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Hurrikan Kirk steuert auf Europa zu. In Deutschland könnte er als Sturm- und Orkantief zu Wetter-Chaos führen. Auf was sich die Menschen in NRW einstellen müssen.
Update von Dienstag, 8. Oktober: Nordrhein-Westfalen wird nach neuesten Prognosen nur am Südrand von den Sturm-Ausläufern des Ex-Hurrikan Kirk getroffen. Nun sieht als letztes auch das europäische Wettermodell den Schwerpunkt des Tiefs nicht mehr über NRW. „Die Prognosen sind immer weiter nach Süden gerückt mit den kräftigsten Windentwicklungen“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Es trifft vor allem Rheinland-Pfalz, das Saarland und Baden-Württemberg.
„Schwere Sturmböen“ durch Ex-Hurrikan Kirk: Wie heftig es NRW trifft
Menschen im Süden von NRW müssen für die Nacht zu Donnerstag mit „teils starken bis stürmischen Böen, im Bergland Sturmböen“ und tagsüber mit „wechselhaftem Schauerwetter“ rechnen, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Gleichwohl muss sich NRW auf unwetterartige Regenmengen einstellen. „Da kommt was runter“, so Jung.
[Ursprungstext von Montag, 7. Oktober] Hamm – Da kommt was auf uns zu: Noch ist Hurrikan Kirk über dem Atlantik unterwegs, doch am Donnerstag, 10. Oktober, wird er als außertropisches Orkantief auf Deutschland treffen. Klar ist: Die Folgen werden auch die Menschen in Nordrhein-Westfalen zu spüren bekommen. Noch nicht sicher ist allerdings, wie sehr. „Schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen“, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Es könnte heftiger kommen.
„Schwere Sturmböen“ durch Ex-Hurrikan Kirk: Ein Wettermodell sieht NRW im Zentrum
Nach einem langen ersten Oktober-Wochenende in NRW mit viel Sonne bleibt das Wetter im Westen durchaus herbstlich-angenehm, doch das ändert sich. In der Nacht zu Donnerstag schickt der Ex-Hurrikan Kirk aus Richtung Südwesten seine ersten Vorboten mit starken bis stürmischen Böen nach NRW.
Wild wird es am Donnerstagmorgen, wenn das Sturmtief von Frankreich aus seinen Weg auf nordöstlicher Route durch Deutschland beginnt. Wir bekommen zwar nicht die volle Wucht des Hurrikans zu spüren, der zu diesem Zeitpunkt bereits einiges seiner Kraft verloren hat. Trotzdem: Das Tief „schlägt dann voll zu mit Sturmböen, zum Teil Orkanböen in höheren Lagen“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Dazu kommt „jede Menge Regen westlich des Rheins und Überschwemmungsgefahr“.
Wucht des Sturmtiefs trifft auf belaubte Bäume – schwere Schäden möglich
Je nach Wettermodell trifft es Nordrhein-Westfalen mal mehr, mal weniger hart. Nach jüngsten Prognosen von Montag, 7. Oktober, liegt Kirks Schwerpunkt eher im Südwesten von Deutschland, genauer: in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland. Aber: „Die genaue Zugbahn ist immer noch nicht sicher“, sagte Jung auf Nachfrage von wa.de. „Zumindest der Süden von NRW könnte Sturmböen bis schwere Sturmböen bekommen, dazu kräftiger Regen.“
Wenn allerdings die Prognose des Europäischen Wettermodells zutreffen sollte, dann liegt der Kern des „scharfen Sturmtiefs“ genau über Nordrhein-Westfalen, wie Fabian Ruhnau von kachelmannwetter verdeutlicht. Angesichts der Jahreszeit und der noch belaubten Bäume spricht der Meteorologe von einer „größeren Sturmlage“.
Weil die Bäume aktuell noch Laub tragen, können Orkan- und Sturmböen schweren Schaden anrichten. Äste könnten abbrechen und Bäume umstürzen. Geschieht das in der Nähe von Bahngleisen oder Straßen, könnte es zu Behinderungen kommen.
Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

