KOMMUNALWAHL 2025:

Ein mittelalter Mann: Das ist der Durchschnitts-Ratskandidat in Bergkamen

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Auch im jetzigen Rat der Stadt dominieren die Männer. Das wird sich wohl nach der Wahl im September kaum ändern.

Männer dominieren bei der Kommunalwahl 2025 in Bergkamen. Der Frauenanteil liegt bei 40,9 Prozent. Zwar liegt das Durchschnittsalter der Bewerber bei 48,8 Jahren, doch gleich drei Parteien gehen mit sehr jungen Politikern ins Rennen.

Bergkamen – In Bergkamen dominieren bei der anstehenden Kommunalwahl in vielen Parteien noch die Männer das Feld. Deutlich wird das schon bei den sieben Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters: Nur die AfD und die Grünen stellen eine Kandidatin. Damit sind hier gerade einmal 28,6 Prozent Frauen. Dazu kommt ein recht hohes Durchschnittsalter: 58,3 Jahre sind die möglichen Bürgermeister im Schnitt. Der jüngste Bewerber ist Oliver Schröder (Die Linke) mit 39 Jahren, der älteste ist der 74-jährige Werner Engelhardt (BergAuf). Zwischen den beiden liegen 35 Jahre.

Deutlich niedriger ist das Durchschnittsalter der Kandidaten für den Rat: 48,8 Jahre. Bei der Auswahl der Direktmandate zeigt sich die ungleiche Verteilung der Geschlechter nochmals – in einigen Parteien mehr, in anderen weniger. Von den insgesamt 154 Kandidaten aus den 22 Wahlbezirken sind 63 Bewerber, also rund 40,9 Prozent, Frauen.

Während bei der AfD mit einer Frauenquote von 27,3 Prozent am wenigsten Frauen antreten, stellen die Grünen und die Partei BergAuf sogar mehr Frauen als Männer: von 22 Kandidaten sind zwölf weiblich. Das sind rund 54,5 Prozent.

Linke mit jüngstem Beweberfeld

Bei den Linken ist die Mehrzahl der Kandidaten zwar noch immer männlich, ihr Frauenanteil von 45,4 Prozent nähert sich einer Gleichverteilung jedoch schon an. Die SPD und CDU bewegen sich im Mittelfeld. Ihr Frauenanteil beträgt gerade einmal 36,4 Prozent, ist allerdings immer noch höher als der Frauenanteil von 31,8 Prozent bei der FDP.

Die Grünen weisen mit einem Altersdurchschnitt von 56,4 Jahren das älteste Bewerbungsfeld auf. Auch die FDP liegt mit durchschnittlich 54,7 Jahren weit über dem Durchschnittsalter aller 154 Kandidaten. In diesem Bereich fällt die Linke genau aus dem Gegenteil auf. Mit einem Altersdurchschnitt von 34,5 Jahren sind sie die Partei mit den jüngsten Kandidaten, mit sehr klarem Abstand. Überraschend ist es deshalb auch nicht, dass sie neben der SPD und FDP einen der jüngsten Kandidaten (Jahrgang 2006) stellen.

Drei Kandidaten sind 2006 geboren

Nah am allgemeinen Durchschnittsalter liegen die AfD und CDU, die beide einen Altersdurchschnitt von 48,5 Jahren aufweisen. Die SPD trifft mit 48,8 Jahren genau den Durchschnitt. Die älteste Bewerberin (Jahrgang 1942) tritt für die Partei BergAuf an, die beim Altersdurchschnitt mit 50,1 Jahren eher im Mittelfeld mitschwimmt: Es ist Karin Theiner.

Aus drei verschiedenen Parteien kommen die drei jüngsten Bewerber. Sie sind alle Jahrgang 2006: Vincent Ciurej von der FDP, Andreea-Valentina Berki von Die Linke und Alexander Höll von der SPD.

VON PATRICIA WERNER

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