VonMaximilian Gangschließen
Bislang kann sich der Sommer 2024 nicht zwischen Sonnenschein und Unwetter entscheiden. Eine Stabilisierung der Wetterlage ist Anfang August nicht in Sicht.
Hamm – Vom Sonnenschein zum Unwetter und zurück: Beständigkeit gehört bislang nicht zu den Stärken des Sommers 2024. An einem Tag hinterlassen mehrere Tornados eine Schneise der Verwüstung in NRW. Und nur 24 Stunden später ziehen Temperaturen jenseits der 30 Grad und ein wolkenloser Himmel Zigtausende zu einem der vielen Badeseen im Land. An der wechselhaften Wetterlage wird sich zumindest vorerst auch nichts ändern. Auf die Hitze folgen Gewitter und teils heftiger Starkregen.
Wetter-Experte: „Erbarmungslose Hitze“ zum Wochenstart im Süden von NRW
Von einer „erbarmungslosen Hitze“ spricht Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net. Bereits am Montag, 29. Juli, waren entsprechende Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Teile von NRW aktiv. Am Dienstag hatten sich die hohen Temperaturen auf weitere Regionen ausgebreitet, vielerorts hatte die Thermometeranzeige hier die 30 Grad Marke überschritten.
Wer die sommerliche Wetterlage für einen Ausflug oder einen Tagestrip nutzen möchte, der sollte das insbesondere zu Beginn der Woche tun. Nach und nach schiebt sich warme bis heiße Luft aus Südwesteuropa in Richtung Deutschland, wie Jung erklärt. Bereits ab Mittwoch wird es „ziemlich unangenehm“, wie Jung es bezeichnet.
„Hitze endet mit einem Knall“: Unwetter mit Gewitter und Starkregen drohen
Zum Start in den August hinein müssen die Menschen vielerorts mit einer „drückenden Schwüle“ klarkommen, so der Meteorologe. Auch der DWD spricht in seiner Vorhersage von schwülwarmen bis heißem Wetter. Doch dabei wird es laut Jung nicht bleiben: „Die Hitze endet mit einem Knall.“ Es sei derzeit sehr viel Energie in der Atmosphäre vorhanden – und das könnte das sonnige Sommerwetter erneut unterbrechen: „Wenn sich Gewitterzellen bilden, können sie richtig heftig ausfallen.“
- Donnerstag, 1. August: überwiegend wechselnd bewölkt. Häufige Schauer und teils kräftige Gewitter mit Unwetterpotential durch heftigen Starkregen, Hagel und Sturmböen. Schwülwarm bei Höchstwerten zwischen 24 und 28 Grad, in Hochlagen 22 Grad.
- Freitag, 2. August: heiter, im Norden teils sonnig. In der Südhälfte geringe Schauer- und Gewitterneigung, sonst niederschlagsfrei. Temperaturanstieg auf 24 bis 27 Grad, im Hochsauerland um 20 Grad.
Quelle: DWD, Stand: 31. Juli, 21.45 Uhr
Ab Mittwochnachmittag „ziehen im Südwesten erste Schauer und Gewitter auf, vor allem westlich des Rheins“, erklärt Dominik Jung. Zunächst noch recht moderat, nimmt die Wetterlage zunehmend an Fahrt auf. Am Donnerstag kann von angenehmem Badewetter in Nordrhein-Westfalen nicht mehr die Rede sein. Die Sonne kommt nur selten zwischen den Wolkenmassen hervor. Dafür sorgen Starkregen, Sturmböen, Hagel und teils kräftige Gewitter für ein hohes Unwetterpotenzial.
Wechselhafte Wetterlage setzt sich fort: Nach Unwetter nehmen Regenmassen ab
Gute Nachrichten: Der Sommer lässt sich jedoch auch weiterhin nicht von seinem wechselhaften Kurs abbringen. Bereits ab Freitag nehmen die Regenmengen laut der 10-Tage-Prognose des DWD wieder spürbar ab. Hier und da muss zwar noch mit Niederschlag gerechnet werden, jedoch mit deutlich geringerer Intensität. Zum Start in die kommende Woche zeichnet sich bereits vorsichtig ein Temperaturanstieg an. Oder wie Dominik Jung es sagt: „Der Sommer ist nicht weg, er macht nur eine kleine Pause.“
Rubriklistenbild: © Thomas Rensinghoff/dpa

