- VonMonika Salzmannschließen
Hoher Besuch bei der Feuerwehr: Als Ehrengast und Redner nahm der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul am Samstag im Kulturhaus an der Jahresdienstbesprechung der Lüdenscheider Feuerwehr teil. Mit seinem Besuch setzte der Innenminister ein starkes Zeichen der Solidarität und Wertschätzung mit den Einsatzkräften.
Lüdenscheid – Neben Reul wandten sich Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, Kreisbrandmeister Michael Kling und Fabian Kesseler, Erster Beigeordneter der Stadt Lüdenscheid, mit Worten des Dankes an die Versammelten. Lang war die Liste der Gäste, die Feuerchef Christopher Rehnert bei der Zusammenkunft willkommen hieß. In seiner Rede thematisierte er die angespannte Verkehrssituation in Lüdenscheid und deren negative Auswirkungen auf das Ehrenamt.
Von überfüllten Straßen, die Anfahrten und das Ausrücken erschweren, war die Rede. Praktikable Lösungen müssten her, um das Ehrenamt zu stärken. Essenziell wichtig sei intensive Nachwuchsarbeit. Rückhalt forderte er von der Politik ein. „Sie alle sorgen rund um die Uhr dafür, die Stadt zu einem sicheren Zuhause zu machen“, lobte Sebastian Wagemeyer. Familien und Arbeitgeber, die Verständnis für das Ehrenamt aufbringen, schloss er in seinen Dank ein. Mit seinem Kommen drücke Herbert Reul seine Wertschätzung aus.
Bitte um finanzielle Unterstützung
Auf die Sprengung der Rahmedetalbrücke am 7. Mai und die damit verbundene Sperrung der Altenaer Straße für rund acht Wochen ging der Bürgermeister ein. Die zur schnellen Erreichbarkeit der Ortsteile Rathmecke, Dickenberg und Eggenscheid zusätzlich errichtete Rettungswache Lüdenscheid-Nord, die derzeit in Modulbauweise am Römerweg entsteht, werde rechtzeitig vor der Aufschüttung des Fallbetts fertig sein, versprach er. An Reul gewandt, bat er angesichts der zusätzlichen Belastungen für den Haushalt um finanzielle Unterstützung. Rat und Verwaltung würden absolut hinter der Feuerwehr stehen, versicherte der Bürgermeister. Außerdem ging es um die geplanten Neubauten von Gerätehäusern.
Stehende Ovationen erhielt Herbert Reul für seine wertschätzende, sehr persönliche Rede. Die Versammlung biete Gelegenheit, „Männern und Frauen zu sagen: Was ihr macht, ist sensationell toll“. Seit der Flut wüssten die Menschen, wie wichtig Katastrophenschutz im Ehrenamt ist. Das sei eine Riesenchance.
Als zweiten Grund, der Einladung zu folgen, nannte der Innenminister die besondere Situation in Lüdenscheid. „Ich möchte ermuntern, weiterzumachen.“ Als „die wahren Helden der Gesellschaft“ lobte er die Einsatzkräfte. Zusammen mit Herbert Reul verlieh Christopher Rehnert Brandinspektor Thomas Kretschmer, der seit 44 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist, das Ehrenzeichen in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbandes.
Kreisbrandmeister: „Wir sind gut!“
Im Kontext von Rehnerts Rückblick auf das Jahr („Es wurde deutlich, dass wir uns zunehmend auf Starkregenereignisse und Waldbrände einstellen müssen“) stellten die Löschzwerge ihre neuen roten Uniformen vor. An persönlichen Gedanken über Einsatzlagen der letzten Jahre, aus ihnen Gelerntem und künftigen Herausforderungen ließ anschließend Kreisbrandmeister Michael Kling teilhaben. Was er hier sehe, lasse ihn erkennen, „dass wir gar nicht so schlecht aufgestellt sind. Wir sind gut!“
Als Führungskräfte in der Behandlungsplatzbereitschaft verabschiedete er Rainer Link und Thomas Kretschmer. Ein abschließendes Lob kam von Fabian Kesseler: „Die Lüdenscheider können sich auf die Feuerwehr verlassen“, lobte er.
Musikalisch umrahmten die Zwillinge Christina & Dionisia Gravou – selbst in der Feuerwehr aktiv – die Veranstaltung mit stimmungsvollen Songs von Tim Bendzko („Hoch“) bis zu den Sportfreunden Stiller („Applaus, Applaus“).
Beim anschließenden gemütlichen Teil im Kulturhausfoyer versorgte die neue Verpflegungseinheit die Feuerwehr und ihre Gäste mit Schmackhaftem aus der Feldküche.
Beförderungen in den Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr
Gemeinsam mit den Löschzugführern nahm Christopher Rehnert die Beförderungen vor.
Aus dem Löschzug Stadtmitte wurden befördert: Robin Lourenco Winkelmeyer zum Feuerwehrmann, Konstantina Papaefstathiadou zur Oberfeuerwehrfrau, Ahmet Hassan, Benedikt Christian Homann, Dominik Drawer, Louis Montag und Georgios Moutafis zum Oberfeuerwehrmann; Dirk Kallweit zum Hauptfeuerwehrmann; Kim-Eileen Steinbach zur Unterbrandmeisterin und Sebastian Timm zum Unterbrandmeister; Patrick Tofote zum Brandmeister; Thomas Gravos zum Hauptbrandmeister; Patrick Berghaus zum Brandinspektor und Bernd Heimer zum Brandoberinspektor.
Im Löschzug Oberrahmede durften sich Phillip Moll und Laurens Schulte (Oberfeuerwehrmann), Leon Walter und Yannik Walter (Unterbrandmeister), Leon Kintat (Brandmeister) sowie Sebastian Lang und Jens Johanningmeier (Hauptbrandmeister) über Beförderungen freuen.
Im Löschzug Brüninghausen waren dies Lukas Bartke und Sascha Knepper (Oberfeuerwehrmann), Diana Berthold (Unterbrandmeisterin) und Marc Andre Schulte (Unterbrandmeister).
Im Löschzug Brügge stiegen auf: Fabian Loos (Unterbrandmeister), Marvin Soldanski (Oberbrandmeister) und Björn Katte (Brandoberinspektor).
Aus dem Löschzug Homert nahmen Christin Goedert (Oberfeuerwehrfrau) und Björn Plate (Hauptbrandmeister) Beförderungen entgegen.
Die Ruhrtop-Card gab’s als Dank für besondere Verdienste. Auch Funktionsübertragungen (Vertrauenspersonen/Baufachberater) nahm Rehnert vor.

