Party ohne Ende

Dortmund schafft Sperrstunde ab – „Freizeitkultur hat sich deutlich verändert“

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Wer in Dortmund in Zukunft feiern geht, muss nicht mehr nach Hause gehen – zumindest in der Theorie. Die Stadt hat die sogenannte Sperrstunde abgeschafft. 

Dortmund – Die Stadt Dortmund hat nach einer erfolgreichen Testphase die Sperrstunde in Bars und Nachtclubs aufgehoben. Zuvor hatten diese noch zwischen 5 und 6 Uhr morgens schließen müssen, das ist nun nicht mehr der Fall. In der Theorie können Dortmunds Partygänger, zu denen viele Menschen aus den umliegenden Städten in NRW gehören wie zum Beispiel Hamm, also nun zu jeder Tages- und Nachtzeit feiern gehen – doch es gibt Ausnahmen.

Dortmund schafft Sperrstunde in Clubs und Bars ab – was das jetzt bedeutet

„Eine neunmonatige Pilotphase, die der Rat der Stadt Dortmund am 25. März 2021 beschlossen hatte, ist aus Sicht der Stadtspitze erfolgreich verlaufen. Dortmunds Nachtbeauftragter sowie das Ordnungsamt hatten diesen Probezeitraum in engem Austausch mit den Gewerbetreibenden und der Polizei begleitet“, heißt es von Seiten der Stadt.

Auch Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen steht hinter der Entscheidung. „Die Freizeitkultur hat sich deutlich verändert“, erklärte er der WAZ. „Die Menschen ziehen eher erst um Mitternacht los. Dann geht es bis in die frühen Morgenstunden – mit der Konsequenz, dass sich die Sperrstunde nicht mehr gelohnt hat“, sagte er.

Wie die Stadt mitteilt, würden die Verantwortlichen aus der Clubszene die Abschaffung der sogenannten Sperrzeit für Schank- und Speisewirtschaften ebenfalls begrüßen. „Ihnen bietet sich mehr Flexibilität bei den Schließungszeiten. Mit Blick auf die Einsatzerfahrungen haben sowohl Ordnungsamt als auch Polizei keine Einwände gegen das Ende der Sperrstunde“, heißt es. Die Ordnungshüter könnten im Zweifel aber weiterhin hart durchgreifen.

Stadt Dortmund setzt auch ohne Sperrstunde auf Einhaltung der Nachtruhe

So setze die Stadt Dortmund auch künftig „auf die Bereitschaft der Gastronomie und Clubszene, während der Betriebszeiten für Nachtruhe zu sorgen“. Sollte das nicht funktionieren, drohen Konsequenzen. „Für das Ordnungsamt besteht weiterhin die Möglichkeit, im Einzelfall eine Sperrzeit für Betriebe festzulegen, in denen es zu einer Störung der Allgemeinheit kommt“, erklärt die Stadt Dortmund.

Wer es hingegen etwas ruhiger angehen lassen möchte, der wird vielleicht am Centro in Oberhausen fündig. Dort laufen bereits die ersten Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt 2023, der im November beginnt.

Rubriklistenbild: © Igor Martins/Imago

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