VonMarkus Hannekenschließen
Der Mann, der im Teich des Nordringparks in Hamm offenbar schwimmen wollte, ist tot. Er starb wenige Tage nach dem Vorfall im Krankenhaus.
Hamm - Der 44 Jahre alte Mann, der am 29. September in den Teich des Nordringparks stieg und wenige Minuten später reanimiert wurde, ist am Dienstag, 3. Oktober, im Krankenhaus verstorben. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Weitere Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann zum Zeitpunkt des Unglücksfalls unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, heißt es in einer kurzen Mitteilung. Das war bereits vermutet worden (siehe Text unten).
Noch am Montag hatte es den Anschein gemacht, als habe der 44-Jährige überlebt.
Unsere Folgeberichterstattung vom 2. Oktober:
Drei Tage nach einem neuerlichen Drama im Teich des Nordringparks in Hamm gibt es neue Informationen, was dort passiert ist. Dabei wird klar: Hätten Zeugen und Ersthelfer nicht einsatzstark reagiert, wäre der 44-Jährige wahrscheinlich jetzt tot.
Seinen Anfang nahm das Drama am Freitag, 29. September, gegen 16.15 Uhr. Nach Angaben der Polizei sah ein 52 Jahre alter Zeuge, „wie der Hammer sich selbstständig in den Teich begab und zunächst Schwimmbewegungen durchführte“. Ob er dabei voll bekleidet oder entsprechend ausgezogen war, ist der Polizei nicht bekannt. Wenige Minuten später sei er unter Wasser geraten, er habe sich jedoch noch selbst in Richtung Ufer bewegen können; das Gewässer ist an jener Stelle nur wenige Meter breit. Gegen 16.20 Uhr setzte der 52-Jährige einen Notruf ab.
In der Nähe waren zum Glück auch zwei Ersthelfer im Alter von 53 und 43 Jahren. Laut Polizei zogen sie den hilflosen Mann aus dem Wasser und führten Reanimationsmaßnahmen durch. Die schnell eintreffenden Einsatzkräfte übernahmen dann, der 44-Jährige wurde schließlich mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort wird er weiterhin stationär behandelt. Zu seinem Gesundheitszustand liegen keine Informationen vor.
Drama im Nordringpark: Mann vermutlich Teil der Drogenszene
Womöglich hatte der 44-jährige Hammer mit deutschem Pass Beziehungen zur Drogenszene. Dafür spricht zum einen die Nähe zum Nordringpark-Szenetreff - dieser liegt keine 100 Meter entfernt vom Unglücksort - und zum anderen entsprechende Hinweise von Zeugen. Bei einem 23-jährigen Mann, der in dem Teich im Juni 2022 ertrank, waren Kokain und Arzneimittel im Blut nachgewiesen worden.
Wie schon am Freitagabend geht die Polizei im aktuellen Fall weiterhin nicht von Fremdverschulden aus, sondern von einem Unglücksfall.
Dramatisches Ende einer eigentlich normalen Tour: Nach einer Fahrt von Münster nach Hamm hat ein weiblicher Fahrgast seinen Taxifahrer angegriffen.
