Burg bietet Blick auf idyllische Altstadt: „Ein hervorragendes Plätzchen“
VonTamara Buckenauer
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Diese Burg in NRW bietet dank ihrer Lage einen weiten Blick über eine malerische Altstadt und das Tal – plus einige Ausflugsmöglichkeiten drumherum.
Stadt Blankenberg – Raus aus den dichten Großstädten, rein in die idyllischen kleinen Orte NRWs – das ist für viele das Motto, jetzt wo der Frühling da ist. Ein Tagesausflug in eines der zahlreichen beschaulichen Örtchen entschleunigt und ist besonders an Wochenenden sehr beliebt. Und NRW bietet dafür jede Menge Möglichkeiten: Im Bruchhausen etwa reihen sich Fachwerkhäuser dicht an dicht, die Eifel-Kleinstadt Monschau wurde erst kürzlich zur „schönsten Kleinstadt Deutschlands“ gekürt. Auch im Rhein-Sieg-Kreis wartet ein echtes Ausflugsziel mit Geschichte und Charme: Stadt Blankenberg.
Burg bietet Blick auf idyllische Altstadt: „Ein hervorragendes Plätzchen“
Malerische Fachwerkhäuser, kleine Gassen und historische Gebäude prägen das Bild von Stadt Blankenberg, einem Ortsteil der Stadt Hennef im Rhein-Sieg-Kreis. Eine mehr als 800-jährige Geschichte steckt hinter dem beschaulichen Ort, die an den Denkmälern, an Burg, Mauern und Türmen und an der Kirche ablesbar ist, so beschreibt es die Stadt selbst. Besonders die Burgruine zieht Besucher an.
Hoch über der Sieg thront die Burgruine Blankenberg. Um 1150 errichteten die Grafen von Sayn die Anlage auf einem hohen Felssporn, später entwickelte sich eine bürgerliche Siedlung rund um die Burg. Burg, Stadt und Kirche bildeten laut der Stadt Blankenberg „eine der mächtigsten Befestigungsanlagen im westdeutschen Raum“. Die Grafen von Sayn hatten sich für die Errichtung ihrer Burg (1150–1180) „ein hervorragendes Plätzchen ausgesucht“, heißt es von der Stadt Hennef.
Die strategisch günstige Lage auf dem unbewaldeten „blancken“ Berg erlaubte es den Burgherren, die Zugänge zum Siegtal, ins Bergische Land, den Westerwald und das Siebengebirge zu kontrollieren. Heute steht die Hauptburg dieser einst bedeutenden rheinischen Festung samt ihrer Nebengebäude unter der Obhut der Stadt Hennef.
Zerstörung während des Krieges – und wie es zu dem Namen kam
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burganlage nahezu vollständig zerstört. Erhalten geblieben sind Teile des Palas, das Pfortenhaus sowie spärliche Überreste einer Doppelkapelle. An der Südseite steht ein massiver Bastionsturm aus dem 15. Jahrhundert, im Norden ein runder Bergfried. Auch die Vorburg ist durch einen markanten Rundturm, eine hohe Schildmauer und einen Torturm geprägt.
Erst 1934 endete mit der Auflösung der Gemeinde und der Eingliederung in die neue „Gemeinde Hennef“ die fast siebenhundertjährige Eigenständigkeit des Ortes. 1954 wurde schließlich erlaubt, den Namen „Stadt“ in die offizielle Ortsbezeichnung aufzunehmen. Seitdem trägt der Ort den Namen „Stadt Blankenberg“. Durch die erhöhte Lage auf einem Felssporn genießen Besucher einen beeindruckenden Blick über das Siegtal.
In Stadt Blankenberg gibt es neben der Burgruine, die einen weiten Blick auf die idyllische Altstadt sowie das Tal bietet, noch mehr zu entdecken. So befindet sich im Katharinenturm das Turmmuseum, das Einblicke in die Geschichte von Stadt Blankenberg, der Stadt Hennef und der gesamten Region bietet. An den früheren Weinbau, der um 1907 eingestellt wurde, erinnert das Weinbaumuseum im Kellergeschoss des Runenhauses – mit einer Sammlung historischer Gerätschaften rund um den Weinanbau.
Naturparadies Eifel: Die schönsten Ausflugsziele und Attraktionen
Zudem laden zahlreiche Wanderwege in der Umgebung zum Erkunden der Natur ein. So führt etwa der 259 Kilometer lange „Bergische Weg“ über Neunkirchen, Hennef und Blankenberg bis nach Königswinter zum Drachenfels – und wurde bereits als „Deutschlands schönster Wanderweg“ ausgezeichnet.