Historische Anlage

Burg bietet Blick auf idyllische Altstadt: „Ein hervorragendes Plätzchen“

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Diese Burg in NRW bietet dank ihrer Lage einen weiten Blick über eine malerische Altstadt und das Tal – plus einige Ausflugsmöglichkeiten drumherum.

Stadt Blankenberg – Raus aus den dichten Großstädten, rein in die idyllischen kleinen Orte NRWs – das ist für viele das Motto, jetzt wo der Frühling da ist. Ein Tagesausflug in eines der zahlreichen beschaulichen Örtchen entschleunigt und ist besonders an Wochenenden sehr beliebt. Und NRW bietet dafür jede Menge Möglichkeiten: Im Bruchhausen etwa reihen sich Fachwerkhäuser dicht an dicht, die Eifel-Kleinstadt Monschau wurde erst kürzlich zur „schönsten Kleinstadt Deutschlands“ gekürt. Auch im Rhein-Sieg-Kreis wartet ein echtes Ausflugsziel mit Geschichte und Charme: Stadt Blankenberg.

Burg bietet Blick auf idyllische Altstadt: „Ein hervorragendes Plätzchen“

Malerische Fachwerkhäuser, kleine Gassen und historische Gebäude prägen das Bild von Stadt Blankenberg, einem Ortsteil der Stadt Hennef im Rhein-Sieg-Kreis. Eine mehr als 800-jährige Geschichte steckt hinter dem beschaulichen Ort, die an den Denkmälern, an Burg, Mauern und Türmen und an der Kirche ablesbar ist, so beschreibt es die Stadt selbst. Besonders die Burgruine zieht Besucher an.

Hoch über der Sieg thront die Burgruine Blankenberg. Um 1150 errichteten die Grafen von Sayn die Anlage auf einem hohen Felssporn, später entwickelte sich eine bürgerliche Siedlung rund um die Burg. Burg, Stadt und Kirche bildeten laut der Stadt Blankenberg „eine der mächtigsten Befestigungsanlagen im westdeutschen Raum“. Die Grafen von Sayn hatten sich für die Errichtung ihrer Burg (1150–1180) „ein hervorragendes Plätzchen ausgesucht“, heißt es von der Stadt Hennef.

Die Stadt Blankenberg ist ein historischer Ortsteil von Hennef. Anders als der Name vermuten lässt, leben hier nur 600 Menschen.

Die strategisch günstige Lage auf dem unbewaldeten „blancken“ Berg erlaubte es den Burgherren, die Zugänge zum Siegtal, ins Bergische Land, den Westerwald und das Siebengebirge zu kontrollieren. Heute steht die Hauptburg dieser einst bedeutenden rheinischen Festung samt ihrer Nebengebäude unter der Obhut der Stadt Hennef.

Zerstörung während des Krieges – und wie es zu dem Namen kam

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burganlage nahezu vollständig zerstört. Erhalten geblieben sind Teile des Palas, das Pfortenhaus sowie spärliche Überreste einer Doppelkapelle. An der Südseite steht ein massiver Bastionsturm aus dem 15. Jahrhundert, im Norden ein runder Bergfried. Auch die Vorburg ist durch einen markanten Rundturm, eine hohe Schildmauer und einen Torturm geprägt.

Erst 1934 endete mit der Auflösung der Gemeinde und der Eingliederung in die neue „Gemeinde Hennef“ die fast siebenhundertjährige Eigenständigkeit des Ortes. 1954 wurde schließlich erlaubt, den Namen „Stadt“ in die offizielle Ortsbezeichnung aufzunehmen. Seitdem trägt der Ort den Namen „Stadt Blankenberg“. Durch die erhöhte Lage auf einem Felssporn genießen Besucher einen beeindruckenden Blick über das Siegtal.

In der Stadt Blankenberg reiht sich Fachwerkhaus an Fachwerkhaus auf Kopfsteinpflaster.

Geprägt von Fachwerk und umgeben von Natur

In Stadt Blankenberg gibt es neben der Burgruine, die einen weiten Blick auf die idyllische Altstadt sowie das Tal bietet, noch mehr zu entdecken. So befindet sich im Katharinenturm das Turmmuseum, das Einblicke in die Geschichte von Stadt Blankenberg, der Stadt Hennef und der gesamten Region bietet. An den früheren Weinbau, der um 1907 eingestellt wurde, erinnert das Weinbaumuseum im Kellergeschoss des Runenhauses – mit einer Sammlung historischer Gerätschaften rund um den Weinanbau.

