VonMarkus Hannekenschließen
Überraschend ist die große Kreuzung auf der B63 in Hamm-Rhynern schon wieder frei befahrbar. Straßen-NRW spricht von „Glück im Unglück“.
Hamm - Das Chaos vom Donnerstag ist bereits weitgehend beseitigt, der befürchtete Verkehrs-Gau blieb quasi aus. Im Auftrag von Straßen-NRW wurde die mit 400 Litern Diesel-Kraftstoff beschmutzte Kreuzung Werler Straße/Unnaer Straße im Süden von Hamm am Freitagmorgen mit einer Spezialmaschine abgefräst.
Alle Verkehrsteilnehmer können die Kreuzung also jetzt wieder so befahren wie vor dem Unfall - allerdings bis auf Weiteres nur mit Tempo 30, weil die Fahrbahnmarkierungen noch fehlen. Diese würden im Rahmen der auf der B63 begonnenen Deckensanierungsarbeiten wieder aufgetragen, erklärte Nadia Leihs, Sprecherin von Straßen-NRW. Danach werde die Tempobegrenzung wieder zurückgenommen. Das werde aber planmäßig erst im Herbst passieren.
Werler Straße (B63): „Glück im Unglück“ mit Fräsmaschine
Geradeaus in Richtung Autobahn beziehungsweise Werl-Hilbeck geht es vorläufig zudem nur einspurig weiter, weil die Zufahrtspur zur A2 schon proaktiv für eine anstehende Baustelle mit Baken zugestellt ist. Diese sollte zwar schon aktiv sein, wurde aber wegen einer vorübergehenden Umleitungsproblematik in Bönen verschoben. Voraussichtlich im Lauf der kommenden Woche wird die Zufahrt aber endgültig gesperrt, sagte Leihs auf Nachfrage.
Auch Polizeisprecherin Hannah Reineke zeigte sich am Vormittag überrascht von der unerwartet raschen Behebung des Problems. Straßen-NRW-Sprecherin Leihs sprach von „Glück im Unglück“: Die benötigte Fräsmaschine habe jene Auftragsfirma bereitstellen können, die ohnehin im südlicheren Baustellenbereich der B63 beschäftigt sei. Sonst hätte es tatsächlich deutlich länger dauern können. Zudem sei man sich „der verkehrlichen Bedeutung dieser Bundesstraße sehr bewusst“. Die Arbeiten am Freitagmorgen dauerten nur von 7 bis 9 Uhr.
Werler Straße (B63): Verkehrschaos bleibt weitgehend aus
Eben dort am Fahrbahnrand hat eine Umweltfirma inzwischen auch durch den Diesel kontaminiertes Erdreich abgetragen. Der Kraftstoff war am Vortag durch den Regen auf gut 100 Metern auch in das dortige Grün hinein gespült worden. Die Bankette werde im Zuge der späteren Sanierungsarbeiten ohnehin nochmal optimiert, so Leihs. Am Donnerstag war von 250 Metern die Rede gewesen; zudem war zunächst unklar, welcher Teil des Grünstreifens tatsächlich betroffen war.
Ein Verkehrschaos blieb nach WA-Beobachtungen am Freitagmorgen weitgehend aus. Seit dem Ende der Fräsarbeiten läuft der Verkehr zudem wieder so reibungslos, wie es angesichts der allgemeinen Baustellensituation auf der B63 möglich ist.

