Blutiges Drama in Dortmund

Lebensgefährliches Rendezvous im Hotel - Welche Rolle spielte die Hammerin (22)?

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In einem 4-Sterne-Hotel in Dortmund hat sich offenbar ein lebensgefährliches Rendezvous abgespielt. Eine 22-jährige Frau aus Hamm traf sich dort mit einem 58-jährigen Mann - der am Ende blutüberströmt war.

Hamm/Dortmund – Eine 22-jährige Frau aus Hamm ist dringend verdächtig, in der Nacht zu Sonntag in einem Hotel in Dortmund einen 58-jährigen Mann niedergestochen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Sie sitzt mittlerweile wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Die Beschuldigte hatte sich mit dem 36 Jahre älteren Havixbecker in der in der Nähe der B1 gelegenen Vier-Sterne-Anlage getroffen und für eine Nacht eingebucht. Wie Staatsanwaltschaft mitteilte, waren beide nicht miteinander verwandt, sondern sollen sich erst kurz zuvor kennengelernt haben.

Warum es gegen Mitternacht in dem Hotelzimmer zum Streit kam, ist derzeit noch unklar. Der schwer verletzte Mann aus dem Münsterland schleppte sich jedenfalls blutüberströmt in die Hotellobby und brach dort zusammen. Kurze Zeit später kam auch die 22-Jährige die Treppe zur Lobby herunter. Sie hatte ein Messer in der Hand, ging aber auf niemanden mehr los. Sowohl das Opfer als auch die junge Frau waren nach Auskunft der Staatsanwaltschaft nur leicht bekleidet.

58-jähriges Opfer zunächst in Lebensgefahr

Hotelgäste und Personal leisteten dem 58-Jährigen erste Hilfe. Der Mann war unter anderem am Hals und Schulter getroffen worden. Er schwebte zunächst in Lebensgefahr und wurde nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er notoperiert wurde. Im Lauf des Sonntags bestand bereits keine Lebensgefahr mehr. Am Dienstag habe er das Krankenhaus wieder verlassen können, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Bei der Tatwaffe handelte es sich um ein Klappmesser, das die Beschuldigte mit ins Hotel gebracht haben soll. Als die Polizei am Einsatzort eintraf, ließ sie sich widerstandslos festnehmen. Bislang war die Frau nicht wegen Gewalttätigkeiten in Erscheinung getreten. Ob die Frau als Prostituierte tätig war, ist unklar. Registriert war sie als solche nicht.

In Hamm suchten unterdessen Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr fieberhaft nach einem 82-jährigen dementen Mann, der am Montag bei eisiger Kälte als vermisst gemeldet wurde.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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