KOMMUNALWAHL: In Bönen treten mehr Männer als Frauen an

100 Bewerber für den Rat: Das ist der Durchschnittkandidat

+
32 Sitze hat zurzeit der Gemeinderat, der regelmäßig im Sitzungssaal über dem Rathaus-Schriftzug tagt. Um sie bewerben sich jetzt 100 Frauen und Männer.
  • schließen

100 Bönener bewerben sich bei der Kommunalwahl am 14. September in den 16 Wahlbezirken um einen Sitz im Gemeinderat – 42 Frauen und 58 Männer. Der durchschnittliche Kandidat ist dabei männlich, deutsch und 61 Jahre alt.

Mehr Frauen als Männer schicken gleichwohl zwei Wählergemeinschaften ins Rennen: Die Bürgergemeinschaft Bönen (BgB) und Gemeinsam für Bönen (GfB) haben jeweils neun Kandidatinnen aufgestellt. Im Verhältnis am geringsten ist der Frauenanteil bei Bönen aktiv (BA) mit vier Bewerberinnen von insgesamt 14 Kandidaten.

Zurzeit sitzen 32 Abgeordnete im Gemeinderat, zwölf von der SPD, zehn von der CDU und fünf von Bündnis 90/Die Grünen. Jeweils zwei Mitglieder vertreten die FDP und die BgB. Ein Ratsmitglied, Senay Oturak, wurde vor vier Jahren als Kandidat der Partei Die Linke in die Bürgervertretung gewählt, ist aber inzwischen fraktionslos. Von den bisherigen Ratsmitgliedern treten nun 26 erneut an.

Integration im Ratssaal

Ganz neu auf dem politischen Parkett sind hingegen die Bewerber für die die Gruppe Bönen aktiv (BA), die aber immerhin in 14 Wahlbezirken gewählt werden können. Ebenfalls neu auf dem Wahlzettel ist die Gruppe Gemeinsam für Bönen (GfB), die aber mit Spitzenkandidat Dr. Gerrit Heil und Turan Karacayir bereits erfahrene Politiker in ihren Reihen hat. Heil war früher für die Grünen im Rat (und im Kreistag), Karacayir für die CDU.

19 der 100 Bewerber haben einen Migrationshintergrund. Das bedeutet jedoch in der Regel nur, dass ihre Eltern oder gar Großeltern nicht in Deutschland geboren wurden. Lediglich vier der Kandidaten wurden im Ausland geboren, in der Türkei (2), im Iran (1) und den USA (1). Die meisten Kandidaten, nämlich 28, wurden in Unna geboren, was wohl daran liegt, dass dort die nächstgelegene Geburtsklinik ist. Danach folgen die Hammer „Babys“, mit 23. Immerhin 13 der Bewerber geben an, direkt in der Gemeinde das Licht der Welt erblickt zu haben.

70 Jahre Altersunterschied

Bei Gisela Kockerbeck von GfB ist das 89 Jahre her. Sie ist die älteste Bewerberin um einen Sitz im Rat. Rund 71 Jahre jünger ist Lena Marie Kruse, die 2007 geboren wurde und für die BgB ins Rennen geht. Insgesamt sind 13 Ratsanwärter älter als 70, zehn jünger als 25 Jahre.

Mindestens 17 der Kandidaten sind Rentner oder Pensionär, 16 sind Beamte oder im öffentlichen Dienst beschäftigt und 18 sind selbstständig. Noch in Ausbildung, Schule oder Studium sind indes sechs der potenziellen Ratsmitglieder.

Kommentare