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Ein nächtlicher Eindruck vom malerischen Monschau: Die Stadt wurde kürzlich zur „schönsten Kleinstadt Deutschlands“ gekürt.
Ein nächtlicher Eindruck vom malerischen Monschau: Die Stadt wurde kürzlich zur „schönsten Kleinstadt Deutschlands“ gekürt. ©  IMAGO / Jochen Tack
Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen.
Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen. ©  IMAGO / Olaf Döring
„Grüne Hölle“ wird eine Felsschlucht in der Sauerschweiz im Naturpark Südeifel genannt.
„Grüne Hölle“ wird eine Felsschlucht in der Sauerschweiz im Naturpark Südeifel genannt. © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Das Ourtal liegt im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel.
Das Ourtal liegt im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel. © IMAGO/Alexander Ludwig
Die beiden Burgen Oberburg und Niederburg von Manderscheid sind ein Highlight der Südeifel.
Die beiden Burgen Oberburg und Niederburg von Manderscheid sind ein Highlight der Südeifel. © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Die Niederburg Manderscheid über dem Liesertal kann in Nachtführungen erkundet werden.
Die Niederburg Manderscheid über dem Liesertal kann in Nachtführungen erkundet werden. © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Baden am Meerfelder Maar – es liegt im größten Maartrichter der Eifel.
Baden am Meerfelder Maar – es liegt im größten Maartrichter der Eifel.  © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese
Ein kleiner Wasserfall in der Nähe von Trier (Eifel)
Ein kleiner Wasserfall in der Nähe von Trier: Die Eifel ist durchzogen von großen (Rhein, Mosel, Maas) und kleinen Flüssen (Our, Kyll, Rur) sowie etlichen Bächen. © IMAGO/Zoonar.com/Alexander Ludwig
Die Klosterkirche Prüm im Abendlicht
Die Klosterkirche Prüm im Abendlicht © IMAGO/Alexander Ludwig
Das sogenannte Ohr des Radioteleskops Effelsberg in der Nähe von Bad Münstereifel
Das sogenannte Ohr des Radioteleskops Effelsberg in der Nähe von Bad Münstereifel: Bis 2000 war es mit seinen 100 Metern Durchmesser das größte bewegliche Radioteleskop der Welt. ©  IMAGO / Rech
Die Abteikirche des Klosters Himmerod wurde 1751 errichtet.
Die Abteikirche des Klosters Himmerod wurde 1751 errichtet. Sie liegt am Rande der Vulkaneifel zwischen Bitburg und Manderscheid.  © IMAGO/Zoonar.com/Alexander Ludwig
Im Landkreis Ahrweiler in der südlichen Eifel liegt die Burg Olbrück.
Im Landkreis Ahrweiler in der südlichen Eifel liegt die Burg Olbrück. © IMAGO/Alexander Ludwig
Eine von vielen wunderschönen Heide- und Moorlandschaften in der Eifel.
Eine von vielen wunderschönen Heide- und Moorlandschaften in der Eifel. © IMAGO/Alexander Ludwig
Die Klosterkirche Maria Laach und der Laacher See liegen nah beieinander.
Die Klosterkirche Maria Laach und der Laacher See liegen nah beieinander und eignen sich für einen Rundum-Ausflug: Sehenswürdigkeit, See und wandern, alles an einem Ort. © IMAGO/Alexander Ludwig
Außergewöhnliche Felsformation im Wald: An dieser Felsnadel führt der Wanderweg Teuflische Acht entlang.
Außergewöhnliche Felsformation im Wald: An dieser Felsnadel führt der Wanderweg Teuflische Acht entlang. Die Eifel gilt als absolutes Paradies für Wanderer. © IMAGO/S. Ziese
Ausblick aus einer Felsspalte auf den Wanderweg Teuflische Acht am Ferschweiler-Plateau im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Ausblick aus einer Felsspalte auf den Wanderweg Teuflische Acht am Ferschweiler-Plateau im Eifelkreis Bitburg-Prüm © IMAGO/blickwinkel/S. Ziese
Blick auf den Rursee, ein Paradies fürs Wandern und Radtouren
Blick auf den Rursee, ein Paradies fürs Wandern und Radtouren © IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser.
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser. © IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto
Das Kloster Steinfeld liegt zwischen Monschau und Bad Münstereifel. Die Klosteranlage ist weitläufig und mitten im Grünen.
Das Kloster Steinfeld liegt zwischen Monschau und Bad Münstereifel. Die Klosteranlage ist weitläufig und mitten im Grünen. © IMAGO/Zoonar.com/Sujo26
Die Klosterkirche des Klosters Steinfeld
Die Klosterkirche des Klosters Steinfeld: Das Kloster ist 900 Jahre alt. der heilige Hermann-Joseph liegt dort begraben. © IMAGO/Zoonar.com/Sujo26
Blick auf die berühmte Nordschleife des Nürburgrings: Die Rennstrecke beitet auch Touristenfahrten an.
Blick auf die berühmte Nordschleife des Nürburgrings: Die Rennstrecke bietet auch Touristenfahrten an. © IMAGO/Zoonar.com/Hugo Kurk
Das Mützenicher Venn ist ein Naturschutzgebiet mit Wald, Mooren und Seen – und liegt ganz in der Nähe von Monschau.
Das Mützenischer Venn ist ein Naturschutzgebiet mit Wald, Mooren und Seen – und liegt ganz in der Nähe von Monschau. ©  IMAGO / Olaf Döring
Blick auf die Geierlay bei Gambach
Blick auf die Geierlay – 360 Meter lang, 100 Meter über dem Erdboden, und wenn der Wind weht, schwankt die Hängeseilbrücke mit. Das trauen sich nicht alle. © IMAGO / Eibner
Das Rote Haus in der historischen Altstadt von Monschau wurde vom Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler um 1760 in Auftrag gegeben.
Das Rote Haus in der historischen Altstadt von Monschau wurde vom Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler um 1760 in Auftrag gegeben. Es sollte seinen Reichtum und Stand repräsentieren. ©  IMAGO / Olaf Döring

Zudem laden zahlreiche Wanderwege in der Umgebung zum Erkunden der Natur ein. So führt etwa der 259 Kilometer lange „Bergische Weg“ über Neunkirchen, Hennef und Blankenberg bis nach Königswinter zum Drachenfels – und wurde bereits als „Deutschlands schönster Wanderweg“ ausgezeichnet.

Auch die Burg Monschau auf dem kleinen Hügel innerhalb der Eifel-Stadt bietet einen märchenhaften Anblick auf die Altstadt. Sehenswert ist auch die Burg Blankenheim, die fast 900 Jahre alt ist.

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago

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