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Im September wählt Bönen einen neuen Bürgermeister. Zwei Bönener haben sich zur Bügermeisterwahl aufstellen lassen. Die Fragen der Kandidaten gibt es bald in einer Live-Wahlsendung auf Youtube.
Bönen – Wie ticken die eigentlich – die beiden Kandidaten Nils Böckmann und Dirk Lampersbach, die sich um den Bönener Bürgermeisterposten bewerben? Was bringen sie im Falle ihrer Wahl an Erfahrung mit ins Rathaus, was ist ihnen wichtig, wo unterscheiden sie sich? Wichtige Fragen, bevor die Wähler in der Gemeinde bei der Kommunalwahl am 14. September ihr Kreuz auf dem Wahlzettel machen. Das dachten sich auch Bernd Lublow und Dustin Wollek und beschlossen, ein Kandidaten-Duell online auf dem Internet-Kanal Youtube zu organisieren – und damit möglichst viele Bürger zu erreichen.
Idee entsteht ganz spontan
„Wir waren zu Gast beim BIG-Abend, als sich die beiden Kandidaten den lokalen Unternehmern vorstellten“, erzählt Bernd Lublow, selber Unternehmer im Bereich Gesundheitspflege. „Da blieben natürlich noch viele Fragen offen, die gar nicht angesprochen werden konnten.“
Das war der Moment, in dem beide spontan auf die Idee gekommen sind, da müsste man mal etwas organisieren. „Dustin hat für RSV and Friends ja schon drei größere digitale Projekte aufgezogen“, sagt Lublow. Deshalb sei Wollek, der in Bönen eine Werbeagentur betreibt, der Richtige, um ein digitales Wahlstudio zu organisieren. Technische Unterstützung bekommen die beiden Organisatoren von der Firma EcoPower, Bahnhofstraße 256, wo die Livesendung am Freitag, 29. August, um 20 Uhr über die Bühne gehen soll.
Möglichst viele, auch junge Menschen erreichen
Möglichst viele Fragen zu allen wichtigen Themenbereichen zusammentragen, die den Bürgern auf den Nägeln brennen, und anschließend den Kandidaten stellen, das sei der Plan. „Wir wollen viele Leute erreichen, auch junge Menschen“, erläutert Dustin Wollek. „Die gehen aber nicht zu Wahlveranstaltungen. Die Live-Sendung kann man, wo man gerade ist, auch auf dem Handy verfolgen.“ Was treibt sie an? „Wir sind beide Bönener Jungs, sind ehrenamtlich aktiv und wollen das Beste für die Gemeinde“, ergänzt Lublow, „und deshalb beide Kandidaten für jeden Wahlberechtigten zugänglich machen. Ob die Bürger das dann nutzen, ist ihre Entscheidung.“
Veranstaltung des GSV
Eine weitere Veranstaltung mit den beiden Bürgermeisterkandidaten plant der Gemeindesportverband (GSV) am 3. September im Anschluss an seine Jahreshauptversammlung. Um 19.45 Uhr findet der 2. Sportpolitische Dialog in der Gaststätte Denninghaus statt. In der öffentlichen Veranstaltung, zu der alle interessierten Bürger eingeladen sind, wird es um Themen rund um den Sport in der Gemeinde gehen.
Im Sommer sollen die Bönener die Möglichkeit haben, ihre Fragen an die Kandidaten zu schicken. Wann und über welche Kanäle, wird noch bekannt gegeben. „Wir hoffen auf eine große Beteiligung und viele Fragen aus allen Bereichen“, sagt Bernd Lublow. „Wir werden natürlich vorher sortieren, damit wir ein breites Themenspektrum haben. Und wir werden die Kandidaten vorher informieren, damit sie sich vorbereiten können und auch was zu sagen haben – schließlich ist das dann alles live.“
Fairness und Neutralität
Beide sind sich einig, dass es nicht darum geht, die Kandidaten „vorzuführen“ und fertigzumachen. Fairness und Neutralität seien Voraussetzung für das Projekt. Deshalb werde auch die Redezeit beider Kandidaten gemessen. „Wir wollen ein positives Grundfeeling herstellen“, sagt Bernd Lublow und betont: „Wir haben Glück, dass überhaupt zwei Leute da sind, die diesen Job machen wollen.“
Fragen einreichen oder selbst live stellen
„Wer möchte, darf seine Frage auch selbst live in der Sendung stellen und wird dann dazu eingeladen“, erläutert Wollek das Konzept. „Es werden Gäste im Studio sein, es ist aber keine öffentliche Veranstaltung, das würde sonst den Rahmen sprengen.“ Zudem sind Umfragen während der Sendung geplant, die erste Trends widerspiegeln sollen. Die Sendung soll voraussichtlich eineinhalb Stunden dauern.
Der bisherige parteilose Amtsinhaber Stephan Rotering wird nach der Kommunalwahl dem Rathaus den Rücken kehren.
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