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Nadja Gärtner, Geschäftsführerin des Ballonfestivals, stellte mit ihrem Team am Mittwochvormittag Neuerungen, die Verkehrsführung und Ballon-Premieren vor.
Warstein – Selbst die, die bislang weder auf dem Festivalgelände unterwegs waren, noch Werbung in der Hand hielten, wissen seit Mittwochmorgen, dass die Warsteiner Internationale Montgolfiade ansteht – denn im Bereich der Warsteiner Rangekreuzung starteten die Straßenmarkierungsarbeiten für das neue WIM-Verkehrskonzept. Bei der Pressekonferenz am Vormittag sprach WIM-Geschäftsführerin Nadja Gärtner gemeinsam mit ihrer Mannschaft über das Programm, neue Sonderformen, Bierpreis und Verkehr. Und auch das Thema „Windräder und Heißluftballone“ kam zur Sprache.
Einige Neuerungen verspricht das druckfrische Programm der Montgolfiade – neben den klassischen Ballonfahrten, Hubschrauberrundflügen, Ballonbesichtigungen und Co. Am Freitagabend, 5. September, wird es entweder eine Modellballon-Show oder einen Stuntsprung aus dem Luftschiff geben, der Sonntag, 7. September, steht mit Gottesdienst, Fassanstich und Musiker-Treffen unter dem Motto „Ballon-Wiesn“. Rund 600 Musikerinnen und Musiker werden dann gemeinsam auf dem Startgelände musizieren, auch ein „Alphornmusiker mit Electro-Beats“ wird erwartet.
Programm mit neuer Feuershow und Alphornmusikern
Das „Alber Cramer Long Distance Race“ ist am Montag, das Majestätentreffen am Dienstag, der Außenstart vom Paderborner Flughafen am Mittwoch. Wenn am Donnerstag, 11. September, „UnArt“ während der Afterwork-Party aufspielt, wird ab 22 Uhr erstmals eine „Hypnotica Feuershow“ auf dem WIM-Gelände stattfinden, genauso wie am Freitagabend darauf. Nightglows und Feuerwerke sind jeweils für die Freitage, Samstage sowie den Mittwoch, 10. September, geplant.
Über 120 Ballonteams haben sich laut Brauerei bereits angemeldet, hinzukommen über 20 Sonderformen. Vor wenigen Wochen hatte die Brauerei einige von ihnen bereits präsentiert – unter anderem „Cheers“, den Orient-Express und die Wera-Schraubenzieher – zwei „ganz neue“ verkündete WIM-Geschäftsführerin Gärtner am Mittwochvormittag.
Aus Brasilien wird der Tukan anreisen, aus der Türkei der Koch. Neue Sonderformen, die in Warstein Premiere feiern werden. Sowieso: „Der Ballonsport ist das Herz der Veranstaltung“, so Gärtner, klassische Ballonfahrten für Gäste seien „fast schon ausgebucht“.
Verkehrssystem und Baustellensituation
Mit einem externen Berater und dem Ordnungsamt der Stadt Warstein hat das WIM-Team ein neues Verkehrskonzept aufgestellt, das vor allem die Warsteiner Innenstadt entlasten soll. Besucher aus Meschede fahren über die Brauerei-Einfahrt und Waldwege „hinter der Brauerei entlang“ per Einbahnstraße zum Parkplatz. Ab dem Abend wird die Einbahnstraße zur Abfahrt vom Parkplatz zur Brauerei-Einfahrt umgewandelt. Gäste aus Lippstadt und Belecke kommend nutzen die Rangestraße.
Über das Konzept der „langen Anfahrt“ sollen Rückstaus im Innenstadtbereich vermieden werden, erklärte Ordnungsamtsleiter Thimo Roderfeld. Gleichzeitig werde erstmals mit LED-Tafeln an den jeweiligen Zu- und Abfahrten auf mögliche Änderungen und Einschränkungen hinweisen, ergänzte Markus Salzmann vom WIM-Organisationsteam. Die Straße Am Hillenberg bleibe erstmals für den regulären Verkehr gesperrt.
Der Ballonsport ist das Herz der Veranstaltung.
Am 3. September gibt es dazu um 19 Uhr eine Bürgerinformation im Rathaus, die Baustelle auf der nördlichen Hauptstraße werde am Abend des 4. Septembers bis zum Ende der Montgolfiade geräumt.
Bierpreise und Festzelt-Aufteilung
Der Preis für einen 0,3 Liter-Krug Warsteiner wird in diesem Jahr bei 3,50 Euro liegen. Das werden Besucher auf dem Gelände, aber natürlich auch im Festzelt genießen können. Das wiederum ist in diesem Jahr im Außenbereich einstöckig, mit größerer Außenterrasse und im Innenraum neu organisiert.
Der mit einer Treppe erhöhte VIP-Bereich wird mit einem mobilen Vorhang vom eigentlichen Festzeltbereich abgetrennt. Die Bühne für Bands und Künstler wird nicht mehr am Ende des Festzeltes stehen, sondern aus Sicht vom Eingang auf der linken Seite – die Theken schließen sich drumherum an.
Ballonsport und Windräder
Auf Nachfrage ging Matthias Borgmeier, der gemeinsam mit Thorsten Sprenger den ballonsportlichen Part der Montgolfiade leitet, auch auf das Thema Windräder ein, welche die Ballonsportler insbesondere in nördliche und nordwestliche Fahrtrichtung erwarten. „Das ist ein Thema, das uns umtreibt“, erklärte er, beim Passieren sei ein Sicherheitsabstand von mindestens 150 Metern für die Ballonpiloten vorgeschrieben.
Wir können gut damit umgehen. Aber es schränkt unseren Aktionsraum natürlich ein.
Der Ballonsport sei durch die Windenergieanlagen „nicht deutlich beeinflusst, solange es nicht massiv wird“. Beispielsweise die enge Bebauung im Bereich der Haar könne aber durchaus eine Herausforderung für Pilotenteams sein, gerade wenn es darum gehe, Landepunkte zu finden. Bei jedem Briefing im Vorfeld eines Starts bereite man sich aber darauf vor, „wir können gut damit umgehen. Aber es schränkt unseren Aktionsraum natürlich ein.“
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