VonJohanna Werningschließen
Es bleibt ungemütlich in Köln: Sturm statt Schnee lautet die Prognose. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Sturmwarnung für das Rheinland und NRW veröffentlicht.
- In Köln-Poll gab es in der Nacht zum Freitag massive Schäden – möglicherweise durch einen Tornado.
- Bis Sonntag gilt in Köln eine Warnung vor ergiebigem Dauerregen.
- Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Böen, die bis zu 65 km/h stark sind.
- Dieser Text wird laufend aktualisiert.
Update vom 22. Dezember, 23 Uhr: Sturmtief Zoltan hat vor allem im Kölner Stadtteil Poll für eine „großflächige Verwüstung“ gesorgt, wie die Kölner Feuerwehr mitteilt. Demnach stürzten zahlreiche Bäume um, Fenster barsten, Hausfassaden wurden beschädigt und teils ganze Dächer abgedeckt. „Um die zahlreichen Einsätze abzuarbeiten, verschafften sich die Einsatzkräfte auch einen Überblick mithilfe einer Drohne der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft“, schreibt die Feuerwehr. So konnten auch noch Gefahren entdeckt werden, die vom Boden aus nicht sichtbar waren.
Sturmtief Zoltan sorgt für „starke Zerstörung“ in Köln
Update vom 22. Dezember, 15:52 Uhr: Besonders schwer wurde in Köln der Stadtteil Poll getroffen. Dort sorgte das Sturmtief Zoltan für massive Schäden. Es gibt Berichte von Anwohnern über Windhose oder einen Tornado. Das hat der DWD bislang aber nicht offiziell bestätigt. Die Feuerwehr vor Ort spricht von einer „starken Zerstörung“.
Zoltan wütet über Köln: Sturm-Einschränkungen auf der A4
Update vom 22. Dezember, 11:24 Uhr: Sturmtief Zoltan sorgt am Freitag (22. Dezember) auch für Einschränkungen im Auto- und Bahnverkehr in NRW. Wie die Autobahn GmbH Rheinland mitteilt, ist derzeit auf der A4 in Fahrtrichtung Aachen auf der Rodenkirchener Brücke nur eine von drei Spuren frei. „Grund dafür sind sturmbedingte Beschädigungen an der Einrüstung der Brücke. Eine Abschätzung, ob die beiden Spuren im heutigen Tagesverlauf freigegeben werden können, ist derzeit nicht möglich“, heißt es weiter. Durch Sturmschäden wurden derweil mehrere Bahnlinien in NRW komplett eingestellt, viele weitere sind von Ausfällen und Verspätungen betroffen.
Sturm in Köln: Zoltan sorgt für große Schäden – fast 300 Feuerwehr-Einsätze
Update vom 22. Dezember, 11:05 Uhr: Auch über Köln hat Sturmtief Zoltan am Donnerstag und Freitag (21. & 22. Dezember) gewütet. Ein Bahnübergang in Poll wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, im Stadtgebiet kippten etliche Bäume um, teilweise auf Autos. Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht klar, wird die Feuerwehr Köln aber sicher auch am Freitag (22. Dezember) noch beschäftigen.
Sturmtief Zoltan verwüstet NRW – Fotos zeigen die schweren Schäden




Sturm in Köln: Etliche Schäden – fast 300 Einsätze für die Feuerwehr
Update vom 22. Dezember, 7:39 Uhr: Der Freitagmorgen bleibt in Köln windig. Der Deutsche Wetterdienst warnt bis 13 Uhr vor Wind- und Sturmböen. „Es treten Windböen mit Geschwindigkeiten um 55 km/h aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 70 km/h gerechnet werden“, so der DWD. Insgesamt gab es laut Feuerwehr bisher 285 Einsätze in Folge des Sturms.
Besonders gewütet hat das Sturmtief Zoltan dabei laut Feuerwehr im Stadtteil Poll (Stadtbezirk Köln Porz). „Wir bitten hier um besondere Vorsicht, da weiterhin lose Gebäudeteile herabfallen können. Dies gilt vor allem für folgende Straßen: Alfred-Schütte-Allee, Salmstraße, Kleinstraße, Käulchensweg, Müllergasse und Poller Kirchweg sowie die weiteren Nebenstraßen in diesem Gebiet“, so die Feuerwehr. Daher sollen die genannten Bereiche gemieden und darum herum großräumig ausgewichen werden.
Durch den Sturm wurde laut Feuerwehr eine Person unter einem Baum begraben und verletzt. Sie kam in ein Krankenhaus. „In der Alfred-Schütte-Allee wurde eine Lagerhalle abgedeckt und stürzte teilweise ein. Außerdem ist ein Strommast der DB umgeknickt und Trümmerteile sind auf DB-Anlagen gestürzt“, so die Feuerwehr. Unterstützung bekam die Feuerwehr auch vom Technischen Hilfswerk (THW). „Alle Wachen der Berufsfeuerwehr und alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr befanden sich zeitweise im Dauereinsatz“, so die Feuerwehr.
Sturm beruhigt sich – KVB Linien fahren wieder
Update vom 21. Dezember, 22:01 Uhr: Die Lage in Köln beruhigt sich langsam. Wind und Platzregen lassen nach. Auch die KVB meldet, dass Feuerwehreinsätze, etwa der am Neumarkt, mittlerweile beendet sind. Die Linien 3,4,16 und 18 fahren wieder – wenn auch unregelmäßig. Wie groß das Ausmaß der Sturmschäden ist, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.
