1000 Tonnen Schrott in Brand

Feuer auf Schrottinsel in Duisburg gelöscht – Ursachensuche dauert an

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In Duisburg-Ruhrort brannte es auf der Schrottinsel im Hafen. Dadurch kam es zu einer großen Rauchwolke, inzwischen ist das Feuer gelöscht.

  • Großbrand auf der Schrottinsel in Duisburg: Im Duisburger Hafen ist am Donnerstagmorgen (10. August) ein Feuer ausgebrochen; rund 1000 Tonnen Schrott standen in Duisburg in Brand.
  • Gegen 16 Uhr teilte die Stadt Duisburg mit, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht worden sei, gegen 17 Uhr wurde auch die Warnung durch die NINA-Warn-App zurückgenommen. Am Abend war der Brand dann gelöscht.
  • Eine große Rauchwolke war über weiten Teilen von NRW sichtbar.

Duisburg – Im Duisburger Hafen ist am Donnerstagmorgen (10. August) ein Feuer ausgebrochen. Auf der sogenannten Schrottinsel brannten rund 1000 Tonnen Schrott, wie ein Stadtsprecher aus Duisburg auf Nachfrage von 24RHEIN mitteilte. Wie das Feuer ausgebrochen war, ist aktuell noch nicht bekannt. Auch eine Warnung über die Warn-App NINA ging an die Bevölkerung heraus, ist jedoch inzwischen zurückgenommen. „Aufgrund der starken Rauchentwicklung kann es zu Geruchsbelästigungen kommen. Eine Gefährdung für die Bevölkerung besteht derzeit jedoch nicht“, heißt es dort. Gegen 16 Uhr teilte die Stadt mit, das Feuer sei inzwischen unter Kontrolle gebracht. Am Abend folgte dann die Meldung von der Feuerwehr, dass der Brand gelöscht sei.

Bei dem Brand auf der Schrottinsel war eine gewaltige Rauchwolke entstanden.

Brand aktuell auf der Schrottinsel Duisburg – 250 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren in der Spitze vor Ort, wie der Duisburger Stadtsprecher auf 24RHEIN-Nachfrage erklärte. Die erste NINA-Warnung für die Stadt Duisburg ging gegen 8:15 Uhr an die Bevölkerung heraus, um 7:30 Uhr soll der Brand ausgebrochen sein. Zudem wurden laut Stadt durch die Feuerwehr sowie durch das Landesamt für Natur, Umweltschutz und Verbraucherschutz NRW (LANUV) Messungen durchgeführt. „Hierbei konnten bisher keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffe festgestellt werden, eine akute Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung besteht nicht. Aufgrund der Geruchsbelästigung wird jedoch empfohlen, die Fenster und Türen weiterhin geschlossen zu halten“, heißt es weiter.

Feuer in Duisburg sorgt für große Rauchwolke – Fotos zeigen Ausmaß des Großbrands

Eine riesige, vom Duisburger Hafen ausgehende Rauchsäule ist über der Stadt zu sehen.
Eine riesige Rauchsäule war über dem Duisburger Hafen zu sehen (Luftaufnahme mit einer Drohne). © Christoph Reichwein/dpa
Der Brand im Duisburger Hafen sorgte für dichten, schwarzen Rauch, der in den Himmel aufstieg.
Der Brand im Duisburger Hafen sorgte für dichten, schwarzen Rauch, der in den Himmel aufstieg. © Christoph Reichwein/dpa
Die Rauchwolke breitete sich über Duisburg und umliegende Städte aus.
Die Rauchwolke breitete sich über Duisburg und umliegende Städte aus. (Luftaufnahme mit einer Drohne). © Christoph Reichwein/dpa
Brand im Duisburger Hafen, Aufnahme vom Feuer aus der Luft.
Etwa 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind in Duisburg im Einsatz, um das Feuer zu löschen. (Luftaufnahme mit einer Drohne) © Christoph Reichwein/dpa
Im Duisburger Hafen auf der Schrottinsel ist ein Feuer auf einem Recyclinghof mit Altfahrzeugen ausgebrochen.
Im Duisburger Hafen ist auf der Schrottinsel ein Feuer auf einem Recyclinghof mit Altfahrzeugen ausgebrochen. (Luftaufnahme mit einer Drohne) © Christoph Reichwein/dpa
Die Feuerwehr löscht auch am Donnerstagnachmittag noch den Großbrand im Duisburger Hafen, der seit dem Morgen auf der Schrottinsel andauert.
Die Feuerwehr löscht auch am Donnerstagnachmittag noch den Großbrand im Duisburger Hafen, der seit dem Morgen auf der Schrottinsel andauert.  © Christoph Reichwein/dpa
Rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Hafen von Duisburg im Einsatz, um den Brand dort zu löschen.
Rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Hafen von Duisburg im Einsatz, um den Brand dort zu löschen. © Christoph Reichwein/dpa
Ein Feuerwehrmann steht auf einer Drehleiter und löscht den Großbrand im Duisburger Hafen.
Die Feuerwehr ist im Duisburger Hafen im Großeinsatz, um einen Brand zu löschen.  © Christoph Reichwein/dpa
Ein Brand in Duisburg sorgte für eine dunkle Rauchsäule, die über der Stadt aufstieg.
Die Rauchsäule war von vielen Orten aus sichtbar.  © Christoph Reichwein/dpa
Brand im Duisburger Hafen, Rauchsäule ist von weitem zu sehen
Eine Rauchwolke zieht aktuell über das Duisburger Stadtgebiet. © Christoph Reichwein/dpa

Riesige Rauchwolke ist auch in anderen Städten zu sehen

Die riesige Rauchwolke zog derweil über das Ruhrgebiet, ist auch weit außerhalb des Brandortes zu sehen. „Die durch den Großbrand entstandene Rauchwolke ist über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar. Mittlerweile ist es insbesondere in den Stadtteilen Duissern, Neudorf und Meiderich zu einer wahrnehmbaren Rauchniederschlagung bis in Bodennähe gekommen“, hieß es zunächst vonseiten der Stadt Duisburg.

Inzwischen haben nach dem Brand auf der Schrottinsel in Duisburg weitere Orte in NRW Warnungen veröffentlicht. Unter anderem im Kreis Mettmann, in Mülheim an der Ruhr oder auch in Oberhausen und Düsseldorf sind NINA-Warnungen aktiv. Dort wurde die Rauchwolke ebenfalls gesichtet.

Brand in Duisburg-Ruhrort: Keine Verletzten, aber viele Fragen

Bei dem Brand wurde letztlich kein Mensch verletzt. Zur Ursache könne man erst ermitteln, wenn die Flammen gelöscht seien und der Brandherd sich abgekühlt habe, sagte ein Polizeisprecher.

Derweil hat sich auch die TSR Recycling GmbH & Co. KG, in deren Niederlassung der Brand wütete, geäußert. Ein Haufen gestapelter Altkarossen, die zur Aufbereitung gestapelt waren, hätten aus noch unbekannter Ursache Feuer gefangen. „Die Feuerwehr wurde unverzüglich alarmiert und ist seitdem mit Einsatzkräften vor Ort, um den Brand zu löschen. In enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von TSR ist es gelungen, das Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Der Brand ist seit etwa 12:00 Uhr unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauern zwar noch an, die ersten Löschzüge sind aber bereits abgerückt“, heißt es weiter. (mo)

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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