VonMaximilian Gangschließen
Für ihren couragierten und engagierten Einsatz kriegen Alltagshelden vergleichsweise wenig Anerkennung. Das Allee-Center in Hamm will das ändern.
Hamm – Wenn man sie dringend braucht, sind sie plötzlich da: Helden. Im ersten Moment denkt man wohl an Figuren aus weltbekannten Blockbustern wie Superman, Wonder Woman oder Captain America. Die realen Helden des Alltags bekommen da weitaus weniger Anerkennung. Diejenigen, die einem nach Schicksalsschlägen Freude schenken oder in einer schweren Lebenssituation selbstlos die Hand reichen. Das Allee-Center will diese „Heroes in Town“ im Rahmen eines gleichnamigen Projektes zum 50. Jubiläum der Stadt auf die große Bühne heben.
„Heroes in Town“: Ausstellung im Allee-Center zeigt die Hammer Helden
Gemeinsam mit dem Trickfilmer und Künstler Michael Strogies wolle man den Helden des Alltags etwas zurückgeben, sagte Markus Haas, Centermanager des Allee-Centers, gegenüber wa.de. Auf Grundlage eingesandter Fotos wird der Künstler die „Hammer Heroes“ auf individuellen Kunstwerken verewigen. Von jedem werden zwei Exemplare erstellt. Eines davon wird in einer Ausstellung im Allee-Center präsentiert, das Original wird versteigert. Die Erlöse kommen wohltätigen Zwecken zugute, je zur Hälfte der WA-Aktion „Menschen in Not“ und Lichtblicke.
Im ersten Schritt hat Strogies dafür einzelne Kandidaten ausgewählt, die sich nachweislich für die Menschen in der Stadt engagieren. Dazu gehört beispielsweise Dirk „Schoko“ Reimering von der Heart Biker Germany IG. Auch Alexander Böhmer von der Star Wars Fan Force und Conny Schmidt von Mayday Rhynern wurden bereits ausgewählt. „Diese ersten ‚Nominierten‘ werden gebeten, einen weiteren ‚Hammer Hero‘ zu nominieren“, so Haas. So soll eine „bunte Reihung von interessanten Menschen aus Hamm“ entstehen. „Mindestens 30 Werke sollen es werden, vermutlich aber noch mehr“, erklärt der Künstler.
„Heroes in Town“ könnte auch an anderen Orten präsentiert werden
Die Eröffnung der Ausstellung im Allee-Center ist für den 30. Mai um 12 Uhr geplant. Sie soll bis zum 21. Juni dort verbleiben. „Wann die Bilder versteigert werden, ist aktuell noch nicht festgelegt worden“, schildert der Center-Manager.
Wenn Nachfrage bestehe, würde man die Ausstellung auch Partnern und Institutionen in Hamm zur Verfügung stellen, um die Abbilder der „Heroes in Town“ anderswo in der Stadt präsentieren zu können. Dabei könne die Riege an Kunstwerken auch stetig erweitert werden. „Beispielsweise könnte die derzeit noch kleine Ausstellung zum 50. Jubiläum der Stadt Hamm auch der Start für eine größere Ausstellung im Jahr 2026 werden, sofern ein weiterer Hammer Akteur oder ein weiteres Unternehmen Interesse daran hätte, diese federführend fortzuführen.“
Rubriklistenbild: © Andreas Rother

