Pachtvertrag gekündigt

Ende für das Bowlingcenter in Hamm? Betreiber äußert sich zu Gerüchten

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Was ist dran an dem Gerücht, dass dem MaxiStrike Bowlingcenter der Pachtvertrag im Obergeschoss der Eishalle gekündigt worden sei und Ende August 2024 die letzte Kugel rolle?

Hamm – Seit einiger Zeit macht dieses Gerücht immer wieder die Runde. „Wir haben überhaupt kein Interesse daran, das Bowlingcenter hier rauszudrängen“, sagt Dirk Sowicki von der Hammer Eis eG, die die Räumlichkeiten an das Bowlingcenter verpachtet. Das sieht Ralf Größel, Betreiber des MaxiStrike, etwas anders. „Der Betrieb steht auf der Kippe“, sagt er.

Betreiber erwägt, Schlussstrich zu ziehen

„Richtig ist, dass der Pachtvertrag nach zehnjähriger Laufzeit endet und der Form halber gekündigt wurde. Für diesen Winter sind Gespräche über eine Neugestaltung vereinbart“, so Sowicki. Die Gespräche hätten schon seit langem stattfinden sollen, entgegnet Größel. Er sei immer wieder vertröstet worden. Nun werde die Zeit knapp. Denn augenscheinlich trägt sich Größel wirklich mit dem Gedanken, einen Schlussstrich zu ziehen.

Bowling in der Eissporthalle: Während unten der Puck gleitet, rollen oben die Kugeln. Doch wie lange noch?

Von um ein Vielfaches steigenden Pachtvorstellungen, einem Abbau der Bahnen und dem Verkauf des Inventars nach China ist bereits die Rede, vom Verlust der Trainings- und Spielstätte dreier Bowlingvereine und nicht zuletzt vom Verlust von sieben Arbeitsplätzen. Denn so viele sind es nach eigenen Angaben im MaxiStrike.

Eis eG will sich Rahmenbedingungen anschauen

„Uns ist absolut bewusst, dass es in der Bevölkerung ein hohes Interesse am MaxiStrike gibt“, sagt Sowicki. Die Kündigung des Pachtvertrages, der noch vor Übernahme der Halle durch die Hammer Eis eG mit dem Maxipark 2014 als ehemaligen Betreiber geschlossen worden sei, sei ein ganz normaler Vorgang und auch entsprechend kommuniziert worden.

„Es geht lediglich darum, sich nach zehn Jahren die veränderten Rahmenbedingungen anzuschauen und zu einer neuen Lösung zu kommen“, so der Aufsichtsrat. Das will im Grunde auch Größel, doch wie viel will der eine nehmen, und wie viel kann der andere geben?

Werden sich beide Seiten am Ende doch noch einig?

Die Hammer Eis eG als Pächterin des Hallenkomplexes müsse mit den veränderten Rahmenbedingungen wirtschaften, unter anderem mit den gestiegenen Energiekosten, sagt Sowicki. Dies müsse aber auf alle Schultern verteilt werden. Größel dazu: Er habe anfangs zwar Sonderkonditionen bekommen, der Pachtvertrag sei aber bereits angepasst worden. Zuletzt während Corona. Zudem habe er selbst immer wieder Investitionen zu tätigen. Werden sich beide Seiten am Ende doch noch einig?

„Wir sind 2015 angetreten, um die Eishalle zu retten“, sagt Werner Nimmert, ebenfalls Eis eG-Aufsichtsrat. „Das ist unser Karma. Dafür werden wir alle an einem Strang ziehen müssen. Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Kompromiss finden werden.“

Die Hammer Eis eG hat den Betrieb der Eishalle als Genossenschaft 2015 übernommen und pachtet das Objekt vom Maximilianpark. Die formale Verwaltung der Halle liegt weiterhin beim Maxipark. Eigentümerin ist jedoch die Stadt Hamm.

Rubriklistenbild: © Rother

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