Etliche Einsätze wegen Sturmschäden für Polizei und Feuerwehr in Köln
Update vom 21. Dezember, 19:55 Uhr: Sturmtief Zoltan hat Köln fest im Griff. Platzregen prasselt auf die Straßen. Im rechtsrheinischen Gebiet erhellen Blitze den Himmel. Wie ein Sprecher der Polizei im Gespräch mit 24RHEIN mitteilt, sind Einsatzkräfte im ganzen Stadtgebiet im Dauereinsatz. „Wir fahren von einem umgestürzten Baum zum nächsten“, so der Sprecher
Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe sind durch den Sturm beeinträchtigt. Laut Website der KVB gibt es mehrere Fahrleitungsschäden in der Stadt. Die Linien 7, 16 und 18 fahren nur eingeschränkt. Am Neumarkt findet derzeit ein Feuerwehreinsatz statt. „In dem Bereich liegen Äste und Bäume auf der Straße“, so der Sprecher. Auch im Ruhrgebiet werden bereits erste Ausmaße des Sturms sichtbar.
Weihnachtsmärkte in Köln schließen wegen Sturmgefahren
Update vom 21. Dezember, 18:06 Uhr: Der Sturm zieht weiter über NRW. Deswegen werden am Abend auch sämtliche Weihnachtsmärkte in Köln geschlossen. Wie die Stadt mitteilt, geschehe das aus Sicherheitsgründen. So sollen Sach- und Personenschäden vermieden werden.
Sturmböen bis 100 km/h auch in Köln möglich
Update vom 21. Dezember, 14:02 Uhr: „Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h und 85 km/h aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h (28 m/s, 55 kn, Bft 10) gerechnet werden“, warnt der DWD am Donnerstag für Köln.
In Düsseldorf hat die Stadt sogar den Weihnachtsmarkt geschlossen. Das ist in Köln derzeit noch nicht der Fall. Am Vormittag teilte die Stadt jedoch mit, dass „je nach aktueller Wetterlage“ auch einzelne Sondergärten und Friedhöfe geschlossen werden können.
Wetter in Köln: DWD warnt vor „schweren Sturmböen bis 100 km/h“
Ausgebaute Erstmeldung vom 21. Dezember: Köln – Statt Schnee und blauem Himmel ist es am Donnerstag (21. Dezember) regnerisch und grau in Köln. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am 21. Dezember sogar vor schweren Sturmböen in Köln und NRW. Laut Wetterexperten sind starke Gewitter mit Dauerregen von bis zu 110 Liter pro Quadratmeter in NRW möglich. Sogar vereinzelte kurzlebige Tornados sind in NRW „nicht ganz ausgeschlossen“, so der DWD weiter.
Sturmwarnung für Köln: Böen bis 100 km/h stark – DWD alarmiert
Köln ist leuchtend orange auf der DWD-Karte eingezeichnet. Das entspricht einer Warnung vor markantem Wetter (Stufe 2). „Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 km/h und 70 km/h anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf“, heißt es in der Sturmwarnung, die bis Donnerstag, 13 Uhr geht. Im Tagesverlauf wird es dann sogar noch stürmischer.
Ab dem Mittag gilt für Köln eine weitere Sturmwarnung. Dann sind laut DWD Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h und 85 km/h möglich. „In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h gerechnet werden.“ Das entspricht auf der Beaufort-Skala, die die Windstärken einordnet, Stufe zehn von 12. Und auch an Weihnachten gibt es in Köln wohl eher Regen als Sturm.
Die Beaufort-Skala: Die Stufen im Überblick
| Stufe 1: Leichter Luftzug | 1-5 km/h |
| Stufe 2: Leichte Brise | 6-11 km/h |
| Stufe 3: Schwacher Wind | 12-19 km/h |
| Stufe 4: Mäßiger Wind | 20-28 km/h |
| Stufe 5: Frischer Wind | 29-38 km/h |
| Stufe 6: Starker Wind | 39-49 km/h |
| Stufe 7: Steifer Wind | 50-61 km/h |
| Stufe 8: Stürmischer Sturm | 62-74 km/h |
| Stufe 9: Sturm | 75-88 km/h |
| Stufe 10: Schwerer Sturm | 89-102 km/h |
| Stufe 11: Orkanartiger Sturm | 103-117 km/h |
| Stufe 12: Orkan | Ab 118 km/h |
Sturmwarnung für Köln: DWD warnt vor „herabfallenden Gegenständen“
Der DWD warnt am Donnerstag: „Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände.“
Auch die Stadt Köln warnt vor möglichen Sturmgefahren. „Die Stadt Köln bittet um besondere Vorsicht und darum, nach Möglichkeit Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden“, heißt es. In der Vergangenheit wurden bei schweren Stürmen auch Friedhöfe, Parks und Sportplätze von der Stadt gesperrt – aus Sicherheitsgründen. Das ist aktuell noch nicht der Fall. Allerdings ist es möglich, dass sich das noch im Laufe des Tages ändert. „Die Stadt behält sich weiterhin je nach aktueller Wetterlage vor, kurzfristig auch einzelne Sondergärten und Friedhöfe zu schließen.“
Wie gefährlich es sein kann, bei Sturm unterwegs zu sein, hat sich im Sommer gezeigt. Die Feuerwehr Köln wurde innerhalb kürzester Zeit zu zahlreichen Einsätzen mit den Schwerpunkten vollgelaufene Keller, abgeknickte Äste und umgestürzte Bäume alarmiert. Besonders heftig war es im Stadtgarten (Stadtbezirk Kölner Innenstadt). Hier wurden mehrere Bäume auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern beschädigt. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Lars Jäger/Wupper Video



