- VonPia Sofie Bartmannschließen
Den bundesweiten Protesten gegen Rechts und gegen die Abschiebepolitik der AfD, schließt sich Warendorf an. Am Samstag waren rund 2000 Menschen auf der Straße.
Warendorf – Selbstgemalte Plakate, Banner und Transparente: In ganz Nordrhein-Westfalen finden in diesen Tagen Demonstrationen gegen die AfD und Rechtsextremismus statt, bei denen tausende Menschen – egal ob jung oder alt – auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Klare Kante gegen Rechts – Warendorf für Demokratie“ fand nun auch in Warendorf eine Kundgebung vor dem Rathaus statt.
Los ging es am Samstag, 27. Januar um 17 Uhr auf dem Marktplatz. Organisiert wird die Demonstration von den im Stadtrat vertretenen Parteien. Darunter befanden sich die CDU, SPD, FDP, die Grünen, FWG, die Linke und die Partei. Bürgermeister Peter Horstmann hat sich ebenfalls beteiligt. Es kamen 2000 Teilnehmer, um Flagge zu zeigen.
Demonstration mit Kundgebung gegen Rechts in Warendorf
Die Idee zur Demo sei bereits während der Karnevalsgala am vergangenen Wochenende erstmals zur Sprache gekommen. Auch über die sozialen Medien verbreiten sich derzeit Aufrufe zu der Protestaktion. So heißt es zum Beispiel vom Bündnis 90/Die Grünen des Ortsverbands Warendorf: „Mit unserer vielfältigen Stadtgesellschaft wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus setzen.“ Die SPD schreibt: „Gerade jetzt sind wir alle dazu aufgerufen gegen rechtsradikale Umtriebe und menschenverachtende Äußerungen aufzustehen.“ Und die CDU ruft auf: „Zeigt mit uns gemeinsam, dass Hass und Hetze keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“
Gerade jetzt sei jeder dazu aufgerufen, gegen rechtsradikale Umtriebe und menschenverachtende Äußerungen aufzustehen. „Wir freuen uns auf ein breites Zeichen der Solidarität der Warendorfer Zivilgesellschaft und laden alle Bürger, Vereine und Initiativen zur Teilnahme ein.“ Über eine Rundmail zeigte der Stadtsportbund sich ebenfalls solidarisch und rief die Warendorfer Vereine zur Teilnahme an der Veranstaltung auf.
Demos gegen die AfD und rechte Gesinnung: Recherche als Auslöser
Die deutschlandweiten Proteste wurden ausgelöst durch eine kürzlich veröffentlichte Recherche des Netzwerkes „Correctiv“, durch die bekannt wurde, dass es bereits im Oktober ein geheimes Treffen zwischen AfD-Mitgliedern, Neonazis, Unternehmern und Mitgliedern der Werteunion gegeben hatte. Dabei ging es um Pläne zur massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland.
„Bunt statt braun – Zusammen gegen Rassismus“: Im benachbarten Hamm setzten rund 5.500 Menschen am frühen Montagabend auf dem Marktplatz an der Pauluskirche eindrucksvoll ein Zeichen gegen die AfD, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.