die Stadt habe bereits mit der Fachfirma, die den Bereich mehrmals wöchentlich reinigt, gesprochen und werden in der kommenden Woche eine Sonderreinigung vornehmen lassen, um die Vermüllung vor allem im Bereich der Böschung zum Teich zu beseitigen.

Der Nordringpark war 1924/25 angelegt und mehrmals umgestaltet worden. Die Stadt hatte in den vergangenen Jahren Millionenbeträge in die Parkanlage investiert, um die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger dort zu erhöhen. Der Nordring stellt die Verbindung zwischen Marktplatz und Kanalkante dar. Die neugestaltete Grünanlage mit Spielplatz war 2022 eingeweiht worden.

Museumsstraße wird Fußgängerzone

Während sich vom Nordenwall bereits ein gerader Weg zum Chattanoogaplatz (Ex-Schleusenplatz) an der Kanalkante zieht, fehlt noch der Lückenschluss zwischen Marktplatz und Nordenwall – der Umbau der Museumsstraße. Damit soll Anfang März begonnen werden. Bis zum Jahresende will man Herberg zufolge damit fertig sein.

Die Museumsstraße zweigt an der Adler-Apotheke vom Marktplatz ab, kreuzt die Brüderstraße und mündet am Bürohaus „Nordturm“ (Ex-Gewerkschaftshaus) in den Nordenwall. Jetzt noch für Autos befahrbar, wird sie zur Fußgängerzone. Die Stellplätze vor dem Stadthaus fallen zugunsten von fünf Bäumen weg. Das Pflaster soll dem des Chattanoogaplatzes entsprechen.

Zebrastreifen am Nordenwall

Den Nordenwall soll man an einem Zebrastreifen überqueren können. Der Parkstreifen vor dem Nordturm (aktuell Ersatz-Bushaltestelle) wird zum Grünstreifen mit zwei Bäumen. Fußgängerzone ist künftig auch der Bereich der Museumsstraße zwischen dem öffentlichen Parkplatz auf dem Hans-Böckler-Platz und dem westlich gelegenen privaten Parkplatz. Hier müssen die Zufahrten zur Brüderstraße und zum Nordenwall verlegt werden.

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