VonMick Oberbuschschließen
Sturmtief Zoltan hat in Köln-Poll in der Nacht zu Freitag (22. Dezember) für ein Bild der Verwüstung gesorgt. Sogar eine Windhose soll gewütet haben.
Köln – Es war ein Sturm, der große Schäden anrichtete: In Köln-Poll hat Sturmtief Zoltan ein Bild der Verwüstung hinterlassen, wie eine Feuerwehrsprecherin am Freitag (22. Dezember) auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilte. „Wir haben es hier mit einer starken Zerstörung zu tun“, so die Sprecherin. In den sozialen Medien berichten mehrere Anwohner sogar von einer Windhose oder einem Tornado, der durch Poll gezogen sein soll. Ob das wirklich der Fall war, wurde offiziell aber noch nicht bestätigt.
Wie der DWD am Freitagmittag auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilte, werde derzeit geprüft, ob eine Windhose möglicherweise für die starke Verwüstung in Köln-Poll verantwortlich gewesen sein könnte. „Wir gehen dem auf den Grund, können dazu bislang aber noch keine konkrete Aussage treffen“, erklärten die Meteorologen vom Wetterdienst auf Nachfrage.
Dächer von Industriehallen flogen hunderte Meter weit
Die Schäden im Stadtteil sind aber massiv. So sollen unter anderem Dächer von Industriehallen vom Sturm angehoben und teilweise hunderte Meter weit geflogen sein, berichtet der WDR. Der Bahnübergang Köln-Poll (Stadtbezirk Köln-Porz), der in der Nacht von Sturmschäden getroffen worden war, sei laut Feuerwehrangaben immer noch nicht frei. „Da liegen noch Wellblechdächer und Bäume auf den Gleisen, es konnte noch nichts geräumt werden“, heißt es von der Feuerwehr. Die Arbeiten liefen jedoch.
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„Die Straßen sind inzwischen so geräumt, dass Autos wieder passieren können. Viele Nebenstraßen sind jedoch noch gesperrt, weil dort ganze Dächer oder Dachziegel auf der Fahrbahn liegen.“ Stand Freitag, 22. Dezember, 14 Uhr verzeichnete die Feuerwehr 360 Einsätze. Über 20 Dachdecker seien im Einsatz, um die entstandenen Schäden an den Häusern zu reparieren. Zudem würden noch immer umgestürzte Bäume für Feuerwehr-Einsätze sorgen. „Die Kettensägen laufen hier überall“, teilt die Feuerwehrsprecherin auf 24RHEIN-Nachfrage mit.
Nächstes Sturmtief über Köln am Freitag (22. Dezember) angesagt – nun ist Eile geboten
Auch für den Freitagnachmittag (22. Dezember) hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine erneute Sturmwarnung für Köln herausgegeben, weshalb bei den Aufräumarbeiten nun ein Stück weit Eile angesagt ist. „Wir versuchen, die entstandenen Schäden so weit zu bereinigen, dass durch ein neues Unwetter später nicht weitere Schäden entstehen“, so die Sprecherin. Wie lange diese Arbeiten noch andauern sollen, war laut Feuerwehr am Mittag noch nicht abzusehen. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
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