VonMarvin K. Hoffmannschließen
Sollte es im Rahmen der Fußball-EM zu einem Ernstfall kommen, müsste der Katastrophenschutz NRW bereit sein. Aus diesem Grund gibt es jetzt eine große Übung.
Hamm – Es ist eine Übung, kein Ernstfall – aber eben auf genau diesen wollen die Rettungskräfte im Notfall vorbereitet sein. Anlässlich der Fußball-EM im eigenen Land findet im Kreis Warendorf (NRW) eine Großübung des Katastrophenschutzes statt. Der Kreis kündigt ein „nicht alltägliches Bild“ an.
50 Katastrophenschutzfahrzeuge starten in Warendorf
Demnach sollen am Samstag, 23. März, seit 8.30 Uhr „50 Katastrophenschutzfahrzeuge in Kolonne von der Warendorfer Bundeswehr-Sportschule aus über Telgte und Münster nach Ascheberg“ rollen. Dort werde im Rahmen der Übung „ein Behandlungsplatz für Verletzte aufgebaut und betrieben“.
Katastrophenschutz in NRW
„Den Grundstock der Gefahrenabwehr bilden die fast 14.000 hauptberuflichen und 83.000 ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte in den 30 Berufsfeuerwehren und den 396 Freiwilligen Feuerwehren in den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden“, erklärt das Innenministerium NRW. Weiter heißt es: „Ergänzt wird der Katastrophenschutz im Land durch 241 Einsatzeinheiten der anerkannten Hilfsorganisationen: Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst und DLRG.“
„Insgesamt nehmen 230 Mitglieder der Hilfsorganisationen teil; 50 von ihnen simulieren am Behandlungsplatz Verletzungen aller Art, die schnell und fachgerecht versorgt werden müssen“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Die Bevölkerung sollte sich also darauf gefasst machen, dass rund um die beteiligten Gemeinden ein gewisser Ausnahmezustand herrscht.
Die Katastrophenschutzeinheiten aus dem Kreis Warendorf sollen sich gezielt vorbereiten, weil das Innenministerium NRW sie für die Unterstützung der Großveranstaltung eingeplant hat. „Hintergrund der Übung ist die Fußball-Europameisterschaft, die im Sommer in Deutschland stattfindet. Mit Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln liegen vier Austragungsorte in NRW“, heißt es.
Katastrophenschutz soll für den Ernstfall bereit sein
Heinz-Jürgen Gottmann, Leiter des Teams Gefahrenabwehr beim Kreis Warendorf erklärt dazu: „Um uns bestmöglich auf den Ernstfall vorzubereiten, haben wir diese Übung zusammen mit dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr geplant.“ Vor Ort soll dann bis 15 Uhr geübt werden, dann endet die Übung und die 50 Katastrophenschutzfahrzeuge rollen wieder zurück.
Zuletzt hatte schon die Nato-Großübung „Steadfast Defender“ Auswirkungen auf NRW. Militär-Konvois fuhren auf Autobahnen und Straßen. Autofahrer sollten auf Regeln achten.
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