Neue Mitte Oberhausen

Visionäre Pläne für Gelände am Centro Oberhausen: So soll es dort bald aussehen

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Das Gelände neben dem Centro Oberhausen wird sich bald stark verändern. Was die Stadt dort plant – und wie weit die Planungen sind.

Oberhausen – Die Neue Mitte Oberhausen am Centro soll ein modernes Wohnquartier bekommen. Pläne dafür gibt es schon lange, aber unter anderem durch Corona verzögerte sich das immer wieder. Jetzt aber nimmt das Projekt Fahrt auf, die Stadt verhandelt mit Investoren. Was die Stadt grundsätzlich plant, steht im „Masterplan Neue Mitte 4.0“, den die Stadt nun vorgestellt hat. Er wurde gemeinsam von der Stadtverwaltung Oberhausen mit dem Achitekturbüro Albert Speer + Partner (AS+P) erarbeitet – und soll das Gelände rund um das Centro Oberhausen künftig aufwerten.

Westfield Centro Oberhausen
AdresseCentro-Promenade 555, 46047 Oberhausen

„Es werden Gespräche mit den drei Grundstückseigentümern geführt. Eigentümer sind: Die Becker-Unternehmensgruppe (Bottrop/Oberhausen), die Thelen-Gruppe aus Essen und das Auktionshaus für Baumaschinen Euro Auctions Ltd. aus dem nordirischen Dromore“, erklärt ein Stadtsprecher auf Nachfrage von wa.de. „Danach soll ein städtebaulicher Wettbewerb als Ideenschmiede gestartet werden. Hierbei überlegen sich bundesweit anerkannte Fachleute, was sich rund um die alten Newag-Industriehallen und am Rande gewerblicher Nutzungen, damit sich möglichst viele Menschen im neuen Quartier wohlfühlen.“

Neue Mitte Oberhausen rund um das Centro Oberhausen soll weiterentwickelt werden

„Damit sich die Neue Mitte als lebendiges Stadtquartier weiterentwickeln kann, soll in dem Gebiet Wohnen etabliert werden. Neben den historischen Siedlungen Grafenbusch am westlichen und Ripshorst am östlichen Ende des Areals sehen die Stadtplaner auf dem ehemaligen Newag-Gelände und dem östlichen Bereich des Stahlwerksgeländes großes Potenzial für moderne, urbane Wohnquartiere mit viel Grün“, teilt die Stadt bei der Vorstellung des Masterplan-Updates 4.0 mit. „Die Stadtplaner wollen Wege entwerfen, wie die grünen Freiräume künftig durch das Areal hindurch besser verbunden werden können und damit noch größeren Wert bekommen“, heißt es weiter.

Rund um das Westfield Centro Oberhausen soll eine neue Wohngegend entstehen (Symbolbild/IDZRNRW-Montage).

Gegend rund um Centro Oberhausen (Neue Mitte Oberhausen) soll aufgewertet werden

Das wird nicht die einzige Neuerung sein, aktuell ist einiges in dem Bereich geplant: So soll in der Zukunft am Centro Oberhausen ein Freizeitpark entstehen, ein genaues Datum steht aber noch nicht fest. Zuletzt hatte im Centro Oberhausen ein einzigartiger Pop-Up-Store eröffnet und ein neues Restaurant im Centro Oberhausen sorgte für Aufsehen. Direkt neben das Centro zieht wohl schon bald eine große Decathlon-Filiale und das Sea Life am Centro Oberhausen hat jüngst zahlreiche neue Fische bekommen. Die Errichtung moderner Wohnquartiere ist nun einer der nächsten großen Zukunftsschritte. Was diese Wohneinheiten kosten sollen, wessen Einzug dort geplant ist oder ob sie mietbar sind oder gekauft werden müssen, ist noch nicht bekannt.

Das Update zum Masterplan Neue Mitte Oberhausen.

Neue Mitte Oberhausen und Gegend ums Centro Oberhausen erhalten neue Wohnquartiere

Die Stadt erhofft sich durch das Projekt „die Schaffung eines architektonisch attraktiven, klimafreundlichen und naturnahen Wohnquartiers für mehrere tausend Menschen.“ Der zuständige Beigeordnete Thomas Palotz sagt auf Nachfrage von wa.de dazu: „Auf einem Teil des Geländes schwebt uns ein auto-armer Stadtteil der kurzen Wege vor, mit einer neuartigen Mischung aus leisem Gewerbe, Ein- und Zweifamilienhäusern sowie einigen Mehrfamilienhäusern vor. Obwohl in einem Guss geplant, sollen die Häuser individuellen Charakter besitzen.“  Es werde noch geklärt, welche Zielgruppen angesprochen werden. „Bei zwei der drei Wohnquartiere strebt die Stadt Oberhausen ein Höchstmaß an Klimafreundlichkeit und eine Durchmischung von gut situierten Mietern/Eigentümern und ärmeren Familien in Sozialwohnungen an“, heißt es von der Stadt. (mo)

Rubriklistenbild: © Funke Foto Services/Imago & Stadt Oberhausen

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